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Augenthaler 60: „Wo ist die Zeit hin?“

Herrsching Augenthaler 60: „Wo ist die Zeit hin?“

Der Weltmeister von 1990 ist wieder für den FC Bayern tätig / Seine letzte Profi-Station als Trainer ist zehn Jahre her

Herrsching. . In einem kleinen Café in Herrsching am Ammersee gönnt sich Klaus Augenthaler ein Stück Käsekuchen. Immer wieder kommen Passanten vorbei und grüßen den Fußball- Weltmeister von 1990. Man kennt eben die Legende des FC Bayern München mit den markanten Gesichtszügen. Sein morgiger runder Geburtstag ist Augenthaler irgendwie nicht richtig geheuer. „Es ist schon eine Wegmarke. Wenn man 60 wird, wird man alt. Für mich als 12- oder 13-Jährigen war mein Großvater mit 57 Jahren ein alter Mann, jetzt werde ich selber 60. Man fragt sich: Wo ist die Zeit hin?“, sagte Augenthaler.

Der ehemalige Weltklasse-Libero wird im kleinen Kreis in Graz feiern, wo er seine erste Stelle als Cheftrainer antrat. Lebenspartnerin Sandra und Freunde werden dabei sein. Augenthaler ist ein Großer des deutschen Fußballs. Mit dem FC Bayern wurde er siebenmal deutscher Meister, dreimal DFB-Pokal-Gewinner und stand zweimal im Finale des Landesmeisterpokals. In seinem 27. und letzten Länderspiel krönte sich „Auge“ 1990 in Italien mit dem Nationalteam zum Weltmeister.

Augenthaler hatte nie die Eleganz eines Franz Beckenbauer oder die Ausstrahlung eines Paul Breitner – dennoch war er eine der prägenden Spielerfiguren beim Rekordmeister. Vom „Kofferträger zum Chef“, wie es Dieter Hoeneß einmal formulierte, arbeitete sich der Abwehrspieler hoch und absolvierte 404 Partien (52 Tore) in der deutschen Eliteklasse.

Die Ferne, die Weite – das war nie Augenthalers Sache. Auch wenn er sich im Nachhinein ein Engagement in England hätte vorstellen können. „Für mich war es schon ein großer Sprung mit 17 aus Vilshofen nach München zu gehen“, räumte er ein. Ähnlich verhielt es sich für ihn auf seinen Stationen als Trainer. „Ich war ja in Graz, Nürnberg, Leverkusen, Wolfsburg – das war schon Ausland für mich“, meinte er lachend.

Der VfL Wolfsburg ist seit Augenthalers Freistellung im Mai 2007 seine letzte Station als Proficoach. Unvergessen, als der mit bissigem Humor ausgestattete leidenschaftliche Angler kurz vor seiner Beurlaubung auf einer 42-Sekunden-Pressekonferenz in Eigenregie vier Fragen stellte und die kurzen Antworten selbst hinterherschickte.

Seit dem 1. Juli ist der Ex-Profi wieder beim FC Bayern angestellt und in der Jugendausbildung der internationalen Fußballschulen tätig. Augenthaler und Bayern – das ist eine Verbindung für's Leben.

M. Moravec

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