Volltextsuche über das Angebot:

11 ° / 9 ° Regenschauer

Navigation:
Magdeburg besiegt Flensburg und holt DHB-Pokal

Hamburg Magdeburg besiegt Flensburg und holt DHB-Pokal

Der SC Magdeburg ist nach 20 Jahren wieder DHB-Pokalsieger. Im Finale gewann der Bundesliga-Zehnte gegen Cupverteidiger Flensburg-Handewitt und revanchierte sich für die Niederlage im Vorjahr. Den zum neunten Mal gescheiterten Rhein-Neckar Löwen bleibt nur der Blick nach vorn.

Hamburg. Die Fans feierten schon zwei Minuten vor Schluss, auf der Bank umarmten sich die Spieler ausgelassen: Erstmals nach 20 Jahren hat der SC Magdeburg wieder den DHB-Pokal gewonnen.

Der Tabellenzehnte der Handball-Bundesliga besiegte im Endspiel in Hamburg Cupverteidiger SG Flensburg-Handewitt mit 32:30 (14:12). Zum bislang einzigen Mal hatten die Magdeburger den Pokal 1996 gewonnen. Nach dem Schlusspfiff rannten die Spieler zu ihren Anhängern und ließen sich in der Menge feiern. Mit dem Erfolg hat sich der SC Magdeburg zudem für den EHF-Pokal qualifiziert.

Vor 13 200 Zuschauern in der ausverkauften Arena revanchierte sich das Team von Trainer Bennet Wiegert damit für die Niederlage im Vorjahresfinale. Robert Weber warf zehn Tore für Magdeburg, für die Flensburger traf Kentin Mahe siebenmal. „Viele von unseren Jungs haben noch keinen Titel gehabt. Das wird lange in unseren Köpfen bleiben“, sagte Weber, der als bester Werfer des Turniers mit 22 Treffern geehrt wurde. Zudem wurden die Magdeburger Jannick Green als bester Torhüter und Michael Damgaard als bester Spieler des Final Four ausgezeichnet.

Immer wieder stemmte Trainer Bennet Wiegert vor der grün-roten Fanwand die silberne Trophäe in die Höhe. „Mir fehlen selten die Worte oder die Stimme, heute ist beides der Fall. Was für mich zählt, sind nicht einzelne Leistungen. Was für mich zählt, ist der Pokal“, sagte der 34-Jährige, der erst im Dezember das Amt übernommen hatte, und kündigte eine lange Party an: „Jetzt freue ich mich auf das, was kommt. Ich werde sicherlich nicht als Erster zu Hause sein.“

Motiviert starteten die Magdeburger ins Finale. Angetrieben vom dynamischen Rückraumspieler Michael Damgaard hieß es schnell 6:1 (13.). Die Flensburger hatten ihre Mühe mit dem Dänen, der ebenfalls erst seit dem Sommer für den Club aus Sachsen-Anhalt aufläuft. Zudem entschärfte Jannick Green im Magdeburger Tor zahlreiche Würfe seiner dänischen Auswahlkollegen Anders Eggert und Lasse Svan.

Erst nach und nach erholten sich die Norddeutschen, die ohne ihren wegen seiner Roten Karte vom Halbfinale am Vortag gesperrten Spielmacher Rasmus Lauge auskommen mussten. Beim 11:12 (27.) hatte der Pokalverteidiger den Anschluss hergestellt, ging aber mit einem 12:14-Rückstand in die Pause.

Die Magdeburger erstickten die aufkeimende Hoffnung nach Wiederanpfiff konsequent. Nach dem 17:15 (39.) setzen sie sich mit einem Zwischenspurt auf 21:16 (43.) ab. Flensburg reagierte mit einer Umstellung der Abwehr und verkürzte auf 23:25 (52.). Doch am Ende jubelten die Magdeburger.

Frustriert reisten einmal mehr die Rhein-Neckar Löwen um ihren traurigen Star Uwe Gensheimer aus Hamburg ab. Zum neunten Mal war der Nationalmannschafts-Kapitän mit seinem Club beim Final Four - zum neunten Mal fuhr er ohne Pokal heim. „Es hat einfach nicht sollen sein“, sagte er deprimiert. Im Sommer wechselt der Linksaußen für drei Jahre zu Paris St. Germain.

Bis dahin soll es endlich mit dem ersten nationalen Titel klappen. Die Meisterschaft ist zum Greifen nah. Drei Punkte Vorsprung auf Verfolger Flensburg wollen sich Gensheimer und Kollegen in den verbleibenden sechs Bundesliga-Spieltagen nicht mehr nehmen lassen. „Wir wollen nun schnell den Kopf frei kriegen für die Bundesliga. Das ist unser großes Ziel. Dafür arbeiten wir die ganze Saison“, betonte er. Und auch Spielmacher Andy Schmid ließ keinen Zweifel daran aufkommen, dass die Löwen sich reif fühlen für ihre Meister-Premiere. „Wir müssen für uns, unsere Fans und den Verein die Meisterschale holen“, stellte der Schweizer klar.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Kielce

Nach dem Scheitern in der Königsklasse wollen sich die Flensburger Handballer im DHB-Pokal schadlos halten. Im Halbfinale geht es gegen die Rhein-Neckar Löwen. Der Ärger über den K.o. von Kielce ist aber noch nicht verraucht. SG-Manager Schmäschke fordert den Videobeweis.

