Volltextsuche über das Angebot:

19 ° / 14 ° Regenschauer

Navigation:
Aus der College-Liga zu Hansa: Flath hat ehrgeizige Ziele

Rostock Aus der College-Liga zu Hansa: Flath hat ehrgeizige Ziele

Nach dem A-Junioren-Finale 2013 ging das Hansa-Talent in die USA, jetzt ist er zurück und darf bei Dotchev vorspielen

Rostock. Wenn Christian Flath heute auf dem Flughafen Berlin-Tegel landet, endet für den ehemaligen Nachwuchsfußballer des FC Hansa Rostock (2000-13) ein vierjähriges Abenteuer. Seit 2013 lebte der 23-Jährige in den USA und hat dort ein Studium absolviert. Den Bachelor hat Flath jetzt in der Tasche – aber nicht nur beim Lernen war der Bargeshäger erfolgreich. Auch sportlich hat er einiges erreicht: Neben zwei Meisterschaften mit seiner College-Mannschaft, den Rider Broncos (zwischen New York und Philadelphia) wurde der Rechtsfuß zuletzt in ein All-American-Team als einer der besten College-Mittelfeldspieler gewählt. Jetzt steht der gebürtige Rostocker vor einer Rückkehr zum FC Hansa, mit deren A-Junioren er 2013 deutscher Vizemeister wurde.

 

OZ-Bild

Wurde in den USA zu einem der besten College-Fußballer gewählt: Christian Flath (23), der mit Hansas A-Junioren 2013 Deutscher Vizemeister wurde.

Quelle:

Herr Flath, wie lief es für Sie in den Vereinigten Staaten?

Christian Flath: Am Anfang nicht optimal. Die USA bedeuteten eine andere Kultur, eine andere Sprache und auch eine andere Art, Fußball zu spielen. Mit der Zeit habe ich mich an alles gewöhnt.

Als der sportliche Erfolg kam, wurde es einfacher für mich. Besonders stolz bin ich darauf, zweimal die Meisterschaft in einer der höchsten College-Ligen des Landes gewonnen zu haben. Die Wahl ins All-American-Team aller College-Mannschaften war ebenfalls eine große Ehre.

Welchen Studienabschluss haben Sie gemacht?

Ich habe den Bachelor of Science für den Bereich Business Administration erfolgreich abgeschlossen. Das ist eine Art Betriebswirtschaftslehre, die ich studiert habe. Im Mai bin ich fertig geworden.

Was nehmen Sie persönlich mit aus den vier Jahren?

Ich habe festgestellt, dass ich auch allein fernab der Heimat gut klarkomme. In Amerika bin ich um einiges selbstständiger geworden. Wenn ich Unterstützung gebraucht habe, waren meine Familie und Freunde für mich da. Die vier Jahre haben mir gezeigt, dass Entfernung nicht alles ist.

Neben Ihnen sind auch andere ehemalige Hansa-Nachwuchsspieler in die USA gegangen. Haben Sie regelmäßigen Kontakt zu ehemaligen Weggefährten?

Ja, klar. Erst kürzlich hatte ich Paul Ladwig bei einem Turnier getroffen. Auch mit meinen Ex-Teamkameraden Hannes Burmeister und Jakob Lüdtke tausche ich mich regelmäßig aus. Aber auch zu ehemaligen Rostocker Leichtathleten, die in Amerika sind, habe ich Kontakt.

Kommt bei Ihnen Wehmut auf, wenn Sie nach Deutschland zurückkehren?

Ja, absolut. Ich habe in den USA viele tolle Leute kennengelernt, die mir sehr ans Herz gewachsen sind. Gerade beim letzten Spiel, das wir mit unserer College-Mannschaft bestritten haben, merkte man, dass der Abschied sehr schwerfiel. Wir lagen zur Pause 0:3 hinten und in der Umkleide kamen einigen Mitspielern die Tränen, das war schon sehr emotional.

Wie geht es nun für Sie weiter?

Ich bin im Kontakt mit meinem Spielerberater. Dieser schaut sich für mich um, was von der 2. Bundesliga bis zur Regionalliga möglich ist. Auf jeden Fall soll ich am 30. Juni beim Testspiel für den FC Hansa gegen den FSV Malchin mitspielen und danach am Trainingsbetrieb teilnehmen. Was danach passiert, ist offen.

Was bedeutet es Ihnen, sich beim FC Hansa vorstellen zu dürfen?

Sehr viel, schließlich habe ich dort 13 Jahre im Nachwuchs gespielt. In den USA habe ich das Geschehen bei Hansa intensiv verfolgt.

Die Saison in den USA ist für die College-Mannschaften seit Ende April beendet. Wie haben Sie sich in der Zwischenzeit fit gehalten?

Ich habe zuletzt noch für die Brooklyn Italians gespielt. Das ist ein Amateurklub, der in der 4. Liga Spitzenreiter ist.

Würden Sie so eine Auslandserfahrung noch einmal wagen?

Auf jeden Fall! Ich habe nach den vielen tollen Erlebnissen Blut geleckt.

Gilt das auch für mögliche Fußball-Engagements im Ausland?

Ja, da bin ich definitiv offen für alles. Ich möchte auf höchstem Level Fußball spielen.

Johannes Weber

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Herrenschlösser und Fähren
Auf zwei Rädern um den Chiemsee - wie hier bei Seebruck erkunden viele Touristen das „Bayerische Meer“ gerne vom Fahrradsattel aus.

Die größte Attraktion am Chiemsee ist nur mit dem Boot erreichbar: die Herreninsel mit Bayerns Antwort auf Schloss Versailles. Manche Touristen schauen sich außer dieser Märchenwelt von Ludwig II. nichts weiter an. Ein Fehler - wie jeder merkt, der den See einmal umrundet.

mehr
Mehr aus Mehr Sport
Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Physik,Kernphysik,Wendelstein,Plasmaphysik,Atome Teaser der den User auf die Themenseite führen soll image/svg+xml Image Teaser Wendelstein 7-X 2015-09-23 de Sonderseite Golfen in MV Immer mehr Menschen schwingen im Nordosten den Golfschläger. 16 000 Mitglieder hat der Landesverband inzwischen – zehn Mal mehr als Anfang des Jahrtausends. Lesen Sie auf unserer Sonderseite Geschichten über die Golfszene, Spieler aus dem Land und Prominente, die gern in MV golfen.
Die besten Wettquoten der Ostsee gibt es im Bundesliga-Quotenvergleich von SmartBets.
Benjamin Barz ? Ostsee-Zeitung Hilfe Aktion Wohltaetigkeit Teaser der den User auf die Umfrage Jetzt den großen Wurf landen! image/svg+xml Image Teaser „Jetzt den großen Wurf landen!“ 2015-11-30 de Gewinnspiel Jetzt den großen Wurf landen Unterstützen Sie gemeinsam mit uns den HC Empor. Kommen Sie am 12.März 2016 um 16:30 Uhr in die Rostocker StadtHalle zum Spiel gegen Dessau-Roßlauer HV und feuern Sie die Spieler an, denn es ist 7 Meter vor Weihnachten Hier geht es zu unserem großen Gewinnspiel.