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Die Hoffnung schwindet: Empor wie ein Absteiger

Rostock Die Hoffnung schwindet: Empor wie ein Absteiger

Rostocker Handballer ziehen nach einer indiskutablen ersten Halbzeit gegen Essen mit 21:31 den Kürzeren.

Rostock. Jens Gienapp wollte die indiskutable Leistung ´nicht beschönigen. „Die Mannschaft hat in den ersten dreißig Minuten gezeigt, dass sie kein Problem damit hat, abzusteigen“, ärgerte sich der Klubchef des Handball-Zweitligisten HC Empor Rostock nach der gestrigen 21:31 (6:18)-Heimpleite im Kellerduell gegen TuSEM Essen. Gienapp sprach von der „schlechtesten Leistung“ in seiner zehnjährigen Amtszeit. „Alle reißen sich den Hintern auf, nur die Mannschaft nicht. Das war eine peinliche Vorstellung!“

Für Empor rückt damit das Saisonziel Klassenverbleib in immer weitere Ferne. Zwar werden in den verbleibenden 16 Runden noch reichlich Punkte vergeben – die nächsten bereits am Sonntag in Hamm –, doch nach dem desaströsen Auftritt tendieren die Hoffnungen gen Nullpunkt.

Die gestrige Leistung der Rostocker war zu keinem Zeitpunkt zweitligatauglich. Im Gegenteil: Der Auftritt in den ersten 30 Minuten kam einem Offenbarungseid gleich. „Für die Leistung der Mannschaft in der ersten Halbzeit kann ich mich nur entschuldigen. Das war unterirdisch“, fand auch Trainer Hans-Georg Jaunich deutliche Worte.

Reine Kopfsache! Mag sein, dass der Druck, das Kellerduell gewinnen zu müssen, Arme und Beine lähmte. Und sicher schwand mit jeder misslungenen Aktion ein Fünkchen Selbstvertrauen.Aber die Art und Weise war erschreckend. Es fehlten Kampf, Leidenschaft und die nötige Konsequenz, um Essen in Bedrängnis zu bringen.

Die Gäste hatten ihre Hausaufgaben gemacht. Empors Probleme gegen eine 5:1-Abwehr waren bereits im vorherigen Kellerduell in Neuhausen (28:28) unübersehbar. Zudem verhinderten die Essener geschickt Tempogegenstöße von Papadopoulos und spielten im Angriff solide ihr Pensum herunter. Das reichte. Empor gelang gegen die offensive TuSEM-Deckung in den ersten 30 Minuten nahezu nichts. Jaeger, Heil und Meuser blieben blass. Jaunich reagierte und brachte mit Zemlin sowie den Neuzugängen Zourek und Lind eine komplett neue Aufbaureihe. Auf Rechtsaußen kam Iliopoulos für Trupp. Am Kreis ersetzte Lux Kapitän Flödl. Zu diesem Zeitpunkt war der Zug fast schon abgefahren – 3:10 (12.). Und es wurde nicht besser. Linds erste Aktion war ein Fehlpass, Zourek leistete sich mehrere Fehlversuche. Zu allem Übel scheiterten Papadopoulos und Lind mit Siebenmetern am glänzend aufgelegten Gäste-Torhüter Bliß. Als Flödl Empors elfminütige Durststrecke mit dem Treffer zum 4:12 (15.) beendete, war die Partie praktisch schon entschieden. Die Hansestädter schlitterten harm- und hilflos ins Verderben. Einfach erschreckend.

„In der zweiten Halbzeit haben wir versucht, wenigstens das Gesicht zu wahren“, meinte Jaunich. Das gelang mehr oder weniger. Unterm Strich sei es „traurig, dass wir wieder ein Heimspiel einfach so abgeschenkt haben“, fügte er hinzu.

Stefan Ehlers

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