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Empor macht Riesenschritt in Richtung Klassenverbleib

Empor macht Riesenschritt in Richtung Klassenverbleib

Rostocks Handballer feiern mit dem 23:19 gegen Schwartau wichtigen Sieg. Torhüter Kominek hält und trifft.

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Mit vereinten Kräften stoppen die Empor-Spieler Julius Heil, Norman Flödl und Marc Pechstein (v. l.) den Schwartauer Rickard Akermann.

Quelle: Felix König

Lübeck Es sind nur noch ein paar Sekunden auf der Uhr. René Gruszka und Jan Kominek fallen sich jubelnd in die Arme. Sie tanzen vor Freude. Die mitgereisten Fans skandieren „Auswärtssieg!“ Als der Schlusspfiff ertönt, gibt‘s kein Halten mehr. Die Handballer des HC Empor Rostock bilden eine Jubeltraube. Das Team von Trainer Aaron Ziercke hat das Nordderby beim VfL Bad Schwartau mit 23:19 (12:12) gewonnen. Für die Mecklenburger, die sich damit für die 20:24-Hinspielniederlage revanchierten, war es der erste Sieg in der „Hansehölle“ seit dem 2. September 2009 (34:33).

Klasse-Abwehr, toller Kampf, jetzt müsste der Klassenverbleib perfekt sein.“Empor-Spieler Roman Becvar (27)

Sportlich sieht‘s nach dem gestrigen Erfolg gut aus. „Klasse-Abwehr, toller Kampf, jetzt müsste der Klassenverbleib perfekt sein“, jubelte Roman Becvar. Nun muss Empor abseits des Parketts punkten.

Bis Mittwoch muss der Traditionsklub, der die Lizenz für die kommende Saison nur unter Vorbehalt erhielt, die Bedingungen erfüllen. Es geht um 80 000 Euro.

Der gestrige Sieg kam zum richtigen Zeitpunkt. Empor bot eine überzeugende Leistung — vor allem defensiv. Die Gäste begannen mit einer Spitze (Julius Heil) und präsentierten fortan nahezu sämtliche Abwehrformationen. Ob mit einem offensiven 3:3 oder einem aggressiven 6:0-Riegel — die Rostocker ließen den Gastgebern kaum Freiräume. Phasenweise wurden die gegnerischen Spieler schon an der Mittellinie attackiert. Das zeigte Wirkung, zumal HCE-Torhüter Jan Kominek glänzend aufgelegt war. Der tschechische Schlussmann entschärfte 18 Würfe, darunter Siebenmeter von Glabisch und Wischniewski. Mehr noch: Kominek krönte seine Leistung mit einem Tor. Er traf aus dem eigenen Strafraum heraus ins verwaiste gegnerische Gehäuse zum 14:12.

Empor führte Mitte der ersten Hälfte mit 7:3 (12.) und 9:5 (16.) und war in dieser Phase das klar überlegene Team. Schwartau meldete sich erst Ende der ersten Halbzeit wieder zurück und rettete sich mit einem schmeichelhaften Unentschieden in die Pause.

Die 2274 Zuschauer in der Hansehalle (Saison-Rekord), darunter 100 Gäste-Fans, sahen eine kampfbetonte Zweitliga-Partie, in der Empor schnell wieder Oberhand bekam. Gruszka und Pechstein trafen in Unterzahl zum 16:13 (39.). Zemlin setzte wenig später einen drauf — 18:14 (44.). Doch dann folgte eine Schrecksekunde. Papadopoulos blieb nach einem Wurfversuch verletzt liegen. Der Grieche krümmte sich vor Schmerzen und humpelte vom Feld. Doch nach einer mehrminütigen Behandlungspause kehrte er in der Schlussphase zurück aufs Feld. Seine Teamkollegen waren längst auf Siegkurs. Flödl erzielte das 20:15 (49.) — die erste Fünf-Tore-Führung für Empor. Pechstein traf zum 21:16 (55.). Der Rest ging im Jubel unter.

VfL Bad Schwartau: Klockmann, Mallwitz — Glabisch 6/5, Milde 3, Franke, Akermann 4, Hansen, Ranke, Waschul 1, Schult 3, Pankofer 2, Fuchs, Wischniewski, Schlichting, Hanisch.

Empor: Kominek 1, Malitz — Becvar 4, Meuser, Dethloff, Heil, Gruszka 3/1, Flödl 5, Papadopoulos 4/2, Lux 1, Zemlin 1, Trupp, Pechstein 4, J. Porath.

Siebenmeter: VfL 7/5, Empor 3/3. Strafminuten: VfL 8, Empor 6.

Von Stefan Ehlers

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