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Das sind unsere Athleten in Rio

Morgen beginnen die Olympischen Spiele: Acht Athleten aus Mecklenburg-Vorpommern gehören zum deutschen Team Das sind unsere Athleten in Rio

Starke Ruderer mit besten Medaillenchancen / Stabhochspringerin Martina Strutz peilt Höhenflug an / Trixi Worracks Olympia-Teilnahme grenzt an ein Wunder

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Araik Marutjan boxt seit einem Jahr in der Profiabteilung des Weltverbandes Aiba. Der 23-jährige Weltergewichtler mit armenischen Wurzeln qualifizierte sich im Juli für Rio. Er ist 1,79 Meter groß und trainiert beim BC Traktor Schwerin unter Coach Michael Timm. Nach einigen Erfolgen in der Jugend wurde Marutjan 2010 Deutscher Meister im Halbweltgerwicht. 2012 und 2013 wiederholte er diesen Erfolg im Weltergewicht. Im Juni 2013 gewann er EM-Silber. „Es ist ein unbeschreibliches Gefühl“, sagte Marutjan nach seiner späten Nominierung für Rio. Das Halbfinale in seiner Gewichtsklasse findet übrigens am 15. August statt, dem 24. Geburtstag Marutjans.

OZ-Prognose: Medaille ist drin.

Startzeiten: 1. Runde 7./8. August, jeweils 17.00, 23.00 Uhr; Achtelfinale: 11. August; Viertelfinale: 13. August, Halbfinale: 15. August, jeweils 17.30, 18.30 Uhr; Finale: 17.

August, 16.30 Uhr.

Felix Drahotta ist einer der Recken im Deutschland-Achter, der in der kommenden Woche in Rio nicht weniger als die Goldmedaille gewinnen möchte. Der 27-Jährige begann seine Karriere beim Rostocker Ruderclub und wechselte vor drei Jahren zum RTHC Bayer Leverkusen. Vor Olympia 2012 ruderte Drahotta mit Anton Braun im Zweier ohne Steuermann und belegte bei den Sommerspielen in London Rang sieben. Danach gehörte er fest zum Kader des Achters, der 2013 EM-Gold und WM-Silber gewann. Beide Erfolge konnte das Boot 2014 und 2015 wiederholen – mit Drahotta.

Für den gebürtigen Bad Doberaner war das EM-Gold 2013 der erste internationale Titel in der Erwachsenenklasse. Ein Jahr später war er sogar Schlagmann im Achter.

OZ-Prognose: Auf Goldkurs.

Startzeiten: Vorläufe: 8. August, 16.45, 22.45 Uhr; Hoffnungsläufe: 10. August, 15.00 Uhr; Finale: 13. August, 16.25 Uhr.

Martina Strutz gehört zu den erfahrensten deutschen Leichtathleten. Im Stile eines Routiniers löste die Stabhochspringerin vom Schweriner SC auch ihre Rio-Fahrkarte:

Bei den Deutschen Meisterschaften in Kassel siegte die 34-Jährige mit Saisonbestleistung von 4,70 Metern. „Ich merke, dass ich stabiler werde“, freute sich der Schützling von Trainer Thomas Schuldt und fügt an: „Wenn man in Rio vorn dabei sein will, muss man sicher 4,80 Meter überspringen.“

Wie sich das anfühlt, weiß „Strutzi“ sehr genau, denn exakt mit dieser Höhe war sie 2011 im südkoreanischen Daegu Vizeweltmeisterin geworden – ihr bislang größter Erfolg. Silber gab es auch ein Jahr später bei der Europameisterschaft in Helsinki – dafür reichten 4,60 Meter. Bei ihren ersten Olympischen Spielen vor vier Jahren in London belegte Martina Strutz mit übersprungenen 4,55 Metern den fünften Platz.

OZ-Prognose: Ein Platz unter den Top-10 wäre ein Erfolg.

Startzeiten: Qualifikation: 9. August, 14.45 Uhr; Finale: 12. August, 1.30 Uhr.

Als zweiter Boxer, der in Schwerin trainiert, hat Artem Harutyunyan das Rio-Ticket gelöst. Der gebürtige Armenier, der seine Karriere beim TH Eilbek in Hamburg startete, gewann 2008 beim internationalen Juniorenturnier (U 19) in Brandenburg Bronze im Halbweltergewicht (bis 64 kg). 2011 wurde er Deutscher Meister, 2012 belegte er Rang drei beim Chemiepokal. 2013 holte der Halbweltergewichtler EM-Bronze. Der 25-jährige Harutyunyan, der das Rio-Ticket als APB-Weltmeister frühzeitig löste, lebt in Schwerin in einer WG mit seinem Bruder Robert, der deutschen Nummer eins im Leichtgewicht. Er wird Artem „als Trainingspartner und moralische Stütze“ nach Rio begleiten.

OZ-Prognose: Als Weltmeister große Goldhoffnung.

Startzeiten: 1. Runde: 10 August, 17.15 Uhr; Achtelfinale: 11. August, 18.30 Uhr; Viertelfinale: 13. August, 17.15 Uhr; Halbfinale: 15. August, 17.30 Uhr, Finale: 17. August, 21.30 Uhr.

