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Abgesattelt: Aus für zwei große Reitturniere im Land

Rostock Abgesattelt: Aus für zwei große Reitturniere im Land

2017 fallen der KMG-Cup in Sommerstorf und das Schweriner Hallenevent weg

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Einer der erfolgreichsten Springreiter in Mecklenburg-Vorpommern: Derby-Sieger Holger Wulschner (52) aus Groß Viegeln. FOTO: RAINER SCHULZ

Rostock. Das sind keine guten Nachrichten für die Pferdesportfreunde in MV: Mit dem Hallenturnier Schwerin Jumping International und dem KMG-Cup in Sommerstorf bei Waren wurden zwei hochkarätige Wettbewerbe für das kommende Jahr abgesagt. Ersatz ist nicht geplant.

Zwei CSI-Turniere in MV

2017 finden nur zwei internationale Pferdesport-Turniere in MV statt. Das Pferdefestival in Redefin (12. bis 14. Mai) ist der Auftakt in die grüne Saison im Land. Die DKB-Pferdewochen Rostock in Groß Viegeln (14. bis 16. Juli) werden erstmals als CSI mit vier Sternen ausgetragen.

Der KMG-Cup hatte sich als dritte große Springreit-Veranstaltung in MV neben dem Pferdefestival Redefin und den DBK-Pferdewochen in Groß Viegeln bei Rostock etabliert. Nach 16 Jahren kommt nun das Aus. Grund ist ein Besitzerwechsel auf dem Landgestüt Sommerstorf. Eigentümer Wolfgang Neubert, Gründer und Aufsichtsratsvorsitzender der KMG-Klinikgruppe (u.a. mit Krankenhäusern und Reha-Einrichtungen in Güstrow, Boizenburg, Plau am See) hat nach jahrelangen Bemühungen um einen Verkauf der Anlage nun einen Interessenten gefunden. Dessen Namen will der 61-Jährige jedoch noch nicht verraten, „da die Verhandlungen noch nicht abgeschlossen sind“.

Ob der malerische „Alte Landsitz“ in Sommerstorf dem Pferdesport erhalten bleibt, steht noch in den Sternen. „Auf die zukünftige Nutzung der Anlage nehme ich keinen Einfluss. Die Nachnutzung obliegt dann dem neuen Eigentümer“, teilte Neubert auf OZ-Anfrage mit. Den KMG-Cup an einem anderen Ort auszutragen, sei nicht geplant.

In den vergangenen Jahren war das CSI-Zwei-Sterne-Turnier im Müritzkreis zu einem beliebten Treffpunkt von Reitsport-Stars wie Sören Pedersen (Dänemark), den Ex-Weltmeistern Carsten-Otto Nagel (Wedel) und Janne Friederike Meyer (Hamburg) oder Felix Hassmann (Lienen), geworden. Für die Mecklenburger Derby-Sieger André Thieme, Holger Wulschner und Thomas Kleis war das Turnier ohnehin „ein Muss“, wie Nationenpreisreiter Wulschner einmal sagte. Immer wieder gelobt wurden die „sehr familiäre Atmosphäre“ und die Möglichkeit, junge Pferde an internationale Prüfungen heranzuführen. Die letzte Auflage war im Juni mit einem Etat von 400000 Euro über die Bühne gegangen, 99000 Euro wurden an Preisgeld ausgeschüttet.

„Der KMG-Cup war sicher eine Bereicherung für den Pferdesport. Dass er nicht fortgesetzt wird, wird der Pferdebegeisterung in Mecklenburg-Vorpommern aber keinen Abbruch tun“, ist Neubert sicher.

Durch den geplanten Verkauf der Anlage fallen auch zwei angemeldete Hallenturniere (u.a. der Müritzpokal) aus.

Nach nur sechs Auflagen wird es zu Beginn des Jahres 2017 auch in der Schweriner Sport- und Kongresshalle keinen Pferdesport mehr geben. Das CSI-Hallenturnier, das 2011 als Schwerin Horse Show aus der Taufe gehoben wurde, hat zuletzt erhebliche Löcher in der finanziellen Bilanz der Organisatoren gerissen. „Wir sind auf einem sechsstelligen Betrag sitzen geblieben. Da mussten wir die Notbremse ziehen“, sagt Christian Schlicht, Sportlicher Berater des CSI. Massive Auflagen und hohe Zusatzkosten hätten das Budget zuletzt immer weiter in die Höhe getrieben. Das Vorhaben, im vergangenen Oktober ein kleineres Turnier in Redefin zu etablieren, hat Schlicht mangels Interesse wieder abgeblasen.

„Beim Schweriner Turnier hat man leider nie die Entwicklung gesehen, dass es eine stabile Veranstaltung wird. Es gab mehrere personelle Wechsel und im Nachhinein immer Fragezeichen“, sagt der Präsident des Landesreitsportverbandes, Burkhard Dittmann. Dass nun gleich zwei Großereignisse in MV aus dem Turnierkalender verschwinden, sieht der 65-Jährige „mit großem Bedauern. Aber leider haben wir darauf keinen Einfluss.“ Dittmann wünscht sich, dass Sommerstorf zumindest als Standort für den „kleinen“ Pferdesport nicht ganz verloren geht: „Es stehen ja immer noch Pferde dort. Ich hoffe, dass wenigstens regionale Veranstaltungen noch stattfinden werden, solange kein anderes Nutzungskonzept vorliegt.“

Kai Rehberg

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