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Diskus-Talent Claudine Vita holt zum großen Wurf aus

Rostock Diskus-Talent Claudine Vita holt zum großen Wurf aus

MV hat in dieser Saison einige Eisen im Feuer / „Schwere Jungs“ jetzt in Sachsen

Rostock. Mit den ersten wärmenden Sonnenstrahlen sind die Leichtathleten wieder ins Freie gezogen. Während Mecklenburg-Vorpommerns Vorzeige-Athletin und Stabhochspringerin Martina Strutz heute auf dem Marktplatz von Recklinghausen ihr Saisondebüt gibt, haben andere schon erste Duftmarken gesetzt.

Beispiel: Claudine Vita. In Wiesbaden überraschte die 20-Jährige als Diskus-Siegerin vor wenigen Tagen mit der neuen persönlichen Bestweite von starken 63,47 Metern. Zuvor hatte die Neubrandenburgerin bereits bei der Hallen-EM im März in Belgrad mit Platz fünf im Kugelstoßen (18,09 m) für Furore gesorgt. „Eigentlich hatte ich nur die Top acht angepeilt und wollte meine Bestleistung bestätigen. Die Weite und der Platz haben mich dann schon überrascht“, freute sich die Sportsoldatin.

„Da ist ein unwahrscheinlicher Ruck durch sie gegangen, sie hat angebissen“, meint ihr Trainer Dieter Kollark, der bereits Astrid Kumbernuss und Franka Dietzsch zu olympischen und Weltmeister-Ehren geführt hat. Nach dem Ende der Hallensaison hat sich Vita nur noch mit dem Diskus auf die Freiluftsaison vorbereitet. Damit wird die U-20-Europameisterin von 2015 auch am Wochenende bei den Werfertagen in Halle/Saale starten. „Danach entscheiden wir, ob es mit Kugel oder Diskus weitergeht“, sagt Kollark.

Mit der Scheibe hat Claudine Vita die wohl stärkste Konkurrenz im eigenen Land. 2016 war sie national nur die Nummer fünf hinter Julia Fischer (Berlin), Nadine Müller (Halle), Shanice Craft (Mannheim) und der gebürtigen Greifswalderin Anna Rüh (SC Magdeburg). Obwohl sie die Norm für die WM im August in London (61,20 m) schon zwei Mal geschafft hat, wird es schwer für die Neubrandenburgerin, sich in diesem Klassefeld durchzusetzen.

De facto gesetzt ist Claudine Vita im Juli für die U-23-EM im polnischen Bydgoszcz. „Das ist mein Höhepunkt des Jahres – egal ob ich mich für London qualifiziere oder nicht“, sagt die Werferin. Die Ziele für ihren Doppelstart: „Mit dem Diskus peile ich schon Gold an, mit der Kugel wäre eine Medaille super.“

Claudine Vita und Martina Strutz sind die einzigen Leichtathletinnen aus MV im Top-Team des DLV. Neben ihnen gehören sieben weitere, zumeist jüngere Sportler zum deutschen B-Kader. Dahinter sind 16 Talente im C- und D/C-Kader gelistet. „Von den Zahlen her sind das stabile Größen“, stellt Leichtathletik-Landestrainer Ralf Ploen fest: „Aber der Sprung zu den internationalen Meisterschaften wird schwierig.“ Höhepunkte 2017 sind für den Nachwuchs neben der U-23-EM in Polen noch die Junioren-EM in Grosseto/Italien und die U-18-WM in Kenias Hauptstadt Nairobi.

Aussichtsreiche Kandidaten sind traditionell die „schweren Jungs“. Kugelstoßer Patrick Müller (21/SCN), der in Chemnitz unter Erfolgscoach Sven Lang trainiert, hat im Winterwurf-Europacup auf Cran Canaria die EM- Norm erfüllt. Auch Christian Jagusch (24/1. LAV Rostock) schloss sich inzwischen der Trainingsgruppe um Weltmeister David Storl (26/ SC DHfK Leipzig) an. Seine vergangene Saison beim LAV führte bei dem Neubrandenburger nicht zum erhofften Leistungssprung. „Christian ist die große Unbekannte in diesem Jahr“, meint Landestrainer Ploen. „Für uns wäre wichtig, dass er zu alter Leistungsstärke zurückkehrt.“ Heißt: Stöße um 20 Meter. Für eine Luftveränderung hat sich zudem Diskuswerfer Merten Howe (19/SCN) entschieden. Er trainiert in Leipzig, will in Sachsen auch studieren.

Man müsse abwarten, ob sich der Mecklenburger, der weiterhin für MV startet, gegen die nationale Konkurrenz im Kampf um ein Ticket zur U-23-EM durchsetzen kann, meint Ploen. Gleiches gilt für die aus Bad Doberan stammende Diskuswerferin Laura Kempka (SCN), die wegen Knieproblemen „einen schwierigen Weg vor sich hat“.

Dagegen blickt Sophie Weißenberg (20/SCN) auf ein glänzendes Jahr zurück. Die Siebenkämpferin wurde 2016 U-20-Vizeweltmeisterin im Weitsprung. Für die Mecklenburgerin aus dem Elite-Juniorteam gilt es nun, diesen Erfolg zu bestätigen und möglichst den Sprung zur U-23-EM zu schaffen.

Kai Rehberg

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