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Deutsche Olympia-Mannschaft offiziell verabschiedet

Frankfurt/Main Deutsche Olympia-Mannschaft offiziell verabschiedet

44 Medaillen will die deutsche Olympia-Mannschaft bei den Sommerspielen in Rio erkämpfen. Ein Teil des 423-köpfigen Teams wurde am Montagabend in Frankfurt feierlich verabschiedet.

Frankfurt/Main. Mit großer Vorfreude hat sich die deutsche Olympia-Mannschaft nach Rio verabschiedet. Die 80-köpfige Delegation, darunter 42 Athletinnen und Athleten, bestieg am Montagabend erwartungsfroh und zuversichtlich den Lufthansa-Airbus LH 500.

 

„Jetzt geht es endlich los. Das ist ein ganz besonderer Moment, wenn die Mannschaft Richtung Olympia abfliegt“, sagte Michael Vesper, Chef de Mission und Vorstandsvorsitzender des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), vor dem Abflug an den Zuckerhut.

In der Lounge wurden Caipirinhas gereicht und brasilianische Folklore dargeboten. In Rio erwartet die deutsche Mannschaft aber ein knallharter Wettbewerb, der nur wenig Zeit für die schönen Seiten des Landes lassen wird. Mindestens 44 Mal Edelmetall, so viel wie in London vor vier Jahren, hat der DOSB als Ziel ausgegeben.

„Die Vorfreude ist riesig. Man fiebert darauf hin, dass es endlich losgeht“, beschrieb Oliver Roggisch die Stimmung. Der Teammanager der Handball-Europameister verfügt als einziger neben Bundestrainer Dagur Sigurdsson über Olympia-Erfahrung. Sein Tipp für die Olympia-Novizen: „Im Endeffekt ist es ein Turnier wie jedes andere. Man muss versuchen, es so normal wie möglich zu sehen, sonst macht man sich verrückt.“

Zur am Montag verabschiedeten Delegation zählten neben den Handballern auch einige Radsportler, Dressurreiter, Segler, Beachvolleyballer und Schützen. „Da hoffen wir auf die erste Medaille, auch wenn das zuletzt zweimal nicht geklappt hat“, sagte Vesper.

Insgesamt umfasst das deutsche Team für die Sommerspiele 423 Teilnehmer. Einige sind schon in Rio, andere reisen je nach Wettkampfbeginn in den nächsten Tagen nach Brasilien. Die Olympischen Spiele werden an diesem Freitag eröffnet.

„Ganz entspannt“ flogen die Seglerinnen Victoria Jurczok und Anika Lorenz gen Rio. „Wir waren schon viermal zum Trainieren dort und freuen uns sehr“, sagte Jurczok ungeachtet des verschmutzten Segel-Reviers. „Das Wasser ist schon ganz schön braun, da schwimmen auch viele Mülltüten drin“, erklärte Lorenz.

Lufthansa-Vorstand Bettina Volkens und der hessische Innenminister Peter Beuth wünschten für die Wettkämpfe alles Gute und dass der Sport nach all den negativen Doping-Schlagzeilen im Fokus stehen möge.

Eine große Willkommens-Party ist den Olympioniken nach ihrer Rückkehr aus Rio am 23. August schon jetzt gewiss. Auf einem „Walk of Fame“ in Frankfurt vom Eisernen Steg bis zum Römberberg sollen die Sportler gefeiert werden. Entsprechende Pläne stellten der DOSB und die Stadt vor. „Es werden möglichst alle Medaillengewinner dabei sein“, sagte Michael Vesper. Die ARD überträgt die Veranstaltung, die unter dem Motto „Meet the Heroes de Janeiro“ steht, live.

dpa

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