Volltextsuche über das Angebot:

11 ° / 4 ° Regenschauer

Navigation:
Barthels Kampf gegen rätselhafte Krankheit

London Barthels Kampf gegen rätselhafte Krankheit

Neumünsteranerin meldet sich in Wimbledon zurück

Voriger Artikel
Brown und Becker weiter - Geduldsprobe für andere Profis
Nächster Artikel
Von Kurzarbeitern und Debütanten: Tag drei in Wimbledon

Wieder am Ball: Mona Barthel (25) aus Neumünster.

Quelle: Getty

London. In der größten Not entdeckte Mona Barthel, was ihr wirklich wichtig ist. Ans Bett gefesselt, „hilflos wie ein kleines Mädchen“, verschwendete sie keinen Gedanken an die Rückkehr auf den Tennisplatz. „Es ging nur noch darum, ein normales Leben zu führen“, sagte Barthel. Ein Leben ohne Angst vor der nächsten Diagnose. Es muss ihr selbst wie ein kleines Wunder vorkommen, dass sie vier Monate später beim bedeutendsten Tennisturnier der Welt in Wimbledon ein Match gewonnen hat.

Das erste seit einem halben Jahr, das erste, seitdem eine rätselhafte Krankheit ihr das Leben zur Hölle gemacht hatte. „Ich weiß nicht, wie man das sonst nennen kann“, sagte Barthel. Die Schwindelanfälle waren nach ihrer Rückkehr aus Australien im Januar schlimmer geworden. Den Weg vom Bett in die Küche konnte sie kaum mehr alleine bewältigen. Barthel ließ sich mehrfach durchchecken, „doch niemand konnte mir wirklich sagen, was es ist“. Bis heute hat die 25-Jährige aus Neumünster keine schlüssige Diagnose erhalten. War es ein Virus? Eine Autoimmunerkrankung? Egal!

Alles was zählt ist, dass es ihr wieder besser geht.

So gut, dass die deutsche Nummer sechs in Wimbledon gegen Danka Kovinic aus Montenegro mit 6:2, 7:6 (7:3) gewann. So gut sogar, dass sie sich auch in Runde zwei gegen die Niederländerin Kiki Bertens Chancen ausrechnet: „Ich fühle mich bereit für sie.“

Dabei ist ihr Körper noch längst nicht auf dem Stand, auf dem er bei ihren drei Turniersiegen in Hobart (2012), Paris (2013) und Bastad (2014) einmal war. Mit „70 Prozent“ bezifferte Barthel ihre Fitness. Nach Wochen im Bett, als ihr selbst ein fünfminütiger Spaziergang Qualen bereitete, ist das gar nicht so schlecht. Sie sei einfach nur froh und dankbar für die zweite Chance, die sie bekommen hat.

In Wimbledon arbeitet sie erstmals mit Christopher Kas, dem Ex- Coach von Sabine Lisicki, zusammen. „Er ist ein superpositiver Mensch. Mit ihm kann ich mich auf Dinge konzentrieren, die wichtig für mich sind“, sagte Barthel. Mit Kas hat sie die Zuversicht zurückgefunden, „besser zu werden, als ich schon war“. Rückschläge hat Barthel einkalkuliert. „Ich habe viel gelernt in dieser schwierigen Zeit“, sagte Barthel: „Ich versuche, diese Erfahrungen zu nutzen.“

OZ

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Brüssel

Die Briten haben für den Brexit gestimmt. Zum ersten Mal in der Geschichte der Europäischen Union verabschiedet sich ein Mitglied aus dem Club - und dann noch ein so wichtiges. Ist das eine neue „Stunde null“? Wie steht Europa künftig da in der Welt?

mehr
Mehr aus Mehr Sport
Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Physik,Kernphysik,Wendelstein,Plasmaphysik,Atome Teaser der den User auf die Themenseite führen soll image/svg+xml Image Teaser Wendelstein 7-X 2015-09-23 de Sonderseite Golfen in MV Immer mehr Menschen schwingen im Nordosten den Golfschläger. 16 000 Mitglieder hat der Landesverband inzwischen – zehn Mal mehr als Anfang des Jahrtausends. Lesen Sie auf unserer Sonderseite Geschichten über die Golfszene, Spieler aus dem Land und Prominente, die gern in MV golfen.
Die besten Wettquoten der Ostsee gibt es im Bundesliga-Quotenvergleich von SmartBets.