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Dank Brähmer: Schwerin soll zur Sauerland-Hochburg werden

Schwerin Dank Brähmer: Schwerin soll zur Sauerland-Hochburg werden

Der Box-Weltmeister baut sich eine Trainingsgruppe auf und plant ein Gym in Rostock

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Sie haben Großes vor: Box-Weltmeister Jürgen Brähmer (37), Tyron Zeuge (24) und Trainer Konrad Mittermeier (55/v.r.).

Quelle: Stefan Ehlers

Schwerin. Tyron Zeuge saß auf dem Ringboden. Er lehnte lässig in den Seilen, ließ seine Beine baumeln und scherzte mit Jürgen Brähmer. Die strapaziöse Trainingseinheit war dem 24-Jährigen, der am 16. Juli jüngster deutscher Weltmeister aller Zeiten werden kann, nicht anzumerken. „Ich dachte, er ist mehr kaputt“, staunte Brähmer, der den talentierten Supermittelgewichtler zusammen mit Konrad Mittermeier auf den WM-Kampf gegen den Italiener Giovanni de Carolis vorbereitet.

Jeder Sportler muss individuell trainiert werden.“Box-Weltmeister

Jürgen Brähmer (37)

Die gestrige Einheit hatte es in sich. Kreistraining stand auf dem Plan. Zeuge machte sich 50 Minuten lang an 13 Stationen zu schaffen – und das pausenlos. „Wir haben noch vier Wochen Zeit und sind schon sehr weit“, konstatiert Brähmer zufrieden.

Der 37-Jährige kann Mitte Juli in Berlin Geschichte schreiben. Er wäre der erste aktive Champion, der einen anderen Boxer zum WM-Titel führen würde.

Und das ist erst der Anfang. „Ich hab noch viel vor“, bekräftigt Brähmer, der in Schwerin eine Trainingsgruppe aufbauen will. Mögliche Neuzugänge stehen in den Startlöchern. Aber in der Landeshauptstadt mahlen die Mühlen langsam. „Mir kommt es so vor, als ob Schwerin seine Sportfreundlichkeit verloren hat“, sagt Brähmer, der mit einem Gym in Rostock liebäugelt. Die Stadt habe bereits Unterstützung signalisiert, berichtet er.

Neu-Trainer Brähmer, der im September wieder in den Ring steigen möchte, hat mit der alten DDR-Schule nichts mehr am Hut. „Das Training hat sich längst überholt. Alles wird schneller und facettenreicher“, meint der gebürtige Stralsunder. In Sachen Trainingslehre seien Amerikaner, Engländer und Russen den Deutschen voraus, sagt Brähmer, der Fachliteratur liest, Videomaterial sichtet, sich mit anderen Weltklasse-Boxern wie Gennady Golovkin austauscht oder sich daran erinnert, „was mir gut bekommen ist und was nicht“. Für Brähmer steht fest: „Jeder Sportler muss individuell trainiert werden. Man kann nicht alle über einen Kamm scheren.“

Mit Konrad Mittermeier (55) hat er sich seinen Wunschtrainer an die Seite geholt. „Conny ist boxverrückt“, meint Brähmer, der von dessen Pratzenarbeit schwärmt: „Das beherrscht er wie kaum ein Zweiter. Michael Timm kann das noch, aber sonst keiner.“

Brähmer und der in Stuttgart lebende Mittermeier kennen sich aus gemeinsamen Universum-Zeiten. „Jürgen ist ein guter Kumpel von mir und hat Ahnung vom Boxen. Auch Tyron ist mir schon ans Herz gewachsen“, sagt Mittermeier und betont: „Ich muss niemandem mehr etwas beweisen. Ich bin gierig. Ich will, dass der Junge Weltmeister wird.“

Brähmer und Mittermeier werden am 16. Juli als gleichberechtigte Trainer in Zeuges Ecke stehen. Bis dahin werden sie ihrem Schützling noch mehrere Einheiten aufbrummen, „bei denen ich als Sportler sage, das ist Kotzgrenze“, meint Brähmer. Dann wird Zeuges Puls kurzzeitig auf über 200 steigen, aber ebenso schnell auf 130 fallen. Und dann wird er wieder scherzen.

Stefan Ehlers

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