Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / 1 ° Schneeregen

Navigation:
Die Leiden des THW Kiel: Umbruch soll wieder Titel bringen

Köln Die Leiden des THW Kiel: Umbruch soll wieder Titel bringen

Erstmals seit 2003 bleibt der THW Kiel ohne Titel. In der Champions League verpasst der von Verletzungen gebeutelte deutsche Handball-Meister nach großem Kampf den Coup und wird wieder Vierter. In der nächsten Saison soll es wieder besser werden.

Köln. Die ganze Tragik einer unfassbar unglücklichen Saison fasste Alfred Gislason in einem Nebensatz zusammen. „Ich bin mir nicht mal sicher, dass wir Dritter werden“, sagte der Erfolgstrainer.

Und damit meinte der Isländer nicht das lästige Pflichtspiel am Sonntag in Köln um den dritten Platz der Champions League gegen Paris St. Germain, sondern die Handball-Bundesliga. Schon am Mittwoch muss der geschlauchte deutsche Meister beim ThSV Eisenach antreten und den Vorsprung von nur noch einem Punkt vor dem Tabellenvierten MT Melsungen verteidigen.

Mit der 28:31 (25:25, 15:12)-Niederlage nach Verlängerung gegen MVM Veszprem war am Samstag beim Final4 besiegelt, was sich abgezeichnet hatte: Erstmals seit 2003 beendet der THW Kiel eine Saison ohne Trophäe. Die Champions League beendete der Serienmeister am Sonntag nach der 27:29 (11:15)-Niederlage gegen Paris wie im vorigen Jahr als Vierter. „Ohne Titel ist bitter, aber keine Überraschung“, sagte Gislason. Ein kleiner Trost: Auch als Meisterschafts-Dritter kann der Club auf einen Startplatz in der Königsklasse hoffen.

Mit Leidenschaft und einem bewundernswerten Kraftakt hatten sich die Kieler im Halbfinale gegen die titellose Spielzeit gestemmt. Fast wäre der der Coup geglückt. 94 Sekunden vor Ende führte der deutsche Rekordmeister mit 25:23, brachte den Vorteil aber nicht über die Zeit. „Wir spielen einen überragenden Handball. Umso bitterer ist es, das so zu verschenken“, sagte der Trainer.

Seine Spieler hatten auf die Zähne gebissen, die Verletzungsmisere der gesamten Saison ausgeblendet und alles dafür getan, um nicht wie im Vorjahr gegen die Ungarn das Endspiel zu verpassen. Doch in der Verlängerung fehlte dann die Kraft. „Da ist irgendwann einmal die Grenze erreicht“, sagte Gislason und lobte sein Team: „Ich bin stolz auf meine Mannschaft.“

55 Pflichtspiele hatten die Kieler nach dem Spiel um Platz drei am Sonntag in den Knochen - die Nationalspieler sogar noch einige mehr. „Alle, die hier waren, haben an der Grenze gespielt und darüber hinaus“, sagte Dominik Klein, der sich nach zehn Kieler Jahren mit Tränen in den Augen von den Fans verabschiedete, weil er nach Nantes wechselt. 13 Verletzungsausfälle musste der THW im Lauf der Saison kompensieren. Sechs Spieler wurden kurzfristig nachverpflichtet. „Das war eine sehr, sehr schwierige Saison. Das war eine unglaubliche Bastelarbeit“, bilanzierte Gislason.

Geradezu flehentlich appellierten der Isländer und Manager Thorsten Storm an die Clubs der Handball-Bundesliga, künftig 16 statt 14 Spieler pro Spiel zuzulassen, damit die Belastung besser verteilt werden kann. „Wir waren teilweise nur noch wie Handball-Roboter unterwegs“, sagte Storm, „die 16 Spieler schaden keinem.“

Und Gislason ergänzte: „Die Belastung ist langsam absurd geworden. Ich habe teilweise fünf Spieler auf der Bank, die es gerade noch schaffen, sich aufs Feld zu schleppen.“

In der nächsten Saison soll alles wieder besser werden. „Ich bin mir sicher, dass der THW eine Riesen-Zukunft hat. Die neue Mannschaft wird das machen“, sagte Manager Storm. Joan Canellas (Vardar Skopje), Klein (HBC Nantes), Nikolas Katsigiannis (HC Erlangen) und Rogerio Moraes Ferreira (Vardar Skopje) verlassen den Verein. Raul Santos (VfL Gummersbach), Andreas Wolff (HSG Wetzlar), Nikola Bilyk (Fivers Margareten) und Lukas Nilsson (Ystads IF) stehen für den Umbruch.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel

Rostock. Das Juniorteam des Rostocker HC hat die Qualifikation für die A-Jugend-Bundesliga verpasst.

