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Darmstadt-Wunder soll unter Trainer Meier andauern

Darmstadt Darmstadt-Wunder soll unter Trainer Meier andauern

Teamgeist, Zusammenhalt und Familiensinn fordert Norbert Meier für die Fortsetzung des Fußball-Märchens beim Bundesligisten SV Darmstadt 98.

Darmstadt. Teamgeist, Zusammenhalt und Familiensinn fordert Norbert Meier für die Fortsetzung des Fußball-Märchens beim Bundesligisten SV Darmstadt 98. „Aber ein Märchen muss auch mit Wahrheitsgehalt gefüllt werden“, sagte der 57-jährige Trainer gestern bei seiner Vorstellung in Darmstadt.

 

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Neu in Darmstadt: Trainer Norbert Meier.

Quelle: dpa

Meier unterzeichnete bei den „Lilien“ einen Zweijahresvertrag und löst den zum FC Augsburg abgewanderten Dirk Schuster ab, der den SV 98 von der dritten in die erste Liga führte und dort mit dem Team den Klassenerhalt feierte. „Schuster und sein Team haben Großes für den Verein geleistet. Wir versinken nicht im Tal der Tränen, wir starten mit Meier ein neues Projekt“, erklärte Präsident Rüdiger Fritsch.

Der frühere Profi, der bei Arminia Bielefeld durch Rüdiger Rehm (SG Sonnenhof Großaspach) ersetzt wird, strebt den maximalen Erfolg, sprich Klassenerhalt, an. Dass seinem neuen Team im zweiten Jahr kaum Chancen eingeräumt werden, schreckt Meier nicht. „Das ist unser Vorteil. Für 99,9 Prozent sind wir der Abstiegskandidat Nummer eins.“ Er will erneut beweisen, dass Darmstadt für Über raschungen gut ist.

Immerhin hat Meier im Vergleich zu seinem Vorgänger Schuster ein wenig mehr Geld zur Verfügung. Der Personaletat wird nach Angaben von Finanz-Geschäftsführer Michael Weilguny von 16 auf 20 Millionen Euro erhöht. „Damit sind wir immer noch unten angesiedelt“, meinte Meier. Kreativität und die Fähigkeiten, mit geringen finanziellen Mitteln sportlich Großes zu leisten, müssen Meier und der neue Sportliche Leiter Holger Fach bei der Kader-Zusammenstellung beweisen.

Fach wehrte sich gegen Behauptungen, das erfolgreiche Darmstädter Team würde sich in alle Himmelsrichtungen zerstreuen. Verlassen haben den Club Christian Mathenia (Hamburg), Konstantin Rausch (Köln) und Luca Caldirola (Bremen). „Drei Spieler sind weg. Wenn das ein großer Umbruch ist. Hier bricht nicht alles zusammen“, sagte Fach. Meier rechnet aber mit weiteren Abgängen. „Einige haben Verträge mit Option. Da sind wir auf die Entscheidung der Spieler angewiesen.“

Erste Kontaktaufnahmen mit den Profis wie Kapitän Aytac Sulu gab es bereits. Auch mit dem abwanderungswilligen Torjäger Sandro Wagner will Meier das Gespräch suchen. Gelegenheit dazu bietet der Trainingsauftakt am 25. Juni. Meier: „Angebote für Wagner gibt es keine. Ich erwarte ihn zum ersten Training.“

Detlef Rehling

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