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Das war wichtig: Empor gewinnt und tanzt in Emsdetten

Emsdetten/Rostock Das war wichtig: Empor gewinnt und tanzt in Emsdetten

Erfolgserlebnis für die Rostocker im Kampf um den Klassenerhalt: Dank des 28:26-Erfolgs liegt das Ziercke-Team jetzt knapp über der „Todeszone“

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Kaum durchzukommen: Die Rostocker Vyron Papadopoulos (l.) und Roman Becvar packen gegen Emsdetten beherzt zu.

Quelle: Bernd Oberheim

Emsdetten. Allen widrigen Umständen zum Trotz: Die Zweitliga-Handballer des HC Empor Rostock haben beim TV Emsdetten einen kleinen Befreiungsschlag gelandet. Sie setzten sich am Sonnabend gegen den Tabellen-Neunten überraschend mit 28:26 (12:13) durch — und das nach einer Woche mit vielen erkrankten Spielern und wachsendem Druck auf Trainer und Mannschaft nach zehn Niederlagen in den letzten elf Partien (die OZ berichtete).

Letztlich bissen alle auf die Zähne, so dass die Gäste vor 1270 Zuschauern in der Emshalle (fast) komplett auflaufen konnten. Neben dem langzeitverletzten Robert Barten (Schulter) fehlte lediglich Kenji Hövels (Zerrung). Kapitän René Gruszka kehrte nach zweiwöchiger Grippepause zurück. Und diese Mannschaft fightete bis zum Umfallen, machte so den dritten Auswärtssieg der Saison nach den Erfolgen in Essen (23:22) und Saarlouis (30:23) perfekt.

„Ich muss der Mannschaft ein Riesenkompliment machen, die Jungs haben gekämpft wie die Löwen“, strahlte HCE-Coach Aaron Ziercke, während seine Spieler mit letzter Kraft ein Freudentänzchen aufführten. „Die Mannschaft wollte diesen Sieg unbedingt“, war Gruszka wie alle Rostocker nach dem ersten Sieg in Emsdetten überhaupt glücklich und zufrieden.

Der Doppelpunktgewinn wiegt umso schwerer, als die Unparteiischen Frederic Linker und Sascha Schmidt aus dem nur 100 Kilometer entfernten Herne den Gästen nicht gerade wohlgesonnen waren. 7:1 Siebenmeter und 8:2 Strafminuten sprechen für sich. Doch der HCE steckte das ebenso weg wie den anfänglichen Vier-Tore-Rückstand (4:8/14.). Der hätte noch höher ausfallen können, doch der gute Rostocker Schlussmann Jan Kominek hielt schon in dieser Phase zwei Siebenmeter.

„Wir hatten zunächst Probleme im Angriff, da wurde zu sehr aus dem Stand gespielt“, sagte Aaron Ziercke, der mit einer Auszeit reagierte. Zwar blieb es bis zum 12:8 (25.) bei der Vier-Tore-Differenz, aber zur Pause waren die Ostseestädter dran. Beim 13:13 (33.) gelang erstmals der Ausgleich, doch bis zur ersten Führung (23:22/53.) verging noch eine Weile. „Wir haben geduldig auf unsere Chance gewartet und in der entscheidenden Phase mehr als der Gegner gewollt“, analysierte Kapitän Gruszka.

In den spannenden Schlussminuten war es Marc Pechstein, der Verantwortung übernahm und sich und sein Team mit den Treffern Nummer 25, 27 und 28 belohnte. Zudem gelang es Empor immer besser, die Rückraum-Anspiele des TVE an den Kreis zu unterbinden — auch wenn die Spieler am Ende ihrer Kräfte waren. „Bei der letzten Auszeit in der 54. Minute mussten sich Flödi (Norman Flödl/d.Red.) und Flori (Zemlin) setzen. Stehen konnten sie nicht mehr“, verdeutlichte Ziercke, dass sich sein Team bis dahin verausgabt hatte. Mit dieser Einstellung ist vielleicht sogar in Nordhorn beim dritten Auswärtsspiel in Folge etwas zu holen, bevor am 9. März mit dem Heimspiel gegen den Wilhelmshavener HV die „Wochen der Wahrheit“ im Kampf gegen den Abstieg beginnen.

Statistik

TV Emsdetten: Babin, Behrens — Krings, Pröhl, Steffen, Wesseling, Kropp 1, , Adams 7, Runnarsson 6/4, Arnarson 5, Gretarsson 4, Antonewitch 3.

HC Empor Rostock: Kominek, P. Porath — Becvar 2, Meuser, Dethloff 1, Heil, Gruszka 6/1 Flödl 5, Papadopoulos 7, Zboril, Lux, Zemlin 1, Pechstein 5, J. Porath 1.

Siebenmeter: TVE 7/4, HCE 1/1.

Strafminuten: TVE 2, HCE 8/Rote Karte Dethloff/58.



Burkhard Ehlers

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