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Deutschland-Achter siegt trotz Schrecksekunde am Start

Deutschland-Achter Deutschland-Achter siegt trotz Schrecksekunde am Start

Erst verhakten sich die Arbeitsgeräte des deutschen und des US-Boots, dann machte sich das Flaggschiff des Deutschen Ruderverbandes im Nord-Ostsee-Kanal auf die erfolgreiche Aufholjagd.

Rendsburg. Erst verhakten sich die Arbeitsgeräte des deutschen und des US-Boots, dann machte sich das Flaggschiff des Deutschen Ruderverbandes im Nord-Ostsee-Kanal auf die erfolgreiche Aufholjagd.

Martin Sauer schimpfte dennoch wie ein Rohrspatz. „Das war eine unterirdische Schiedsrichterleistung“, monierte der Steuermann des Deutschland-Achters, nachdem sich das Paradeboot des Deutschen Ruderverbandes bei der 16. Auflage der längsten Regatta der Welt vor den Teams aus den Niederlanden, den USA und Polen den zwölften Sieg geholt hatte. Kurz nach dem Start des 12,7 Kilometer langen Rennens auf dem Nord-Ostsee-Kanal in Rendsburg waren sich am Sonntag die Ruder des deutschen und des amerikanischen Bootes in die Quere gekommen.

Sauer war verärgert, weil seiner Meinung nach die Niederländer mit einem Manöver das Ungemach ausgelöst hatten. In der ARD-Übertragung legte der Steuermann den Referees eine Schulung nahe. Bundestrainer Ralf Holtmeyer sah derweil zumindest eine Mitschuld bei seinen Schützlingen: „Das war schlecht losgefahren und schlecht gesteuert. Es spricht aber für die Mannschaft, dass sie das noch aufgeholt hat.“

Auch für die Silbermedaillen-Gewinner der Olympischen Spiele von Rio de Janeiro war klar, dass eine Aufgabe nicht in Frage kam. Und so machten sich die Deutschen auf die Verfolgung der Niederländer, die sie auch schon im Finale von Rio hinter sich gelassen hatten.

„Wir wollten schnell wieder in einen geilen Rhythmus kommen“, sagte Schlagmann Hannes Ocik nach der Zieldurchfahrt. Etwa bei der Hälfte der Distanz zogen die Deutschen am Oranje-Team vorbei und machten souverän das Sieges-Dutzend auf der norddeutschen Wasserstraße voll.

Für die Mannschaft war es der letzte Sieg in dieser Besetzung. Denn Bundestrainer Holtmeyer geht davon aus, dass das Flaggschiff der deutschen Ruderer für die kommenden Aufgaben wie die Weltmeisterschaften im kommenden Jahr in Sarasota im US-Bundesstaat Florida neu zusammengestellt wird. „Wir wollten nach Rio mit einer guten Leistung abtreten“, sagte Holtmeyer. Das ist mit dem Sieg beim härtesten Ruderrennen der Welt gelungen.

dpa

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