Kostenpflichtiger Inhalt mehr
Mehr aus Handball

Bundesliga

N-Lübbecke - Göppingen25:25
Melsungen - Eulen Ludwigshafen25:19
Magdeburg - Lemgo35:28
THW Kiel - HüttenbergSa., 20.30
Minden - Flensburg-HandewittSo., 12.30
HSG Wetzlar - TVB StuttgartSo., 12.30
Hannover-Burgdorf - GummersbachSo., 12.30
Rh.-Neckar Löwen - ErlangenSo., 15.00
RangVereinSpieleToreGgTorePunkteMinusP
1.Füchse Berlin15457403255
2.SG Flensburg-Handwitt14413342235
3.MT Melsungen15405381228
4.TSV Burgdorf14394369217
5.Rhein-Neckar Löwen13390331206
6.SC Magdeburg164934502012
7.DHfK Leipzig154254031911
8.THW Kiel144043621711
9.GWD Minden143653811315
10.TBV Lemgo153954171317
11.HSG Wetzlar143623531216
12.FA Göppingen154124201218
13.VfL Gummersbach143653931018
14.TVB Stuttgart14343381919
15.HC Erlangen14327387721
16.Eulen Ludwigshafen15352411624
17.TuS Nettelstedt15338408624
18.TV Hüttenberg14359407523
201712021556

2. Bundesliga

TuSEM Essen - Rimparer Wölfe23:21
Eintracht Hagen - Wilhelmshaven34:26
HBW Balingen - Bergischer HC29:30
Neusser HV - TV Emsdetten24:22
ASV Hamm - HG Saarlouis32:28
HSC Coburg - HSG Nordhorn30:22
Dessau-Roßlau - EHV Aue26:31
BBM Bietigheim - Lübeck-Schwartau31:28
Elbflorenz Dresden - HSG Konstanz22:25
Eintracht Hildesheim - ThSV Eisenach28:19
RangVereinSpieleToreGgTorePunkteMinusP
1.Bergischer HC17498411322
2.BBM Bietigheim17524469259
3.HL-Schwartau174464212410
4.ASV Hamm174824232311
5.HBW Balingen175044352311
6.Dessau-Roßlau174704662212
7.Rimpar Wölfe174534342113
8.HSC Coburg174534112113
9.HSG Nordhorn174354252113
10.TV Emsdetten174854711915
11.Neusser HV173924141717
12.TUSEM Essen174504561717
13.Elbflorenz Dresden174314631222
14.Eintracht Hagen174494881222
15.Eintr. Hildesheim174294581222
16.Wilhelmshavener HV174404941024
17.HG Saarlouis17425486925
18.EHV Aue17425484826
19.HSG Konstanz17450497628
20.ThSV Eisenach17428463628
201712111301

3. Liga Nord

DHK Flensborg - HF Springe27:35
Oranienburg - Barmbek23:26
SG Flensburg II - TSV Burgdorf II25:24
Altenholz - HCE Rostock28:24
MTV Braunschweig - SVM Schwerin22:28
Fredenbeck - VfL Potsdam25:29
HSV Hamburg - HSV Hannover25:25
RangVereinSpieleToreGgTorePunkteMinusP
1.TSV Altenholz8252230124
2.HSV Hamburg7216159113
3.SVM Schwerin7192165113
4.HC Oranienburg819618997
5.HF Springe515112682
6.HSV Hannover719019286
7.MTV Braunschweig718218686
8.SG Flensburg-Handewitt II616616475
9.TSV Hannover-Burgdorf II718318468
10.HCE Rostock717318668
11.DHK Flensborg8211230610
12.HG HH-Barmbek8205225610
13.Hannover-Burgwedel7178198410
14.1. VfL Potsdam8210236313
15.VfL Fredenbeck8191226313
201710151843

Handball

Handball Kreisunion MV Ost

HSG Uni Greifswald 2 - HV Altentreptow 2indiv.1
HSV Waren 2 - HV Ückeritz40:16
HSV Greif Torgelow - Torgelower SV Greif21:31

RangVereinToreGgTorePunkteMinusp.
1.HSV Waren 2703740
2.Torgelower SV Greif564631
3.HV Altentreptow 2213022
4.HSV Greif Torgelow465613
5.HSG Uni Greifswald 2222504
6.HV Ückeritz4162-15
Die besten Wettquoten der Ostsee gibt es im Bundesliga-Quotenvergleich von SmartBets.

Handball

Handball-Bundesliga Frauen

Bayer Leverkusen - VfL Oldenburg25:30
Neckarsulmer Sportunion - TuS Metzingen26:23
Buxtehuder SV - HSG Bad Wildungen31:28
SVG Celle - BVB Dortmund29:30
HSG Blomberg-Lippe - TV Nellingen37:23
Thüringer HC - SG BBM Bietigheim22:33
HC Leipzig - FA Göppingen33:27

RangVereinToreGgTorePunkteMinusp.
1.SG BBM Bietigheim857603520
2.Thüringer HC805667448
3.TuS Metzingen7586553814
4.Buxtehuder SV7727023319
5.VfL Oldenburg7477033220
6.HC Leipzig7517153022
7.BVB Dortmund6016372824
8.Bayer Leverkusen6456842230
9.HSG Blomberg-Lippe7017302032
10.FA Göppingen7157562032
11.HSG Bad Wildungen7087891537
12.Neckarsulmer Sportunion6247251339
13.TV Nellingen6478111042
14.SVG Celle601755745