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Brand zufrieden und enttäuscht

FC Hansa Rostock 1:1 Werder Bremen II Brand zufrieden und enttäuscht

Eine strittige Entscheidung kostet Rostocker den Sieg. Hansa-Trainer im Wechselbad der Gefühle. Kofler nach Platzverweis restlos bedient.

Rostock. . Die Zuschauer waren sich einig: Schiedsrichter Bastian Börner war Schuld daran, dass der FC Hansa Rostock am Sonnabend mit nur einem Punkt vom Platz gehen musste. Entsprechend laut war das Pfeifkonzert, mit dem die 9900 Hansa-Anhänger den Referee nach dem 1:1 (1:0)-Unentschieden gegen den SV Werder Bremen II in die Katakomben des Ostseestadions verabschiedeten.

Und sie hatten recht. Der Mann aus Dortmund hatte einen Zusammenprall von Hansa-Verteidiger Marco Kofler mit Ousman Manneh im Rostocker Strafraum fälschlicherweise als Notbremse gewertet. Das Foul, das keines war, bestrafte der Schiri in der 80. Minute mit der Roten Karte und einem Strafstoß für die Bremer. Die nahmen das „Geschenk“ dankbar an: Maximilian Eggestein schickte Torhüter Marcel Schuhen in die falsche Ecke.

„Ich bin kein Rowdy und auch kein Rüpel“, wehrte sich Kofler, der gesperrt werden wird und der total enttäuscht und nachdenklich war. Er sei mit seinem Gegenspieler Rücken an Rücken hochgestiegen, beschrieb der Österreicher die umstrittene Situation, die Hansa um den Sieg brachte. „Aus dem Augenwinkel“ habe er sogar ein Handspiel des Bremers wahrgenommen, berichtete „Kofi“.

Auch Trainer Brand sprach von einer „Fehlentscheidung“, die „bitter“ sei. Dennoch hielt sich der 44-Jährige mit Schuldzuweisungen an den Unparteiischen und seine Assistenten zurück: „Wir hatten die Chance, das Spiel zu entscheiden. Das haben wir nicht geschafft“, übte Brand Selbstkritik.

Mit dem Auftritt seiner Mannschaft war er dennoch sehr zufrieden. „Sie haben eine super Haltung gezeigt und alles rausgehauen. Wir sind auf dem richtigen Weg“, urteilte Brand, dessen Mannschaft in der Schlussphase trotz Unterzahl alles versuchte, um doch noch als Sieger vom Platz zu gehen.

Hansa hatte das Spiel auch vor dem Ausgleich der Bremer im Griff. Nach dem wuchtigen Kopfballtreffer von Tommy Grupe (25.), der einen präzise geschlagenen Eckstoß von Stefan Wannenwetsch genutzt hatte, lagen die Gastgeber verdient vorn.

Hansa hätte die Führung erhöhen müssen, versäumte es aber trotz guter Gelegenheiten. „Wir ärgern uns extrem, denn wir wollten den Sieg “, meinte Tommy Grupe. Den Vorwurf, Hansa habe den Vorsprung verwaltet, wollte er sich nicht gefallen lassen. „Was wir eingestehen müssen ist, dass wir in der 2. Halbzeit zu defensiv waren“, meinte er. „Wenn wir das zweite Tor machen, ist es erledigt“, ärgerte sich auch Trainer Christian Brand.

Und so warten Profis und Fans der Blau-Weißen weiter auf den dritten Liga-Heimsieg der Saison. Seit dem letzten Erfolg – dem 5:0 gegen Aufsteiger FSV Zwickau am 25. September – hat der FCH vor eigenem Anhang aus drei Duellen lediglich zwei Zähler geholt.

Marco Kofler, der sich berechtigte Hoffnungen gemacht hatte, den verletzten Marcus Hoffmann in der Viererkette auch am kommenden Freitag beim Auswärtsspiel gegen Wehen Wiesbaden (Anstoß 19.00 Uhr) vertreten zu dürfen, wirkte konsterniert.

Dem 27-Jährigem, dessen Vertrag an der Ostsee nach dieser Saison endet, droht nach verbüßter Sperre abermals eine Reservistenrolle.

Christian Lüsch

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