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Rhein-Neckar Löwen sind erstmals Deutscher Handballmeister

Lübbecke/Mannheim Rhein-Neckar Löwen sind erstmals Deutscher Handballmeister

Uwe Gensheimer verlässt die Rhein-Neckar Löwen als Meister und schafft damit das perfekte Happy End. Für den Handballclub ist es der erst zweite Titel der Vereinsgeschichte.

Lübbecke/Mannheim. Um 16.43 Uhr reckte Uwe Gensheimer die Meisterschale in die Höhe - die Rhein-Neckar Löwen und ihr Kapitän waren am Ziel.

Sekunden nach dem goldenen Konfettiregen und unter dem Klassiker „We are the Champions“ wischte sich Gensheimer über die Augen - vor Rührung oder um sich Schweiß und Alkohol aus dem Gesicht zu wischen. „Jeder kennt unsere Geschichte, wie lange wir hart dafür gearbeitet haben. Es ist unbeschreiblich, was in uns jetzt vorgeht“, sagte Gensheimer bei Sport1. „Ich will jetzt einfach nur feiern, den Titel und die gesamte Woche, die ich hinter mir habe.“

Stunden später wird der Kapitän in Mannheim bei der Siegesparty noch einmal gefeiert. Viele Fans haben gelbe T-Shirts an - auf der Brust das stilisierte Gesicht von Uwe Gensheimer und hinten die Jahreszahlen „2003 - 2016“. So wird die Meisterfeier am Sonntagabend auch gleich eine riesige Abschiedsparty. „Uwe, Uwe“-Rufe schallen durch das Alte Eisstadion, in dem tausende blau-gelbe Fahnen unter ohrenbetäubendem Lärm vor den „Löwen“-Spieler umherwirbelten.

„Es hat ein bisschen länger gedauert - aber jetzt sind wir die Besten“, schrie Alexander Petersson begeistert in die Menge. Oft waren die „Löwen“ knapp an der Meisterschaft gescheitert - dieses Jahr dann endlich der erste Titel. Und Petersson schob an die Fans gewandt hinterher: „Ohne euch hätten wir das nie geschafft.“ Trainer Nicolaj Jacobsen fasst den Erfolg in wenigen Worten zusammen: „Harte Arbeit, sehr gute Mannschaft, sehr gute Spieler.“

Für seine Leitfigur Gensheimer, der am Mittwoch Vater wurde, hatte sich mit dem Titel ein Lebenstraum erfüllt. Er verlässt seinen Heimatverein nach dieser emotionalen Saison - und geht als deutscher Handballmeister. Als lebende Mannheimer Legende, der „seine letzte Mission“ bei seinem „Herzensverein“ vor seinem Wechsel zu Paris Saint-Germain erfüllt hat.

Vergessen sind all die Enttäuschungen und Rückschläge, nach zwei knapp verpassten Meisterschaften gelang es den Nordbadenern endlich, die silberne Schale zu erobern. „Es ist nicht gut für das Gemüt, wenn man immer hört, man gewinnt nichts. Dieser Titel ist unfassbar, heute bedeutet das Alles“, sagte der zum Spieler der Saison gewählte Andy Schmid. „Wir werden die Schale mitbringen und dann Mannheim abreißen“, sagte Europameister Hendrik Pekeler bei Sport1.

35:23 (17:10) gewannen die Löwen am letzten Spieltag beim feststehenden Absteiger TuS N-Lübbecke und krönten sich erstmals in der Vereinsgeschichte zum Meister. Entsprechend groß war der Jubel, denn das lange Leiden hat nun ein Ende, das furchtbare Trauma ist endlich besiegt. 2014 und 2015 landeten die Nordbadener jeweils auf Platz zwei hinter dem THW Kiel. Der Vize-Fluch lag seitdem auf den Löwen. Doch damit ist nun Schluss. „Heute müssen wir nur noch feiern“, rief Trainer Nikolaj Jacobsen.

