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Mit 82 Jahren noch fit wie ein Turnschuh

Garz Mit 82 Jahren noch fit wie ein Turnschuh

Horst Trettin (Usedom) läuft pro Woche 20 Kilometer

Garz. Der Mann hat Ausdauer! In der Usedomer Laufszene kennt jeder Horst Trettin aus Garz. Er gehört zum Urgestein der sportlichen Szene auf der Insel, denn mit 82

Jahren ist er immer noch aktiv. Mehrmals in der Woche spult der zweifache Urgroßvater seine Runden ab. „Ich bin Mitglied beim Swinemünder Jogging-Club. 20 Kilometer in der Woche sind bei mir normal“, sagt er stolz. Erst am vergangenen Wochenende war Horst Trettin zwischen Swinemünde und Bansin sportlich unterwegs. „Der Halbmarathon war an der Reihe“, betont er. Doch die gesamte Distanz von rund 21 Kilometern lief er nicht. „Ich habe bei 15 Kilometern aufgehört. Das ist für mich vollkommen in Ordnung. Ich laufe immer so, dass ich keinen Muskelkater bekomme. Es soll ja Spaß machen“, erklärt er.

Horst Trettin ist ein Urgestein des Usedom-Marathons, der in diesem Herbst zum 37. Mal stattfindet. Auf dem heimischen Grundstück im Inselsüden richtete sich der 82-jährige Insulaner sein kleines Sportlerzimmer ein. Kistenweise Urkunden, etliche Pokale und Medaillen an der Wand zeugen von den Aktivitäten des Rentners. An der Wand hängen Bilder mit anderen Läufern und Freunden. Der Garzer gehört zu den ersten Sportlern, die sich im Jahr 1979 auf die Distanz von 42,195 Kilometern zwischen Swinemünde und Wolgast wagten. „Der Usedom-Marathon ist so abwechslungsreich und eine tolle Strecke. Die Belohnung kommt dann immer kurz hinter Bannemin, wenn die Kirchturmspitze von St. Petri zu sehen ist. Dann weiß ich: Es ist nicht mehr weit.“

Wenn es nach ihm geht, möchte er noch viele Jahre laufen. „Viele Freunde in meinem Alter sitzen im Rollstuhl oder laufen am Krückstock. Da bin ich oft froh, dass ich mit dem Laufen angefangen habe“, sagt er mit einem Lächeln auf den Lippen.

Der letzte Marathon ist bei Horst Trettin schon ein paar Jahre her, aber er kommt immer zur Start- und Ziellinie nach Wolgast und feuert die Sportler an — mit dem Fahrrad allerdings. „Für mich ist das ein sportlicher Ausflug mit dem Rad. Dabei bleibe ich fit“, sagt der rüstige Rentner, der noch auf viele Läufe hofft.

Von Hannes Ewert

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