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Meister-Trainer: Bewegung ist Gold wert

Rostock Meister-Trainer: Bewegung ist Gold wert

Mit systematischem Formaufbau ist für Einsteiger und Fortgeschrittene beim Laufen vieles möglich, sagt Klaus- Peter Weippert.

Rostock. Klaus-Peter Weippert weiß, wie man erfolgreiche Läufer formt: „Wer mit Laufen fit werden will, sollte sich am besten einer Laufgruppe anschließen und unter Anleitung trainieren“, rät der Rostocker Trainer. Auf diese Weise könne man schon innerhalb von zwölf Wochen Erfolge erzielen. Es gehe zwar auch im Alleingang, aber 80 bis 90 Prozent der Menschen falle es schwer, sich zu überwinden, weiß der Profi. Vielen falle es einfach schwer, den inneren Schweinehund zu besiegen.

Das gemeinsame Training in der Gruppe hat viele Vorteile, erklärt der Sportwissenschaftler: Man ist mit Gleichgesinnten unterwegs, kommuniziert, spornt sich gegenseitig an und werde gemeinsam fitter.

„Bewegung ist Gold wert“, wirbt Weippert. Neben zunehmender Fitness bringe Laufen noch viele andere Vorteile: „Wer sich anstrengt und sein Ziel erreicht, wird zufriedener. Man kann stolz sein, etwas geleistet zu haben.“ Außerdem, so Weippert, lässt man beim Training im Wald viele Alltagsprobleme hinter sich und tut Gutes für die eigene Gesundheit.

Der 61-Jährige, der beim Triathlon-Club Fiko Rostock Bundes- und Landeskaderathleten in der Leichtathletik und im Triathlon betreut, unterscheidet zwei Leistungsgruppen: Anfänger und Fortgeschrittene. „Je nachdem zu welcher Gruppe man gehört, sollte das Trainingspensum ausgerichtet sein“, erklärt der Diplom-Sportlehrer. Seine Laufphilosophie für alle lautet, sich über kürzere Distanzen an die längeren heranzutasten.

Bevor es auf die Strecke geht, sei in jedem Fall eine sorgfältige Erwärmung, beispielsweise mit Gymnastikübungen, notwendig. Dabei komme es vor allem darauf an, den Hüftbeuger, den Oberschenkelstrecker und -beuger sowie die Wadenmuskulatur zu dehnen, um Verletzungen zu vermeiden. Wichtig ist es zudem, nach jedem Training Dehnungs- und Stabilisationsübungen einzubauen. Hier die wichtigsten Tipps vom Lauf-Experten Klaus-Peter Weippert:

Anfänger: Wer nach einer langen Pause mit dem Laufen beginnen möchte, sollte es nicht übertreiben und nicht versuchen, sofort 20 oder 30 Minuten ununterbrochen zu laufen.

Ziel sollte sein, seine Ausdauer kontinuierlich zu verbessern.

Zu Beginn des Trainings sind lockere Läufe über achtmal 200 Meter oder achtmal eine Minute empfehlenswert. Dazwischen sollten Geh- und/oder Stehpausen eingelegt werden, etwa eine bis anderthalb Minuten sind angemessen.

Das Training sollte an zwei Tagen pro Woche absolviert werden. Das Pensum kann nach zwei bis drei Wochen auf achtmal 300 Meter gesteigert werden.

Nach sechs Wochen sollten auch Anfänger in der Lage sein, achtmal 500 Meter zu schaffen. Ziel sollte es im weiteren Verlauf sein, eine halbe Stunde am Stück laufen zu können. 99 Prozent aller, die nach diesem Programm trainieren, schaffen das auch. Pro Trainingseinheit sind zwischen 60 und 80 Minuten einzuplanen.

Fortgeschrittene: Wer im Winter sein Training nicht eingestellt hat, kann mit Läufen über achtmal 300 oder achtmal 400 Meter beginnen und die Umfänge langsam steigern.

Zwei Trainingseinheiten pro Woche sind auch für Fortgeschrittene ausreichend. Wer sich zeitlich verbessern will, sollte im Training auch mal den Wohlfühlbereich verlassen. Da sie schneller laufen als Anfänger, schaffen Fortgeschrittene in der empfohlenen Trainingszeit von 60 bis 80 Minuten mehr.

Für Anfänger wie Fortgeschrittene ist es generell sinnvoller, häufiger und dosierter zu trainieren, als einmal und dabei zu viel zu wollen. Im Klartext: Besser dreimal einen Kilometer laufen als einmal drei.

Ein Muskelkater ist ein Zeichen dafür, zu schnell gelaufen zu sein. Ein gesunder Ehrgeiz ist gut, übertreiben sollte man es aber nicht. Laufen sollte nicht in Stress ausarten.

Von Christian Lüsch

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