Volltextsuche über das Angebot:

16 ° / 12 ° Regenschauer

Navigation:
Der Dino im Jungbrunnen

Hamburg Der Dino im Jungbrunnen

Umbruch beim HSV: Mit talentierten Neuzugängen will der Bundesligist in eine rosarote Zukunft starten

Voriger Artikel
Olympia: Dreimal Gold und einmal Silber für Deutschland
Nächster Artikel
Das Beste am Spiel war, dass ich danach gleich ins Bett konnte

Hamburg. Die Welt des HSV ist rosarot. Die neuen Auswärtstrikots erweisen sich als cleverer Marketing-Renner, Fans standen Schlange, um sich die grellen Teile zu kaufen. „Viel besser als erwartet“ sei der Umsatz, heißt es beim Hamburger SV. Fröhlichkeit soll die Tristesse der Vergangenheit vertreiben. Weg mit all der Graumäusigkeit der letzten Jahre. Wenn das mal so einfach wäre.

 

OZ-Bild

Talente für bessere Zeiten: Alen Halilovic (l.) und Filip Kostic (r.) sollen die Mannschaft von Trainer Bruno Labbadia (M.) verjüngen. Fotos (3): dpa

Quelle:

Das Gesamtvolumen ist nicht festgelegt, sondern orientiert sich in erster Linie an den sportlichen Notwendigkeiten über mehrere Jahre.“HSV-Finanzvorstand

Frank Wettstein

Und dennoch, beim norddeutschen Traditionsklub herrschen Optimismus und endlich wieder Zuversicht. „Die Freude ist zurück“, hat Trainer Bruno Labbadia nach dem 1:0-Testspielsieg gegen den Premier-League-Klub Stoke City festgestellt, „die meisten freuen sich, dass wir ein paar Schritte nach vorne gemacht haben.“

Die allgemeine Zuversicht beim Fußball-Bundesligisten beruht hauptsächlich auf der Personalpolitik. Zum Ende der vergangenen Spielzeit warf Klubchef Dietmar Beiersdorfer Manager Peter Knäbel raus und übernahm selbst wieder die Aufgaben als Sportchef. Vor allem setzte der 52-Jährige den personellen Umbruch fort. Die langjährigen und alternden Profis Ivo Ilicevic, Gojko Kacar, Jaroslav Drobny, Ivica Olic und Artjoms Rudnevs mussten gehen. Dafür kamen ausschließlich junge und entwicklungsfähige Spieler. Luca Waldschmidt (20/Frankfurt), Bobby Wood (23/Union Berlin), Torwart Christian Mathenia (24/Darmstadt 98) sind Wechsel für die Zukunft. Die „Königstransfers“ Filip Kostic (23/Stuttgart) und Alen Halilovic (20/Barcelona) sind spannende Coups. Flüchtling Bakery Jatta wird noch Zeit brauchen.

Der HSV ist schneller, dynamischer, spielstärker und eben auch jünger geworden. „Wir haben Spieler verpflichtet, die mit der Mannschaft wachsen können. Das haben wir hier in den vergangenen fünf bis sieben Jahren nicht hinbekommen“, sagt Beiersdorfer. Doch die neue Perspektive hat ihren Preis. Knapp 25,5 Millionen Euro haben die Hamburger für ihre Neuen ausgegeben, allein Kostic kostete nach wochenlangem Poker mit dem VfB rund 14 Millionen. „Wir wollten Tempo in die Mannschaft bringen, technische Fertigkeiten und ein bisschen Flair“, sagt Beiersdorfer.

Möglich ist diese Einkaufsperspektive vor allem dank Klaus-Michael Kühne. Der 79 Jahre alte Speditions-Milliardär und HSV-Gesellschafter hat dem mit rund 90 Millionen Euro verschuldeten Klub weitere Darlehen zugesagt, die nur bei Erreichen eines europäischen Wettbewerbes zurückzuzahlen sind. „Das Gesamtvolumen ist nicht abschließend festgelegt, sondern orientiert sich in erster Linie an den sportlichen Notwendigkeiten über mehrere Jahre“, sagt HSV-Finanzvorstand Frank Wettstein.

Diese neuen Möglichkeiten rufen bei Hamburgs Konkurrenz wenig Begeisterung hervor. „Es ist ein Stück weit deprimierend, wenn man sieht, wie der HSV wieder für zig Millionen neue Spieler geholt hat, obwohl er hoch verschuldet ist“, sagt Frankfurts Sportdirektor Bruno Hübner.

Man muss aus den Möglichkeiten aber auch etwas machen. Und das erscheint nach den Eindrücken vor der Saison gelungen. Einen „polyvalenten“ Abwehrspieler sucht der HSV vor dem Pokalspiel in Zwickau noch, ansonsten sind die Personalplanungen abgeschlossen. Die Offensive, die in der letzten Saison nur 40 Tore zustande brachte, ist nominell klar besser geworden – nur an Alen Halilovic scheiden sich schon vor dem ersten Pflichtspiel die Geister. Viele Fans wollen den kleinen kroatischen Dribbelkönig im zentralen Mittelfeld sehen, wo der 20-Jährige auch selbst gerne spielen würde. Labbadia aber brachte ihn in der Vorbereitung regelmäßig als Rechtsaußen. „Ich muss noch viel lernen“, sagt Halilovic.

Noch herrscht also Ruhe. Erst mit der Zeit wird sich zeigen, ob auch Labbadia mit den neuen personellen Möglichkeiten umgehen und die Mannschaft wirklich besser machen kann. Erfolgreicher Abstiegskampf reicht in diesem Jahr in Hamburg jedenfalls nicht mehr aus, auch der Trainer muss sich nun neu beweisen – sonst ist es beim HSV mit dem rosaroten Blick auf die Dinge bald wieder vorbei.

Andreas Hardt

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
OZ-Bild
mehr
Mehr aus Mehr Sport
Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Physik,Kernphysik,Wendelstein,Plasmaphysik,Atome Teaser der den User auf die Themenseite führen soll image/svg+xml Image Teaser Wendelstein 7-X 2015-09-23 de Sonderseite Golfen in MV Immer mehr Menschen schwingen im Nordosten den Golfschläger. 16 000 Mitglieder hat der Landesverband inzwischen – zehn Mal mehr als Anfang des Jahrtausends. Lesen Sie auf unserer Sonderseite Geschichten über die Golfszene, Spieler aus dem Land und Prominente, die gern in MV golfen.
Die besten Wettquoten der Ostsee gibt es im Bundesliga-Quotenvergleich von SmartBets.
Benjamin Barz ? Ostsee-Zeitung Hilfe Aktion Wohltaetigkeit Teaser der den User auf die Umfrage Jetzt den großen Wurf landen! image/svg+xml Image Teaser „Jetzt den großen Wurf landen!“ 2015-11-30 de Gewinnspiel Jetzt den großen Wurf landen Unterstützen Sie gemeinsam mit uns den HC Empor. Kommen Sie am 12.März 2016 um 16:30 Uhr in die Rostocker StadtHalle zum Spiel gegen Dessau-Roßlauer HV und feuern Sie die Spieler an, denn es ist 7 Meter vor Weihnachten Hier geht es zu unserem großen Gewinnspiel.