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Pleite nach wilder Torejagd

Greifswald Pleite nach wilder Torejagd

Die zweite Mannschaft der SG Uni Greifswald/Loitz musste sich gegen den HSV Insel Usedom geschlagen geben

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Der Greifswalder Dennis Maß (gelb) traf zwar dreimal, fand aber wiederholt im Usedomer Torwart seinen Meister.

Quelle: Ralf Scheunemann

Greifswald. . Trotz kämpferischer Leistung verlor die zweite Mannschaft der SG Uni Greifswald/Loitz gegen den Spitzenreiter der Handballverbandsliga-Ost, HSV Insel Usedom II mit 18:22. Spielertrainer Stephan Schulz resümierte nach dem Spiel: „Wir haben anfangs unsere Struktur verloren und zu viele technische Fehler gemacht.“

Es war ein Spiel auf Augenhöhe. Dennoch waren wir zu passiv.“SG-Trainer Stephan Schulz

Die erste Hälfte des Spiels glich einer Verfolgungsjagd. Nachdem Greifswald/Loitz den Führungstreffer erzielte, glich Usedom aus und ging seinerseits in Führung. Die Gastgeber kamen wieder ran und lagen nach zehn Minuten wieder mit 5:4 in Front. Usedom legte nun deutlich zu und zog auf 9:5 davon. Die SG machte das Spiel mit zwei schnellen Toren wieder spannend. Die Usedomer ließen die Gastgeber jedoch nicht weiter herankommen. Die Insulaner bauten ihren Vorsprung auf 12:8 aus und hatten in den Schlusssekunden noch einen Angriff.

In der zweiten Halbzeit wurde es dann spannend: Kurz nach dem Anpfiff verkürzte Lars Hoffmann auf 9:12. Paul Weier hielt einen Siebenmeter und beim nächsten Gegenangriff wiederum mit starker Parade.

Hannes Naussed und Dennis Maß brachten ihre Mannschaft auf 11:12 heran. Nach acht gespielten Minuten im zweiten Durchgang glich Dennis Maß zum 13:13 aus. Die SG kämpfte mit vollstem Einsatz gegen den Spitzenreiter. Doch die Usedomer reagierten prompt und der neu eingewechselte Torwart Sebastian Antszak lief zu Höchstform auf. Er hielt drei Bälle hintereinander. Seine Mannschaft nutzte die sich bietenden Chancen und zog auf 17:14 davon. Trainer Stephan Schulz merkte hierzu an: „Antszak hat mit seiner Drittligaerfahrung entscheidend dazu beigetragen, dass wir regelrecht Angst vor dem eigenen Abschluss bekamen. Er hat die Bälle einfach klasse gehalten.“ Doch die Greifswalder kämpften weiter. Sebastian Heller verwandelte einen Siebenmeter und Julian Schramm traf zum 16:17. Bei der SG zeigte sich zunehmend die Erschöpfung des Spiels. Durch Übereifer und Unkonzentriertheiten vergaben die Gastgeber die Chance, das Spiel zu drehen. Usedom nutzte diese Fehler im Stile einer Spitzenmannschaft gnadenlos zur Spielentscheidung. Zwei Minuten vor der Schlusssirene lagen die Insulaner mit 20:17 vorn, die Greifswalder leisteten sich noch eine Zweiminutenstrafe. Am Ende stand dann ein 18:22 für die zweite Mannschaft des HSV Insel Usedom auf der Anzeigetafel. Durch diesen Erfolg bleiben die Usedomer mit einem Punkt Vorsprung Tabellenspitzenreiter vor der Handball SG Greifswald. Stephan Schulz resümierte nach Spielende: „Es war ein Spiel auf Augenhöhe. Unsere Abwehrleistung war sehr gut. Leider hat unsere eigene Passivität vor der Pause uns stark ins Hintertreffen gebracht.“

Von Ralf Scheunemann

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