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Er träumt von New York und läuft auf dem Darß

Stralsund Er träumt von New York und läuft auf dem Darß

Sie ist tief drin in seinem Kopf — die Vorstellung, wie er auf die berühmte Fifth Avenue einbiegt, dem Central Park entgegenschwebt, das Ziel erreicht beim New York ...

Stralsund. Sie ist tief drin in seinem Kopf — die Vorstellung, wie er auf die berühmte Fifth Avenue einbiegt, dem Central Park entgegenschwebt, das Ziel erreicht beim New York Marathon, dem weltweit wichtigsten seiner Kategorie. „Irgendwann werde ich das machen, ich weiß nur noch nicht, wann genau“, sagt Christian Ramlow.

Seine Gegenwart heißt Darß-Marathon. „Auch das ist eine wunderschöne Strecke, eine der schönsten in Deutschland“, meint der 43-Jährige. Fünf Mal ist er dort schon gelaufen, vom Startpunkt Wieck über Prerow in den Darßwald, zurück Richtung Ahrenshoop und über Born ins Ziel zurück nach Wieck. Sein sechstes Mal steht am 24. April an — Ramlows erstes großes Saisonziel und das wichtigste neben dem Berlin-Marathon im September und dem Rügenbrückenmarathon im Oktober.

Der Stralsunder von der Fachhochschulsportgemeinschaft aus der Hansestadt ist kein Profi, er arbeitet im Greifswalder Mediamarkt als Verkäufer in der Fotoabteilung, aber als Leistungssportler kann man ihn ruhig bezeichnen, auch wenn er bis zu seinem 36. Lebensjahr nie Sport gemacht hat.

„Ich habe dann einfach angefangen, weil ich mich bewegen wollte“, erzählt Christian Ramlow. Erst habe er nur 2-Kilometer-Runden geschafft, doch er wurde schnell besser, schaffte noch in seinem ersten Jahr als Läufer in Rostock 2009 seinen ersten Marathon. Da habe ihn die Laufsucht gepackt. Jedes Jahr folgten zwei weitere lange Kanten.

Heute trainiert er 60 Kilometer pro Woche, gehört zur Stralsunder Laufgruppe um den dortigen Oberbürgermeister Alexander Badrow (CDU). Ramlows Ehefrau Kerstin unterstützt die Leidenschaft. Sohn Luca-Joel (15), ein guter Nachwuchsfußballer, begleitet den Papa ab und an beim Laufen. Der freut sich auf die neue Saison: „Ich fühle mich topfit, will Marathon-Zeiten unter 3:30 Stunden hinlegen.“.

Damit‘s läuft, hat Christian Ramlow ein ungewöhnliches Ritual. Vor jedem Rennen isst er eine Pizza, dünn belegt, viel Teig. „Das hat vor dem ersten Marathon funktioniert, das behalte ich bei“, sagt er. Gute Pizza machen sie übrigens auch in „Big Apple“ New York . . .

Von Alexander Loew

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