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Danny Wieck: Medaillensammler und Mitreißer

Rostock Danny Wieck: Medaillensammler und Mitreißer

Der Stralsunder ist die Leitfigur unter Deutschlands Rettungssportlern / Heute erhält er zum zweiten Mal das Silberne Lorbeerblatt

Rostock. Den Dresscode für die Auszeichnung durch den Bundespräsidenten kennt Danny Wieck schon. Vor vier Jahren holte sich der Rettungssportler aus Stralsund, damals noch Sportsoldat, im Schloss Bellevue sein erstes Silbernes Lorbeerblatt in schicker Bundeswehr- Uniform ab.

Heute wird er in Berlin zum zweiten Mal mit der höchsten Auszeichnung für Sportler geehrt. Sein Stralsunder Vereinskamerad Christian Ertel sogar schon zum dritten Mal. „So ein Erfolgserlebnis haben nicht viele Sportler“, sagt Wieck. „Ich freue mich, dass ich als Vertreter einer nichtolympischen Sportart dabei bin.“

Der Wassersportler aus Vorpommern ist in seinem Metier schon so etwas wie ein Star. „Er ist einer der stärksten Rettungssportler der Welt“, würdigt Assistenz-Bundestrainer Kai Schirmer, der bis 2016 zusammen mit Wieck in der deutschen Nationalmannschaft reichlich Titel und Medaillen aus dem Wasser gefischt hat. „Danny hat alles gewonnen, was man gewinnen kann: WM, EM, World Games, er hält zwei Weltrekorde. Er dominiert seit Jahren“, zählt Schirmer auf. 2017 kamen vier Goldmedaillen bei der EM in Ostende (Belgien) und zwei Titel bei den World Games der nichtolympischen Sportarten im polnischen Breslau dazu.

Der Trainer sieht in Wieck eine Leitfigur für die gesamte Szene der „Baywatch“-Sportler. „Er zieht das gesamte Team mit. Seine Erfolge färben auf die anderen ab“, sagt Schirmer. „Und sie sorgen dafür, dass es einen Nachahmer- Effekt gibt. Das macht mir die Aufgabe als Trainer leichter.“

Wieck selbst weiß auf Anhieb gar nicht genau, wie viele Titel er überhaupt schon gewonnen hat: „Da müsste ich mal nachzählen.“ Dass er 2017 erneut so erfolgreich war, hat ihn doch überrascht.

Schließlich hatte sich bei ihm in den vergangenen zwölf Monaten einiges grundlegend verändert. Nach vier Jahren endete seine Zeit als Sportsoldat in Warendorf. Danny Wieck zog nach Witten mitten im Ruhrpott, um sein Abitur nachzuholen („Ich will etwas für meine Zukunft tun“). Sein Training absolviert er seitdem im Schwimmverein SG Dortmund. „Ich hab’ ja vorher schon ein großes Pensum gemacht. Aber dass ich sogar zwei Weltrekorde verbessern würde, hatte ich nicht erwartet“, staunt der jeweils viermalige Einzel- und Staffelweltmeister.

Doch das Training kostet auch viel Kraft und erfordert eiserne Disziplin. „Man muss sich manchmal schon überwinden, morgens um dreiviertel fünf aufzustehen, wenn man um sechs ins Wasser springen will. Aber das kennnt ja jeder Sportler“, macht der Vorpommer kein großes Ding aus seinem Trainingsalltag. Die Medaillen seien dafür die schönste Belohnung.

Ein besonderer Anreiz wartet auf ihn im kommenden Jahr: die WM der Rettungsschwimmer im australischen Adelaide. „Das ist das Mutterland unseres Sports, da möchte ich gern mit“, sagt Danny Wieck, der seine nächsten Ziele nur von Jahr zu Jahr plant. 2021 locken die nächsten World Games in Birmingham (Alabama) in den USA. Doch die sind für ihn noch ganz weit weg.

Ganz dicht dran ist erst einmal der Termin heute beim Bundespräsidenten. Für Tage wie diesen hat er sich im vergangenen Jahr extra einen dunklen Anzug zugelegt.

Kai Rehberg

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