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20 Zentimeter am Gold vorbei: Freund feiert WM-Silber

Falun 20 Zentimeter am Gold vorbei: Freund feiert WM-Silber

Severin Freund bangte, biss sich vor Spannung auf die Finger und blickte voll Anspannung auf die Anzeigetafel.

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Severin Freund sicherte sich bei der WM in Falun Silber.

Quelle: Hendrik Schmidt

Falun. Severin Freund bangte, biss sich vor Spannung auf die Finger und blickte voll Anspannung auf die Anzeigetafel. Als die „1“ hinter dem Norweger Rune Velta aufleuchtete, gab es dennoch keine Spur der Enttäuschung in seinem Gesicht.

Der Rastbüchler holte mit Silber beim Springen von der Normalschanze am Samstag in Falun die von allen so sehr herbeigesehnte erste Einzelmedaille bei Weltmeisterschaften für die junge Generation im Kader von Bundestrainer Werner Schuster. Zuletzt hatte Martin Schmitt bei der WM 2009 in Liberec auf dem Podest gestanden. Dass am Ende 0,4 Punkte oder umgerechnet etwa 20 Zentimeter am Titelgewinn fehlten, war in der Stunde des Jubels für Freund fast nebensächlich.

„Was für ein geiler Wettkampf und was für ein grandioses Ende für mich“, sprudelte es aus dem 26-Jährigen nur so heraus. Ein kleiner Wackler nach dem Aufsprung im ersten Versuch kosteten ihm den durchaus möglichen Titel, denn mit 95,5 und 96 Metern stand er in beiden Versuchen die größten Weiten. „Ich hatte versucht, den Telemark zu setzen und das war mir auch ganz gut gelungen. Aber dann ist mir der linke Ski etwas weggelaufen“, erklärte Freund und fügte an: „Das ist brutal bestraft worden“.

So sah es auch Schuster, der bereits nach dem zweiten Sprung von Freund eine Medaille sicher und sein Glück ins Abendrot über Falun geschrieen hatte. „Der Titel war sicher möglich, aber Sevi ist in einer großartigen Form. Sein zweiter Sprung war nahezu perfekt. Es passt zu seiner Karriere, denn er ist ein Mann der kleinen Schritte“, meinte der Coach. Er lobte seinen Musterschüler: „Es war ein toller Wettkampf von ihm. Er hat sich von Tag zu Tag hier gesteigert und seine Leistung wieder genau zum richtigen Zeitpunkt abgerufen.“ Für den Bundestrainer war es der erhoffte Start: „Jetzt haben wir schon eine Medaille, das nimmt Druck“, sagte er.

Bereits am Sonntag gibt es im Mixed-Wettbewerb die nächste Chance. Für den DSV werden Weltmeisterin Carina Vogt, Katharina Althaus, Freund und Richard Freitag an den Start gehen.

Freunds Teamkollegen, die alle überzeugten und unter die besten Elf kamen, freuten sich für ihren Teamkollegen. „Man muss vor ihm den Hut ziehen“, sagte Freitag, der Siebter geworden war. Auch Andreas Wellinger zeigte Respekt vor Freund. Er selbst ersprang bei seinem Comeback bei den „Großen“ nach seinem schweren Sturz von Kuusamo im November einen guten elften Platz. Marinus Kraus, der sich einen Rang vor Wellinger einordnete, meinte: „Sevi war super. Er springt seit Olympia einfach sensationell.“ In Sotschi waren Wellinger, Kraus und Freund gemeinsam mit Andreas Wank Mannschafts-Olympiasieger geworden.

In Rune Velta gab es einmal mehr auf der Normalschanze einen Überraschungs-Weltmeister. Der 25-jährige Norweger sicherte sich erstmals in seiner Karriere einen großen Titel und konnte sein Glück kaum in Worte fassen. „Vor heute hätte ich es nicht geglaubt, dass so etwas möglich wäre. Aber ich hatte einen super Probedurchgang und habe das in den Wettkampf gebracht. Jetzt bin ich Weltmeister“, meinte Velta.



dpa

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