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Schwanitz und Storl holen Hallentitel

Deutsche Hallen-Meisterschaft Schwanitz und Storl holen Hallentitel

Mit 30 bis 35 Athleten will der DLV bei den Hallen-Europameisterschaften Anfang März in Belgrad starten. In der Leipziger Arena überzeugten vor allem die Sprinter und Kugelstoßer Storl. Doppelt glücklich war Christina Schwanitz.

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Christina Schwanitz ist neue deutsche Meisterin in der Halle.

Quelle: Jan Woitas

Leipzig. Die schwangere Christina Schwanitz bejubelte ihren vierten Titel, dann kam die Siegerfaust auch bei ihrem sächsischen Kugelstoß-Kollegen David Storl.

Auf die beiden Freiluft-Europameister des Deutschen Leichtathletik-Verbandes ist auch in der Halle Verlass. Storl gewann am ersten Tag der nationalen Titelkämpfe in Leipzig mit 20,98 Metern, zuvor hatte sich Top-Favoritin Schwanitz mit 18,50 Metern sicher durchgesetzt. Zwei Wochen vor der Hallen-EM in Belgrad überraschten ein Nobody und ein Riesentalent als neue Sprintmeister.

Hürdensprint-Europameisterin Cindy Roleder musste sich bei ihrem Heimspiel dagegen um 5/100 Sekunden geschlagen geben. Vor 3500 Zuschauern in der ausverkauften Arena der Messestadt stürmte die 27-Jährige vom SV Halle zwar in persönlicher Bestzeit von 7,84 Sekunden ins Ziel, den Titel über 60 Meter Hürden schnappte ihr aber Dauerrivalin Pamela Dutkiewicz vom TV Wattenscheid (7,79) weg.

Nobody Michael Bryan verblüffte alle in der Halle: Der Überraschungssieger von der TSG 1862 Weinheim gewann die 60 Meter in 6,67 Sekunden vor den Wattenscheidern Maurice Huke und Robin Erewa (beide 6,68). Danach stürmte Gina Lückenkemper zu ihrem ersten Hallentitel. Das Sprinttalent von der LG Olympia Dortmund gewann in 7,14 Sekunden vor Rebekka Haase (7,16) und Lisa Mayer (7,18).

Sechs der Finalistinnen hatten die EM-Norm (7,28 Sekunden) bereits vor den Meisterschaften erfüllt. Der DLV kann aber nur ein Sprint-Trio für den Höhepunkt der Hallensaison nominieren.

Vor allem Storl und Dutkiewicz, aber auch Roleder und die Sprinter fahren damit als chancenreiche Medaillenkandidaten zur Hallen-EM vom 3. bis 5. März nach Belgrad. Welt- und Europameisterin Schwanitz wird in der serbischen Hauptstadt allerdings fehlen: Die 31-Jährige vom LV 90 Erzgebirge wird erstmals Mutter und bestreitet im WM-Jahr 2017 keinen Wettkampf mehr. Das verriet sie am Samstag nach ihrem Sieg.

Zuvor hatte sich Schwanitz mit ihrem vierten nationalen Hallentitel von den Fans verabschiedet. Vor 3500 Zuschauern in der ausverkauften Arena gewann die Top-Favoritin mit der deutschen Saisonbestweite von 18,50 Metern. Als Zweite mit 17,28 Metern verfehlte U20-Weltmeisterin Alina Kenzel (Waiblingen) die EM-Norm um 42 Zentimeter.

Stabhochsprung-Siegerin Lisa Ryzih aus Ludwigshafen gewann mit 4,65 Metern - am deutschen Hallenrekord (4,78) scheiterte die Olympia-Zehnte dann dreimal. Im Hürdensprint-Finale der Männer erkämpfte der Leipziger Erik Balnuweit in starken 7,62 Sekunden seinen fünften Titel seit 2013 in Serie.

Zur EM will der DLV ein Team mit 30 bis 35 Athleten nach Belgrad schicken. Trotz der Weltmeisterschaften im August in London ist 2017 „ein Übergangsjahr“, sagte Idriss Gonschinska, Leitender Direktor Sport und Cheftrainer.

Nach fast 17 Jahren als DLV-Präsident wird Clemens Prokop auf dem Verbandstag im Herbst nicht mehr kandidieren. Das teilte der 59 Jahre alte Jurist am Samstag mit. „Nach nahezu 25 Jahren Mitgliedschaft im Präsidium und einer fast 17-jährigen Amtszeit als Präsident ist es für mich Zeit, mein Leben neben dem Beruf neu zu organisieren“, sagte DLV-Chef Prokop. Als sein Nachfolger soll Jürgen Kessing, Oberbürgermeister von Bietigheim-Bissingen, vom DLV-Verbandstag Mitte November in Darmstadt gewählt werden.

dpa

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