Anerkennung für ihren attraktiven Spielstil ernteten die Löwen in den vergangenen Jahren reichlich. Sie spielten schnell, variantenreich, zeigten Schönes und Spektakuläres - aber sie belohnten sich nicht. Nur den EHF-Pokal holten die Mannschaft 2013, mehr Titel stehen nicht in der Vereinschronik. All das ist jetzt vergessen. Vor allem dank Meistertrainer Jacobsen.

Der Däne übernahm 2014 eine Mannschaft, die zuvor die Meisterschaft nur um zwei Treffer verpasst hatte. Der Frust saß tief, doch der Trainer traf sofort den richtigen Ton und baute sich sein Erfolgsteam zusammen, obwohl der Etat (geschätzte 5,5 Millionen Euro) regelmäßig gekürzt wurde und er vor dieser Saison mit Weltklasse-Torwart Niklas Landin und Kreisläufer Bjarte Myrhol zwei langjährige Leistungsträger verlor. Jacobsens Erfolgsrezept: stark verteidigen, schnell kontern.

Keine Mannschaft kassierte in der vergangenen Saison weniger Gegentore als die Löwen, die gleich mehrere Abwehr-Varianten beherrschen. „Die Deckung ist die Basis. Sie ist der Grund dafür, warum wir auf dem ersten Platz stehen“, sagt der Trainer, der sich im Angriff stets auf Ausnahmespieler Schmid verlassen konnte. „Wenn er schlecht spielt, sind wir als Mannschaft oft nicht gut“, weiß Jacobsen um die Abhängigkeit vom Schweizer.

Die nächsten vier Jahr kann der Trainer aber zumindest mit dem genialen Superhirn planen, Schmid verlängerte seinen Vertrag bis 2020. „Sein Verbleib ist ein klares Zeichen, dass man auch in Zukunft mit den Rhein-Neckar Löwen rechnen muss“, sagte Roggisch.

dpa

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Mannheim

Weltklasse-Handballer Uwe Gensheimer kann mit den Rhein-Neckar Löwen zum ersten Mal deutscher Meister werden. Für den 29-Jährigen wäre der Titelgewinn nach 13 Jahren bei seinem Heimatverein ein krönender Abschluss. Er wechselt nach der Saison ins Ausland.

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Handball

Handball-Bundesliga Männer

SC Magdeburg - TVB Stuttgart27:26
Flensburg-Hand. - Bergischer HC32:25
THW Kiel - GWD Minden23:23
MT Melsungen - Füchse Berlin28:28
HC Erlangen - FA Göppingen30:26
Rhein-N. Löwen - HSC Coburg33:20
HSG Wetzlar - DHfK Leipzig24:23
Balingen-Weilstet. - TBV Lemgo27:27
VfL Gummersbach - Hannover-Burgd.30:26

RangVereinToreGgTorePunkteMinusp.
1.Rhein-Neckar Löwen772644475
2.Flensburg-Handew.808632466
3.THW Kiel7706624311
4.Füchse Berlin7826964212
5.SC Magdeburg7647243915
6.HSG Wetzlar7056863222
7.DHfK Leipzig6996803024
8.MT Melsungen7397312628
9.HC Erlangen7137262628
10.Hannover-Burgdorf7607582232
11.GWD Minden6667432232
12.FA Göppingen7447662133
13.VfL Gummersbach6867471737
14.TBV Lemgo7357881638
15.Bergischer HC6867691539
16.Balingen-Weilstetten6467341539
17.TVB Stuttgart6397081436
18.HSC Coburg673793945

Handball

Handball 2. Bundesliga Männer

Nordhorn-Lingen - HC Empor Rostock36:14
TuS N-Lübbecke - TuSEM Essen28:23
TV Emsdetten - ASV Hamm29:26
BBM Bietigheim - SG Leutershausen25:24
ThSV Eisenach - Dessau-Roßlauer HV23:24
EHV Aue - HG Saarlouis36:25
TV Hüttenberg - TV Neuhausen34:28
TuS Ferndorf - TSG Ludwigshafen-Friesenheim23:29
VfL Bad Schwartau - Wilhelmshavener HV29:25
HSG Konstanz - DJK Rimpar29:28