mehr
Mehr aus Handball

Bundesliga

Füchse Berlin - THW Kiel25:25
Melsungen - Magdeburg29:27
DHfK Leipzig - Erlangen34:24
TVB Stuttgart - Minden27:27
Lemgo - Hüttenberg31:30
Gummersbach - Flensburg-Handewitt25:29
RangVereinSpieleToreGgTorePunkteMinusP
1.Füchse Berlin10298267173
2.Rhein-Neckar Löwen9277222162
3.SG Flensburg-Handwitt10291247155
4.MT Melsungen10272261155
5.TSV Burgdorf10283273146
6.SC Magdeburg11345308148
7.DHfK Leipzig11304298139
8.TBV Lemgo10273273128
9.THW Kiel10284267119
10.FA Göppingen9240238810
11.HSG Wetzlar10260251812
12.GWD Minden10251268812
13.TVB Stuttgart10243266713
14.Eulen Ludwigshafen10249266614
15.TV Hüttenberg10262283515
16.HC Erlangen10237288515
17.VfL Gummersbach10255286416
18.TuS Nettelstedt10215277218
201710231147

2. Bundesliga

Eintracht Hagen - TuSEM Essen24:23
ASV Hamm - HBW Balingen39:28
ThSV Eisenach - BBM Bietigheim26:29
Rimparer Wölfe - Bergischer HC24:25
HG Saarlouis - HSC Coburg18:26
Dessau-Roßlau - Elbflorenz Dresden23:20
HSG Konstanz - Wilhelmshaven38:29
HSG Nordhorn - TV Emsdetten25:23
EHV Aue - Lübeck-Schwartau28:29
RangVereinSpieleToreGgTorePunkteMinusP
1.Bergischer HC10293234200
2.HL-Schwartau10249233173
3.BBM Bietigheim10303264164
4.HSG Nordhorn10270246164
5.TV Emsdetten10293271164
6.HBW Balingen10309263155
7.HSC Coburg10268231137
8.Dessau-Roßlau10274275128
9.ASV Hamm10281251128
10.Rimpar Wölfe10272263128
11.Elbflorenz Dresden10250263812
12.Eintr. Hildesheim9243263612
13.Neusser HV9207239612
14.Wilhelmshavener HV10254286614
15.HG Saarlouis10243288515
16.EHV Aue10257280416
17.Eintracht Hagen10245290416
18.TUSEM Essen10262286416
19.HSG Konstanz10262280416
20.ThSV Eisenach10239268218
201710231148

3. Liga Nord

DHK Flensborg - HF Springe27:35
Oranienburg - Barmbek23:26
SG Flensburg II - TSV Burgdorf II25:24
Altenholz - HCE Rostock28:24
MTV Braunschweig - SVM Schwerin22:28
Fredenbeck - VfL Potsdam25:29
HSV Hamburg - HSV Hannover25:25
RangVereinSpieleToreGgTorePunkteMinusP
1.TSV Altenholz8252230124
2.HSV Hamburg7216159113
3.SVM Schwerin7192165113
4.HC Oranienburg819618997
5.HF Springe515112682
6.HSV Hannover719019286
7.MTV Braunschweig718218686
8.SG Flensburg-Handewitt II616616475
9.TSV Hannover-Burgdorf II718318468
10.HCE Rostock717318668
11.DHK Flensborg8211230610
12.HG HH-Barmbek8205225610
13.Hannover-Burgwedel7178198410
14.1. VfL Potsdam8210236313
15.VfL Fredenbeck8191226313
201710151843

Handball

Handball Kreisunion MV Ost

HSG Uni Greifswald 2 - HV Altentreptow 2indiv.1
HSV Waren 2 - HV Ückeritz40:16
HSV Greif Torgelow - Torgelower SV Greif21:31

RangVereinToreGgTorePunkteMinusp.
1.HSV Waren 2703740
2.Torgelower SV Greif564631
3.HV Altentreptow 2213022
4.HSV Greif Torgelow465613
5.HSG Uni Greifswald 2222504
6.HV Ückeritz4162-15
Die besten Wettquoten der Ostsee gibt es im Bundesliga-Quotenvergleich von SmartBets.

Handball

Handball-Bundesliga Frauen

Bayer Leverkusen - VfL Oldenburg25:30
Neckarsulmer Sportunion - TuS Metzingen26:23
Buxtehuder SV - HSG Bad Wildungen31:28
SVG Celle - BVB Dortmund29:30
HSG Blomberg-Lippe - TV Nellingen37:23
Thüringer HC - SG BBM Bietigheim22:33
HC Leipzig - FA Göppingen33:27

RangVereinToreGgTorePunkteMinusp.
1.SG BBM Bietigheim857603520
2.Thüringer HC805667448
3.TuS Metzingen7586553814
4.Buxtehuder SV7727023319
5.VfL Oldenburg7477033220
6.HC Leipzig7517153022
7.BVB Dortmund6016372824
8.Bayer Leverkusen6456842230
9.HSG Blomberg-Lippe7017302032
10.FA Göppingen7157562032
11.HSG Bad Wildungen7087891537
12.Neckarsulmer Sportunion6247251339
13.TV Nellingen6478111042
14.SVG Celle601755745