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Der 1. FC Köln hat sich verstärkt, bleibt aber bescheiden

Köln Der 1. FC Köln hat sich verstärkt, bleibt aber bescheiden

Sie alle wechselten nach der Fußball-EM. Die Götzes, Schürrles und Sanés. Er aber blieb, trotz angeblicher Anfragen aus dem Ausland. Jonas Hector, der deutsche Nationalspieler, fühlt sich wohl beim 1.

Köln. Sie alle wechselten nach der Fußball-EM. Die Götzes, Schürrles und Sanés. Er aber blieb, trotz angeblicher Anfragen aus dem Ausland. Jonas Hector, der deutsche Nationalspieler, fühlt sich wohl beim 1. FC Köln. Das liegt auch daran, dass der sportliche Zickzack- Kurs des einstigen Chaosklubs Vergangenheit ist. „Ich sitze ja hier“, entgegnet Jonas Hector keck, als er im Trainingslager im österreichischen Kitzbühel auf seine Zukunft angesprochen wird. „Wenn ich gehen wollen würde, hätte ich mir den Stress ja nicht antun müssen", sagt er und meint die Journalisten.

 

OZ-Bild

Der große FC Barcelona sei auf den 26 Jahre alten Linksverteidiger aufmerksam geworden, hieß es. Auch von einem 23-Millionen- Euro-Angebot des FC Liverpool auf Geheiß von Trainer Klopp war zu lesen.

Und Hector? Der redet von einer Verlängerung seines bis 2018 laufenden Kontrakts. „Auszuschließen ist das nicht. Wir haben uns stetig weiterentwickelt, sind besser geworden und der Kader stärker.

Deswegen will ich den Weg mit dem FC weitergehen.“

Seit dem Zweitligaabstieg 2012 ist Hector Teil dieses Weges. Er verpasste den Wiederaufstieg, erlebte die Zweitligameisterschaft und musste sich, zurück in der Bundesliga, zuletzt keine Sorgen (Platz neun und zwölf) um den Klassenerhalt machen. Hector steht sinnbildlich für die auf Fleiß, Unaufgeregtheit und Seriosität fußende Entwicklung, die der Verein genommen hat. „Er ist unser Nationalspieler und ein Stück weit auch unser Aushängeschild“, sagt Sportdirektor Jörg Schmadtke, der diesen Weg zusammen mit Trainer Peter Stöger maßgeblich ebnete – als Macher, aber auch als Aufpasser und Mahner. Indem sie eine Herangehensweise an den Tag legen, die von Demut geprägt ist und die dem Klub so guttut. Stöger sagt: „Nicht jeder hat eine solche Entwicklung genommen wie Jonas.“

Doch das mache nichts. „Wir sind Fußballlehrer. Das bedeutet, Menschen permanent was Neues beizubringen“, erklärt der Österreicher, „dann wollen wir mal schauen, was wir in der Saison rausholen können“. Ganz nach dem Motto „Et kütt, wie et kütt“ – wie es in Paragraf zwei des kölschen Grundgesetzes heißt. Am Rhein wären sie zufrieden, wenn es weiter so liefe wie bisher. Die Entwicklung seiner Mannschaft sei „okay“, sagt Stöger: „Nur: Je weiter du nach oben kommst, desto schwieriger wird es. Das Niveau zu halten, wäre gut.“

Geht es nach Anthony Modeste, darf es ruhig ein bisschen mehr sein. Der treffsicherste Kölner der vergangenen Saison (15 Tore) sorgte in der Sommerpause zwar kurzzeitig für Unruhe: Sein Berater wollte eine (rechtlich unwirksame) Ausstiegsklausel für einen Wechsel nach China ziehen. Mit der Unterschrift unter einen neuen Vertrag bis 2021 war das Thema aber erledigt. Für den Franzosen Grund genug, zu tönen: „Ich möchte in meinem Leben vielleicht auch mal Europa League spielen.“

Dank der cleveren Transfers des französischen U-20-Nationalspielers Sehrou Guirassy (OSC Lille, 3,8 Mio. Euro) und der ablösefreien Marco Höger (Schalke), Konstantin Rausch (Darmstadt) und Artjoms Rudnevs (HSV) ist Köln stärker geworden. Dennoch erklärt Sportdirektor Schmadtke: „Über allem steht bei uns auch nach zwei Jahren die Stabilisierung in der Bundesliga.“

Tim Lüddecke

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