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Blindenfußball: Marburg erneut meisterlich

Rostock Blindenfußball: Marburg erneut meisterlich

Die Nordhessen verteidigen ihren Titel und bleiben auch am letzten Spieltag in Rostock ohne Gegentor

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Deutscher Meister im Blindenfußball: Die Sportfreunde Blau-Gelb Blista Marburg jubeln auf dem Neuen Markt in Rostock.

Quelle: Stefan Ehlers

Rostock. Als Köln und 1860 München am Sonnabend das letzte Spiel der Bundesliga-Saison bestritten, saßen die Sportfreunde Blau- Gelb Blista Marburg entspannt auf der Tribüne auf dem Rostocker Neuen Markt. Die Spieler des alten und neuen deutschen Meisters im Blindenfußball warteten auf ihren letzten großen Auftritt: die Siegerehrung. Kurz nach 18.00 Uhr nahmen die Blista-Spieler die Meisterschale aus den Händen von DFB- Vizepräsident Eugen Gehlenborg und Joachim Masuch, Chef des Landesfußballverbandes und DFB- Vorstandsmitglied, entgegen.

Während die Marburger ausgelassen ihren Triumph feierten, zeigte sich Masuch angetan: „Riesenrespekt an die Spieler, die nichts sehen können und sich nur nach dem Gehör orientieren.“ Nach den Beachsoccer-Meisterschaften in Warnemünde waren die Titelkämpfe der Blinden „für uns das zweite Highlight in diesem Jahr“, erklärte Masuch. „Darauf sind wir als Verband stolz, aber die Stadt darf es auch sein.“

„Der Fußball grenzt nicht aus. Ziel ist es, behinderte Menschen in normale Fußballvereine einzugliedern“, sagte Gehlenborg. Marburg ist ein Vorbild. Vor fünf Jahren schlossen sich die Blindenfußballer den Blau-Gelben an und erkämpften seitdem drei Meistertitel. Adriani Botez (26) lobt den Zusammenhalt der Truppe. „Es gibt kaum eine Mannschaft, die so eingespielt ist wie wir. Wir sind auch außerhalb des Platzes eine Einheit.“

Blindenfußball wird zu fünft – nur der Torhüter kann sehen – und mit einem Glöckchenball auf einem durch Banden abgegrenzten Feld gespielt. Spieler, die sich dem Ballführenden nähern, rufen „Voy“

(spanisch: „Ich komme“). Zudem erleichtern Torguides die Orientierung.

Im direkten Duell zwischen Marburg und DBFL-Rekordmeister Stuttgart ging es hoch her. Die mit nur vier Spielern angereisten Schwaben gingen in Führung, kassierten aber eine Rote und eine Gelb-Rote Karte. Zudem konnte Florian Günther wegen Kreislaufproblemen nicht mehr weiterspielen. Somit stand ein Stuttgarter einsam und alleine auf dem Feld. Die Partie wurde abgebrochen und mit 2:0 für Marburg gewertet. „Schade, wir hätten gern weitergespielt“, meinte Sebastian Schleich (23). Die Reise nach Rostock habe sich dennoch gelohnt, meinte der bei Blau-Gelb zwischen den Pfosten stehende Nationaltorhüter. „Eine schöne Stadt. Wir waren am Hafen. Wasser ist immer ein tolles Element“, schwärmte er und feierte munter weiter.

• Infos unter www.blindenfussball.de

OZ

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