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Ausrutscher auf der Zielgeraden

Würzburger Kickers 2:1 FC Hansa Rostock Ausrutscher auf der Zielgeraden

Der Auftritt der Rostocker beim Tabellendritten erinnerte über weite Strecken an ihre Krisenzeiten / Kabinenpredigt von Trainer Brand / Matchball zum Klassenerhalt am Sonnabend gegen Erfurt

Würzburg. Hoppla, Hansa: Was war das denn? Nach fünf Spielen leisteten sich die Rostocker am Sonnabend mit dem 1:2 bei den Würzburger Kickers mal wieder eine Niederlage. Kann passieren. Doch die verdiente Pleite beim Aufstiegskandidaten war über weite Strecken ein Rückfall in bereits überwunden geglaubte Krisenzeiten. Mehr als eine Stunde lang quälten sich die Rostocker seltsam gelähmt über den Platz, hatten bis auf die Schlussviertelstunde nie Zugriff auf das Spiel und konnten nur selten für Torgefahr sorgen. Die zuletzt so stabile Abwehr kam beim Doppelpack von Würzburgs Stürmer-Kante Elia Soriano (22., 32.) gehörig ins Schlingern.

 

OZ-Bild

Stand nicht nur wörtlich im Regen: Hansa-Trainer Christian Brand ließ bereits in der Halbzeitpause Dampf ab.

Quelle: Lutz Bongarts
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Zu zweit versuchen Matthias Henn (l.) und Maximilian Ahlschwede den zweifachen Torschützen Elia Soriano zu stoppen.

Quelle: Micha Will/gi
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Stand nicht nur wörtlich im Regen: Hansa-Trainer Christian Brand ließ bereits in der Halbzeitpause Dampf ab.

Quelle: Lutz Bongarts
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Zu zweit versuchen Matthias Henn (l.) und Maximilian Ahlschwede den zweifachen Torschützen Elia Soriano zu stoppen.

Quelle: Micha Will/gi

Der Trainer wird oft laut. Aber diesmal war er noch in einem anderen Stadium unterwegs.“Maximilian Ahlschwede über die Kabinenpredigt von Coach Christian Brand

„Ich bin sauer. Das war kein guter Auftritt von uns. Da waren Muster dabei, die ich noch von früher kenne“, fühlte sich Hansa-Coach Christian Brand an die Pleiten nach der Winterpause (1:5 bei Fortuna Köln, 0:2 bei den Stuttgarter Kickers) zurückversetzt. Damals hatte er sich das Team bei einem langen Krisengespräch zur Brust genommen. Diesmal rauchte es schon in der Halbzeitpause gewaltig in der Mannschaftskabine. „Der Trainer wird oft laut. Aber diesmal war er noch in einem anderen Stadium unterwegs“, berichtete Maximilian Ahlschwede. Und Matthias Henn ergänzte: „Der Trainer war sehr emotional. Aber das haben wir gebraucht, das hat uns wachgerüttelt. Mit dem Anschlusstor waren wir plötzlich wieder drin im Spiel.“

Da waren aber bereits 78 Minuten vergangen, in denen die Rostocker kaum Akzente setzen, geschweige denn Druck ausüben konnten. Dafür waren ihre Raumaufteilung zu schlecht, die Fehlerquote zu hoch und die Angriffsbemühungen zu einfallslos. Die einzigen beiden Torchancen bis dahin besaß Marcel Ziemer, der einen Kopfball nicht richtig erwischte (3.) und an Kickers-Keeper Robert Wulnikowski scheiterte (35.). Nicht einmal das Geschenk des Würzburger Keepers, dem der Ball im Dauerregen wegflutschte, nahmen die Rostocker durch den eingewechselten Christer Youssef an (74.).

Vor den Augen von Klubchef Markus Kompp, der nach seinem angekündigten Rückzug das Spiel auf der Tribüne verfolgte, brachte erst der freche Anschlusstreffer von Maximilian Ahlschwede noch einmal Leben in die Bude. Nach der zweiten guten Kombination im ganzen Spiel drosch der Außenverteidiger die Kugel aus spitzem Winkel über Wulnikowskis Kopf in die Maschen. Zu mehr reichte es trotz einer Schlussoffensive nicht.

„Wir waren über 90 Minuten nicht gut genug“, räumte Christian Brand ein. „Zuletzt haben wir defensiv gut gestanden, diesmal aber nicht. Wir müssen immer einen Supertag haben, um unsere Spiele zu gewinnen.“ Weil aber auch andere Abstiegskandidaten patzten, hat sich Hansas Situation im Abstiegskampf (sechs Punkte Vorsprung) eher noch verbessert. Der Klassenerhalt soll nun am Sonnabend im Heimspiel gegen Erfurt endgültig klargemacht werden.

„Wir wollen es nicht wie in der vergangenen Saison auf den letzten Spieltag schieben. Wir haben eine große Chance, und die wollen wir dann auch wahrnehmen“, sagt Ahlschwede. Noch klarer ist die Ansage vom Chef. „Das ist ein Matchball“, macht Brand deutlich, „und den müssen wir verwandeln“.

Hansa-Fans randalieren

. Vor dem Drittliga-Fußballspiel zwischen den Würzburger Kickers und Hansa Rostock haben Gäste-Fans in der Innenstadt randaliert und mindestens neun Menschen verletzt. Etwa 30 bis 50 Anhänger der Rostocker waren in der Nacht zu Sonnabend zunächst am Hauptbahnhof mit Punks in Streit geraten und dann weiter durch die Innenstadt gezogen, wie die Polizei mitteilte. In der Nacht musste die Polizei immer wieder ausrücken, nach mehreren Streitigkeiten und Prügeleien randalierten zehn Betrunkene am Morgen noch in einer Bäckerei. Die Polizei nahm fünf Menschen vorläufig fest.

Von Kai Rehberg

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