RangVereinToreGgTorePunkteMinusp.
1.TuS N-Lübbecke9217895410
2.BBM Bietigheim9148624618
3.TV Hüttenberg8668014319
4.DJK Rimpar8668234222
5.VfL Bad Schwartau8257624024
6.TSG Ludwigshafen-Friesenheim8618223923
7.Nordhorn-Lingen8448073430
8.ThSV Eisenach8458443430
9.TV Emsdetten8858683133
10.Dessau-Roßlauer HV8208353133
11.EHV Aue8448463034
12.HSG Konstanz8268943034
13.HG Saarlouis8638982836
14.Wilhelmshavener HV8808862737
15.TuSEM Essen8418662737
16.SG Leutershausen7858272636
17.ASV Hamm8698542638
18.TuS Ferndorf7948622143
19.TV Neuhausen8589261846
20.HC Empor Rostock792927953

Handball

Handball Kreisunion MV Ost

HSG Uni Greifswald 2 - HV Altentreptow 2indiv.1
HSV Waren 2 - HV Ückeritz40:16
HSV Greif Torgelow - Torgelower SV Greif21:31

RangVereinToreGgTorePunkteMinusp.
1.HSV Waren 2703740
2.Torgelower SV Greif564631
3.HV Altentreptow 2213022
4.HSV Greif Torgelow465613
5.HSG Uni Greifswald 2222504
6.HV Ückeritz4162-15

Handball

Handball-Bundesliga Frauen

HSG Blomberg-Lippe - Thüringer HC27:31
TV Nellingen - HSG Bad Wildungen31:29
Neckarsulmer Sportunion - SVG Celle17:17
HC Leipzig - BVB Dortmund27:23
TuS Metzingen - SG BBM Bietigheim23:24
Bayer Leverkusen - Buxtehuder SV20:28
FA Göppingen - VfL Oldenburg27:27

RangVereinToreGgTorePunkteMinusp.
1.SG BBM Bietigheim664446400
2.Thüringer HC634513364
3.TuS Metzingen5875053010
4.Buxtehuder SV5995422416
5.HC Leipzig5625312416
6.BVB Dortmund4594822119
7.VfL Oldenburg5485412020
8.FA Göppingen5575681723
9.Bayer Leverkusen4875291624
10.HSG Blomberg-Lippe5265581426
11.HSG Bad Wildungen5255921327
12.Neckarsulmer Sportunion469560931
13.TV Nellingen499625931
14.SVG Celle458582733

Handball

Handball 2. Bundesliga Frauen

Hannover-Badenstedt - Bensheim Auerbach23:24
BSV Sachsen Zwickau - Kurpfalz Bären29:24
TG Nürtingen - Werder Bremen29:27
SG Herrenberg - TV Beyeröhde28:22
HC Rödertal - DJK/MJC Trier33:24
TuS Lintfort - SGH Rosengarten24:30
TSV Haunstetten - FSG Mainz/Budenheim25:21
HSG Kleenheim - Union Halle-Neustadt25:22

RangVereinToreGgTorePunkteMinusp.
1.Bensheim Auerbach686564473
2.SGH Rosengarten6916273119
3.TV Beyeröhde7346953020
4.Union Halle-Neustadt6866722921
5.HC Rödertal6386062822
6.TG Nürtingen6326332721
7.DJK/MJC Trier6886812624
8.HSG Kleenheim6536602624
9.Kurpfalz Bären6946812327
10.FSG Mainz/Budenheim6596762327
11.BSV Sachsen Zwickau6746972030
12.Hannover-Badenstedt6867191929
13.Werder Bremen6837311931
14.TSV Haunstetten5736411733
15.SG Herrenberg5325511630
16.TuS Lintfort6637381535