Hannes Ocik ist der zweite Mecklenburger im Deutschland-Achter – und seit einem Jahr Schlagmann des Paradeboots des Deutschen Ruderverbands (DRV). Der gebürtige Rostocker, der seit 2006 Leistungssport auf dem Wasser betreibt, startet für die Schweriner Rudergesellschaft. 2009 gewann er mit dem Achter die Junioren-WM und ruderte danach in verschiedenen Bootsklassen.

2013 saß er erstmals international im Männer-Achter, der im selben Jahr EM-Gold holte. Größter Kontrahent der Deutschen sind die Briten, die bei den beiden letzten Weltmeisterschaften die Nase vorn hatten. Nach seiner Nominierung für Rio sagte Ocik: „Wir sind super-glücklich. Da weiß man, wofür man all die Jahre hart trainiert hat. Jetzt freuen wir uns auf das olympische Finale.“

OZ-Prognose: Klar auf Goldkurs.

Startzeiten: Vorlauf: 10. August, 15.50 Uhr; Hoffnungslauf: 10. August, 15.00 Uhr; Finale: 13. August 16.25 Uhr.

Eine Olympiamedaille fehlt Stephan Krüger in seiner Sammlung. Zu gern würde er sie in Rio holen, wo er mit Marcel Hacker im Doppelzweier antritt. Mit dem 39-jährigen Routinier rudert der Rostocker seit einem Jahr zusammen. 2015 wurde das Duo Europameister, in diesem Jahr holte es EM-Silber. Krügers Erfolgsliste war schon zuvor beeindruckend. So ruderte er 2009 mit Eric Knittel zum WM-Titel im Doppelzweier, 2011 holte er mit Hans Gruhne WM-Silber. Nach einem 9. Platz mit Knittel bei Olympia 2012 belegte der Doppelzweier bei EM und WM jeweils Rang 4. In Rio will der 27-Jährige in den Endlauf. „Dann ist vieles möglich“, sagt der Athlet vom ORC Rostock.

OZ-Prognose: Diesmal klappt’s mit einer Medaille.

Startzeiten: Vorlauf: 6. August, 16.30 Uhr; Hoffnungslauf: 7. August, 14.50 Uhr; Halbfinale: 9. August, 15.30 Uhr; B-Finale: 11. August, 13.50 Uhr, A-Finale: 11. August, 15.25 Uhr.

Ihre Olympiateilnahme grenzt an ein Wunder. Horror-Unfall am 20. März in Italien, Not-OP mit Verlust der linken Niere, Blitzgenesung und im Juni Deutsche Meisterin im Zeitfahren und Olympia-Berufung: Dieses Tempo von Rad- Ass Trixi Worrack macht sprachlos. Dem Schock nach dem Horror- Crash folgte der verrückte Plan der zierlichen Blondine: „Ich will wieder aufs Rad.“ Und sie kehrte zurück – und wie! „ Ich bin perplex“, war ihre erste Reaktion nach dem Meisterschafts-Titelrennen, das zudem eine Hitzeschlacht war. 24 Stunden später wurde die 34-Jährige für Rio nominiert. Alle zwei Wochen musste sie seither zur Blutkontrolle – aber das dürfte ihr als Radprofi bekannt vorkommen. Jetzt will die gebürtige Cottbuserin, die Mitglied des Bad Doberaner SV ist, in Rio für Furore sorgen.

OZ-Prognose: Eine Medaille ist drin.

Startzeiten: Straßenrennen: 6. August, 17.15 Uhr, Einzelzeitfahren: 10. August, 13.30 Uhr.

Vier goldene WM-Medaillen hat Marie-Louise Dräger bereits „erbeutet“. Die 35-Jährige vom Olympischen Ruderclub Rostock gewann 2003 und 2005 im Leichtgewichts-Doppelzweier mit Claudia Blasberg bzw. Daniela Reimer WM-Gold, ebenso 2010 im Doppelvierer mit Anja Noske, Daniela Reimer und Lena Müller sowie im „leichten“ Einer. Damit ist die gebürtige Lübeckerin eine der erfolgreichsten aktiven deutschen Ruderinnen. Bei Olympia hat Dräger noch offene Rechnungen. Bei den Spielen 2008 in Peking verpasste sie als Vierte im Doppelzweier die erhoffte Medaille. Vor London 2012 wechselte die Mutter eines dreijährigen Sohnes in den offenen Einer und belegte schließlich im B-Finale Platz elf. In Rio startet Dräger mit der 15 Jahre jüngeren Berlinerin Ronja Fini Sturm im Leichtgewichts-Doppelzweier.

OZ-Prognose: Platz 6 im A-Finale Startzeiten: Vorlauf: 7. August, 15.40 Uhr; Hoffnungslauf: 8. August, 14.20 Uhr; Halbfinale: 9. August, 16.10 Uhr, 10. August, 13.50 Uhr; B-Finale: 12. August, 14.10 Uhr; A-Finale:

12. August, 14.50 Uhr.

Alle Zeitangaben: MESZ

Burkhard Ehlers und Christian Lüsch

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