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Deutschland will zurück in die Weltspitze

Berlin/Rostock Deutschland will zurück in die Weltspitze

Die Reform zur Förderung des Leistungssports soll eine neue Ära einläuten. In MV stehen wohl ab 2018 Veränderungen an.

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Berlin/Rostock. Aufbruch in eine neue Ära: Mit dem Eckdaten-Papier zur Reform der Förderung des Leistungssports haben Politik und Sport ein mutiges Werk vorgelegt, das den olympischen Sport in Deutschland zurück an die Weltspitze führen soll. „Das ist sicher noch nicht die Endfassung. Aber Fakt ist, dass wir um eine Leistungssportreform in Deutschland nicht herumkommen“, sagt Michael Evers, Chef des Olympiastützpunktes Mecklenburg-Vorpommern: „Wenn wir so weitermachen, geht es weiter bergab, das wissen wir alle. Wir müssen neue Wege gehen.“

OZ-Bild

Die Reform zur Förderung des Leistungssports soll eine neue Ära einläuten. In MV stehen wohl ab 2018 Veränderungen an.

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Verbände werden nicht mehr blind mit Geld gefüttert, Stützpunkte müssen schließen und die Macht des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) wird eingeschränkt. Das Ziel der Neustrukturierung ist klar umrissen. Podiumsplätze bei Olympischen und Paralympischen Spielen, Weltmeisterschaften und World Games stehen an zentraler Stelle des 38 Seiten starken Papiers, das die deutliche Handschrift des Bundesinnenministeriums (BMI) trägt. Der größte Geldgeber des Sports nickte in der Vergangenheit die Pläne der Verbände nur ab, spricht nun aber maßgeblich mit.

Kernpunkt ist ein neues Förderprogramm, das in seiner Komplexität in einer Sportverwaltung einmalig sein dürfte. Die entscheidende Neuerung liegt darin, dass nicht mehr die Erfolge bei vergangenen Olympischen Spielen für den Geldfluss an die Verbände entscheidend sind, sondern das Potenzial, die Perspektive, die ein Sportler oder eine Disziplin hat. Das neu eingeführte Berechnungsmodell „PotAS“ (Potenzialanalysesystem) ermittelt die Zukunftschancen der Athleten und deren Disziplinen, die im Anschluss mit Hilfe von Attributen (Erfolg, Perspektive, Strukturen etc.) in drei unterschiedliche Fördergruppen eingeteilt werden. Trainer sollen bessere Bedingungen und Athleten bessere Berufsperspektiven (Stichwort: duale Karriere) geboten bekommen.

Zudem soll der DOSB künftig schon in Grundschulen nach Talenten suchen.

Begleitet wird der Prozess von ständigen Beratungen unterschiedlicher Gremien (PotAS-Kommission, Strukturgespräche und Förderkommission). Zu den Gruppen gehören Vertreter von DOSB, der Wissenschaft, der Länder und des BMI. „In der Vergangenheit waren wir an manchen Stellen stark auf die Verbände konzentriert“, sagte DOSB-Präsident Alfons Hörmann: „Künftig wollen wir noch filigraner, noch professioneller Sportart für Sportart durchleuchten und uns Gedanken darüber machen: Wo bestehen die besten Chancen, in vier, acht oder zwölf Jahren definitiv erfolgreich zu sein?“

Zudem soll die Anzahl der Stützpunkte reduziert werden. Von den bisher 204 Bundesstützpunkten soll es in Zukunft nur noch 165 bis 170 geben. Die Olympiastützpunkte sollen von 19 auf 13 gekürzt werden. Welche Stützpunkte genau betroffen sind, ist unklar. Der Olympiastützpunkt MV hat drei gleichberechtigte Standorte in Rostock, Neubrandenburg und Schwerin. „2017 wird sich erst mal nichts ändern, da sollen die Strukturen so bleiben wie sie sind. Aber ab 2018 kann es durchaus Veränderungen geben“, sagt Michael Evers.

Während die gesamte Reform wohl erst 2019 greift, soll die PotAS-Kommission mit eigenem Büro und hauptamtlichen Mitarbeitern schon in den nächsten Monaten ihre Arbeit aufnehmen. Dafür wird wohl eine Anschubfinanzierung nötig, der geplante Haushalt für 2017 (162,5 Millionen Euro) würde anwachsen. „Es wird mehr Geld kosten“, sagte Ruder-Präsident Siegfried Kaidel, Sprecher der Spitzensportverbände, die für den 18. Oktober eine Aussprache vereinbart haben. Im Dezember soll die Reform von der Mitgliederversammlung des DOSB in Magdeburg verabschiedet werden.

Olympiastützpunkt ist gemeinnütziger Verein

Als gemeinnütziger Verein wird der Olympiastützpunkt MV in erster Linie aus Mitteln des Bundesinnenministeriums, des Kultusministeriums MV, der Städte Rostock, Schwerin, Neubrandenburg, der Deutschen Sporthilfe und aus Sponsorengeldern getragen.

Der Olympiastützpunkt (OSP) versteht sich als eine sportartübergreifende Serviceeinrichtung für den Spitzen- und Nachwuchsleistungssport in den olympischen Disziplinen zur medizinischen, physiotherapeutischen,

trainingswissenschaftlichen sowie sozialen Beratung und Betreuung hauptsächlich im täglichen Training. Die Hauptaufgabe des OSP besteht darin, die Leistungsentwicklung der Bundeskaderathleten und -athletinnen im

täglichen Training vor Ort und bei

zentralen Maßnahmen zu sichern.

Nikolaj Stobbe, Dominik Kortus und Sönke Fröbe

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