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Djokovic und Murray im Duell um die Krönung

Traumfinale perfekt Djokovic und Murray im Duell um die Krönung

Auf dieses Endspiel hat die Tennis-Welt gewartet: Der neue Branchenprimus Murray trifft auf Dauersieger Djokovic. Der Sieger ist inoffizieller Weltmeister - und überwintert auf dem Tennis-Thron.  Doch der Serbe hat einen großen Vorteil.

London. Für die letzte Episode des Dauerduells zwischen Novak  Djokovic und Andy Murray haben sich die beiden besten Tennisspieler der Welt einen ganz besonderen Ort aufgehoben. 

Beim Endspiel am Sonntag in London kämpfen der Serbe und der Schotte nicht nur um den prestigeträchtigen Titel bei der ATP-WM in London, sondern auch um Platz eins in der Weltrangliste. Der Gewinner überwintert an der Spitze, dem Verlierer bleibt bis zum Start der neuen Spielzeit im Januar nur der Rang zwei. „Das wird eines der größten Matches, die wir je gegeneinander gespielt haben“, sagte Djokovic. Erstmals entscheidet ein direktes Duell als letztes Spiel der Saison darüber, wer das Jahr als Nummer eins der Welt abschließt.

Beinahe wäre es zu diesem Schlusspunkt gar nicht gekommen: Murray musste in seinem Halbfinale gegen den Kanadier Milos Raonic deutlich mehr kämpfen, als ihm lieb war. Das 5:7, 7:6 (7:5), 7:6 (11:9) war das längste Match in der Geschichte der ATP-WM - 3:38 Stunden hatte der 29-Jährige gebraucht, bis er seinen vierten Matchball verwandelte. „Je länger dieses Spiel ging, desto größer wurde die Unterstützung der Fans. Genau dafür spielen wir dieses Spiel“, sagte ein total ausgelaugter Murray.

Nachdem der Weltranglistenerste schon in der Vorrunde ein Match über 3:20 Stunden gegen Kei Nishikori hatte, scheint er körperlich geschlaucht. Djokovic hingegen verfügt nach seinen zuletzt lockeren Auftritten noch über Kraftreserven. Gegen Nishikori überzeugte er bei seinem souveränen 6:1, 6:1-Sieg über die volle Spielzeit. „Kei war offensichtlich ein bisschen müde, er hat diesmal nicht auf seinem Toplevel gespielt“, sagte der diesjährige Sieger in Melbourne und Paris. 

Eine klare Rollenverteilung ist für das Finale schwer auszumachen.  Zwar hat sich Murray mit Triumphen in Wimbledon und bei den Olympischen Spielen den Nummer-eins-Status verdient, doch gilt das Hallenevent in der britischen Hauptstadt als eines der Lieblingsturniere des Schützlings von Boris Becker: Fünfmal gewann Djokovic bereits bei den ATP Tour Finals, zuletzt beendete er die Saison viermal in Folge auf dem Siegerpodest in der O2-Arena.

„Ich werde noch einmal mein Bestes geben und alles aus mir herausholen“, kündigte Murray an. Das Aufeinandertreffen der beiden 29-Jährigen ist längst zu einem Klassiker des Tennis-Sports geworden. In bisher 34 Duellen siegte 24 Mal der Serbe, darunter meist auch in den großen Finalspielen. „Nun kommt es zu dem Spiel, auf das wir alle gewartet haben. Ich hoffe, wir können ein großartiges Finale erleben“, erklärte Djokovic, der sich nach mentalen Problemen im Sommer wieder aus seinem Tief gekämpft hat und rechtzeitig zum Jahresabschluss zu seiner Bestform zurückgefunden hat.

dpa

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Bejubelter Primus ganz cool

Mit 20 Siegen in Serie hat sich Andy Murray an die Spitze katapultiert. Auch als neue Nummer eins lässt der Schotte nicht nach.  Im Fernduell mit Rivale Novak Djokovic sendet er ein erstes Zeichen:  Rechenspiele sollen nicht über den Tennis-Thron entscheiden.

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