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Der neue BVB – ein Ensemble von Hochtalentierten

Dortmund Der neue BVB – ein Ensemble von Hochtalentierten

Die Erstligisten unter der Lupe / Zum Auftakt: Borussia Dortmund / Startrainer Ottmar Hitzfeld beleuchtet alle 18 Teams

Dortmund. Als das Freundschaftsspiel zwischen Borussia Dortmund und Manchester City im chinesischen Shenzen beendet war, schlenderten Pep Guardiola und Thomas Tuchel Arm in Arm über den Rasen. Es ist kein Geheimnis, dass sich die Trainer sympathisch sind. Neulich verriet Bayerns Technischer Direktor Michael Reschke, dass der Spanier seinen Kollegen gern als seinen Nachfolger beim Rekordmeister gesehen hätte.

Seinen Arbeitsplatz wird Tuchel erst einmal nicht wechseln. Er bleibt in Dortmund, wo er sich mit einer Herkulesaufgabe konfrontiert sieht. Er muss ein neues Team formen: Vier Profis hat der achtmalige Deutsche Meister abgegeben und dafür acht neue Spieler geholt. Ein Umbruch, der umfangreicher ausgefallen ist, als es sich die Verantwortlichen gewünscht hatten.

In Dortmund haben sie unter der Führung von Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke ein florierendes Unternehmen etabliert, das über das größte Stadion in Deutschland verfügt, den besten Zuschauerschnitt Europas akquiriert und Jahr für Jahr Rekordumsätze vermeldet. Das reicht, um den Fans eine überaus spielstarke Mannschaft zu präsentieren.

Aber wenn die Global Player mit dem Scheckheft wedeln, muss die Borussia Dortmund KGaA regelmäßig klein beigeben. Zuletzt traten die Riesen aus München und Manchester (City und United) in den Ring.

Mit Mats Hummels, Ilkay Gündogan und Henrich Mchitarjan verliert der BVB „weltweites Topniveau”, wie Tuchel bekräftigt. Dazu verließ Jakub Blaszczykowski den Klub nach Wolfsburg.

Und auch wenn die Borussia für diesen Aderlass mit rund 110 Millionen Euro an Ablösezahlungen belohnt wurde, waren die Gefühle allenfalls gemischt. Watzke spricht vom „größten Umbruch seit zehn Jahren”, tatsächlich steht der Revierklub vor einer äußerst herausfordernden Spielzeit.

Sicherlich haben die Dortmunder Probleme, mit denen sich die überwiegende Mehrzahl der Konkurrenz nur allzu gerne konfrontiert sähe, und doch kann es auf Dauer nicht erstrebenswert sein, als Ausbildungsverein für den europäischen Geldadel zu fungieren.

Doch in Dortmund jammerten sie darüber nicht, sondern strafften sich und gingen auf Einkaufstour: Teilweise wurde den Beobachtern schwindelig, so rasant rotierte das Personalkarussell: Mikel Merino (CA Osasuna/Spanien), Marc Bartra (FC Barcelona), Sebastian Rode (Bayern München), Ousmane Dembele (Stade Rennes/Frankreich), Raphael Guerreiro (FC Lorient/Frankreich), Emre Mor (Nordsjelland/Dänemark) und die Königstransfers von Mario Götze (Bayern) und André Schürrle (Wolfsburg).

Der BVB hat über 200 Millionen Euro umgewälzt, wobei sich Einnahmen und Ausgaben die Waage halten. Nun muss Tuchel seine Spieler zu einem Team formen, das die Erwartungen erfüllt. Tatsächlich haben die Dortmunder ein Ensemble an Hochtalentierten zusammen, das es in der Vereinsgeschichte selbst in Meisterjahren nicht gegeben hat.

Mit Aubameyang in der Spitze und dem Trio Reus, Götze und Schürrle dahinter verfügt der BVB über eine Offensivabteilung, die die Fantasien der schwarz-gelben Fangemeinde beflügelt. Vier Spieler, die alles in sich vereinen, was der Vorstellung von Fußball entspricht, die Tuchel propagiert: Ballsicherheit, Kreativität, Dominanz, Tempo. Allerdings birgt der Dortmunder Kader auch viele Unwägbarkeiten in sich: Mit Götze und Schürrle hat der BVB jene Profis geholt, die bei der EM im deutschen Kader als Verlierer schlechthin deklariert wurden. Schürrles Schaffenskrise dauert seit geraumer Zeit an, auch Götze stolperte in seinen drei Münchner Jahren von einem Tief ins nächste. Erschwerend kommt die tausendfach ausgebreitete Vorgeschichte des Dortmunder Jungen dazu, dessen Wechsel zum Rivalen aus dem Süden im Revier als Hochverrat eingestuft wurde. Götze und Schürrle bewegen sich auf dünnem Eis. Bei Eingewöhnungsproblemen und Leistungs-Tiefs könnten die Ressentiments schnell in giftige Ablehnung umschlagen.

OZ

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