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„Der Erfolg entschädigt für vieles“

Neubrandenburg „Der Erfolg entschädigt für vieles“

Lena Meißner und Peer Sönksen aus Neubrandenburg gehören zu Deutschlands besten Nachwuchs-Triathleten

Neubrandenburg. 750 Meter Schwimmen, danach 20 Kilometer Radfahren und schließlich fünf Kilometer laufen. Das ist für Peer Sönksen und Lena Meißner nichts Ungewöhnliches. Die beiden 18-Jährigen zählen zu den besten jungen Triathleten Deutschlands.

 

OZ-Bild

Die Triathleten Lena Meißner (18) und Peer Sönksen (18).

Quelle: M. Wilk

Lena ist Junioren-Vizemeisterin und EM-Dritte. Peer wurde 2015 Vizeweltmeister der Junioren, hatte in diesem Jahr aber weniger Glück. Zwei Stürze bei der Europameisterschaft und im Training kosteten ihn Kraft, Sekunden und gute Platzierungen.

18 Stunden pro Woche trainieren die beiden Triathleten im Durchschnitt – neben der Schule. Da bleibt nicht viel Zeit für Privates. „Das holen wir dann in der Trainingspause nach“, sagt Lena Meißner. Einfach mal zu Hause bleiben, das Wochenende mit der Familie verbringen oder zum Bummeln in die Stadt gehen – dafür haben die zwei normalerweise keine Zeit. „Man kann nicht bis elf oder zwölf wach bleiben, wenn man um 6 Uhr aufsteht“, sagt Peer Sönksen.

Eine Saison dauert etwa 50 Wochen. Da hätten sich die Sportler nach der heißen Phase eine Auszeit verdient, sagt ihr Trainer Frank Heimerdinger. Der letzte große Triathlon war im September die Junioren-WM in Mexiko, danach durften seine beiden Schützlinge erst einmal ausspannen.

Trotz Ruhephase: Einen Tag ohne Sport gibt es eigentlich nicht. Heimerdinger: „Bei Lena geht es jetzt so langsam wieder los.“ Für die Schülerin heißt das: Zwischen die Unterrichtsblöcke am Vormittag wird eine Trainingseinheit Schwimmen geschoben. Nach der Schule stehen Laufen und Krafttraining auf dem Programm. Hausaufgaben und die Vorbereitung auf Klausuren oder Tests erledigen die Talente zwischendurch oder abends.

Wer Höchstleistungen bringen wolle, müsse konzentriert, diszipliniert und ehrgeizig sein, sagt der Trainer: „Das bringen Peer und Lena mit.“ Beide hätten sich in den vergangenen Jahren gut entwickelt. 2012 war der in Itzehoe aufgewachsene Sönksen zum Olympiastützpunkt Neubrandenburg gewechselt. Zur gleichen Zeit hat Meißner an den ersten nationalen Wettkämpfen teilgenommen.

„Wenn der Erfolg kommt, entschädigt das für vieles“, sagt die Neubrandenburgerin, die bereits seit der 2. Klasse Triathlon betreibt. Für sie verlief diese Saison „gut, aber nicht perfekt. Ich habe viel gelernt und neue Erfahrungen sammeln können, zum Beispiel beim Wettkampf in Hamburg.“ Dort ist sie bei der WM-Serie erstmals in der Eliteklasse der Top- Stars gestartet, wo sie 55. unter 61 Sportlerinnen wurde. Bei der JWM in Mexiko belegte sie Platz 7. „Die warmen Temperaturen und die hohe Luftfeuchtigkeit haben den Wettkampf erschwert“, sagt sie.

Klubkollege Peer hatte vor allem mit seinen Verletzungen zu kämpfen. „Man muss auch mal durch Täler gehen und darf sich von Rückschlägen nicht entmutigen lassen“, meint Coach Heimerdinger.

In diesen Tagen steigen die beiden Talente wieder voll ins Training ein. Der erste Wettkampf ist Mitte Mai. Im Juni steht dann die Europameisterschaft in Kitzbühel (Österreich) an. Dort wollen beide bei der Medaillenvergabe wieder ein Wort mitreden. Manuela Wilk

OZ

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