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Eine junge Rostockerin läuft gegen ihre Migräne — mit Erfolg

Rostock Eine junge Rostockerin läuft gegen ihre Migräne — mit Erfolg

15 Jahre lang litt Cindy Scharlock an Migräne. Starke Kopfschmerzen, Lichtempfindlichkeit, Schwindelgefühle, Übelkeit — damit hatte die Rostockerin fast täglich zu kämpfen.

Rostock. 15 Jahre lang litt Cindy Scharlock an Migräne. Starke Kopfschmerzen, Lichtempfindlichkeit, Schwindelgefühle, Übelkeit — damit hatte die Rostockerin fast täglich zu kämpfen. Bis sie mit dem Laufen anfing. Seitdem hat sich die Migräne auf ein bis zwei Anfälle pro Monat reduziert.

„Es war eine heftige Zeit. Es gab kaum einen Tag, an dem ich nicht mit den starken Schmerzen zu kämpfen hatte“, sagt die 27-Jährige. Unzählige Besuche bei verschiedenen Ärzten — auch Neurologen — hätten lange wenig bis gar nichts gebracht. „Erst als ich 2011 mit dem Laufen angefangen habe, wurde es langsam besser“, erinnert sie sich. Hinzu gekommen sei, dass ihre Frauenärztin ihr riet, die Pille wegen der Hormonbelastung abzusetzen. „Damals bin ich Stück für Stück dem Strudel aus permanenten Kopfschmerzen entkommen“, sagt die Bankkauffrau.

Den Ausschlag habe letztlich ihr Mann gegeben. André Scharlock ist selbst Marathonläufer. Cindy Scharlock hatte ihn über viele Jahre zu Laufveranstaltungen begleitet und angefeuert: „Dort bekam ich als Zuschauerin schon ein Gänsehaut-Feeling. Ich dachte immer daran, wie toll es erst als Teilnehmer sein muss.“

Als die Rostockerin dann selbst mit dem Laufen begann, hätte sie zunächst nicht einmal 500 Meter ohne Pause geschafft. Heute läuft sie zwei- bis dreimal in der Woche. „Am liebsten durch die Rostocker Südstadt und dann eine große Runde bis nach Sildemow. Im Sommer ist das einfach toll und vor allem sehr ruhig“, schwärmt Cindy Scharlock. Im Winter laufe sie lieber dort, wo alles beleuchtet ist, zum Beispiel in Biestow. Dort geht es auch an der Dorfkirche vorbei. „Ich setze mir dabei keine bestimmten Strecken als Ziel. Ich laufe lieber auf Zeit — meistens 45 bis 60 Minuten und ganz ohne Druck.“

Laufen ist zum richtigen Familiensport geworden. „Sogar mein dreijähriger Sohn läuft schon gerne kleine Strecken mit uns und erinnert uns vor allem immer an das Dehnen nach dem Sport“, sagt Cindy Scharlock und schmunzelt.

Ein Leben ohne Laufen will sich die junge Mutter lieber nicht mehr vorstellen. „Ich bin wirklich sehr glücklich, der Migräne entkommen zu sein“, sagt sie.

Von Michaela Krohn

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