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Dotchevs Zwischenbilanz: Uns fehlen sechs Punkte

Paderborn Dotchevs Zwischenbilanz: Uns fehlen sechs Punkte

Dritte Niederlage und seit fünf Spielen ohne Sieg: Der FC Hansa hinkt den eigenen Ansprüchen derzeit hinterher.

Paderborn. Es hätte alles so schön sein können. Zum ersten Mal kehrte Pavel Dotchev als Gegner zu seinem Ex-Verein SC Paderborn zurück: Hier war der Hansa-Trainer zehn Jahre Spieler und Chefcoach, hier ist sein Zuhause und hier mögen ihn die Menschen noch immer. Mit viel Applaus wurde Dotchev am Freitagabend in der Benteler Arena begrüßt. Doch nach dem Abpfiff war die Wiedersehensfreude ebenso schnell verpufft wie die Vorfreude auf das Wochenende im eigenen Haus. „Ich muss abschalten, bleibe zwei Tage hier“, sagte der Deutsch-Bulgare zerknirscht nach der 1:2 (1:1)-Niederlage beim Tabellenführer und war überzeugt: „Es werden keine schönen Tage.“

Ab heute ist Dotchev wieder in Rostock, um Hansa auf die Partie am Sonnabend gegen Aalen vorzubereiten. „Jetzt haben wir ein Heimspiel und das müssen wir unbedingt gewinnen, das muss jetzt endlich mal klappen“, lautet die nachvollziehbare Forderung des Trainers. Denn nach verheißungsvollem Saisonstart hinken die Rostocker, die im Ostseestadion noch sieglos sind, den eigenen Ansprüchen derzeit hinterher.

Das 1:2 in Paderborn war die dritte Niederlage, seit mittlerweile fünf Spielen wartet Hansa auf einen Sieg. Die erste Zwischenbilanz des Trainers nach zehn Saisonspielen klingt dann auch ernüchternd.

„Wir haben definitiv fünf, sechs Punkte zu wenig auf dem Konto“, sagt Dotchev. Allerdings habe sich seine Mannschaft unter Wert verkauft. „Ich will es nicht schönreden, aber unsere Punktzahl entspricht nicht unseren Leistungen.“

Auch am Freitag hatte sich Hansa „auf Augenhöhe“ mit dem Tabellenführer gezeigt, wie Paderborns Rostocker Trainer Steffen Baumgart befand. Dotchev hatte die über 90 intensiven und leidenschaftlichen Minuten ebenso gesehen: „Ich behaupte, dass wenige Mannschaften sich in Paderborn so präsentiert haben wie wir. Das Traurige ist, dass wir wieder mit leeren Händen dastehen.“ Unter dem Strich bleiben eine vermeidbare Niederlage und zwei Platzverweise, die sich in der hitzigen Schlussphase Bryan Henning (Gelb-Rot) und Tim Väyrynen (Rot) einhandelten. Beide fehlen somit im Heimspiel gegen Aalen.

Der Finne haderte nach seinem Startelfdebüt mit einer „klaren Fehlentscheidung“ des Schiedsrichters. Er habe nur den Ball, nicht den Gegenspieler getroffen, beteuerte der Stürmer, der den Unparteiischen bat, sich die Szene noch einmal anzuschauen, bevor er seinen Bericht schreibt: „Sicherlich macht jeder mal einen Fehler, aber dieser tut echt weh.“

Torschütze Stefan Wannenwetsch fand die Niederlage „brutal bitter“, zumal der Siegtreffer durch den Ex-Rostocker Dennis Srbeny erst in der Schlussphase fiel (85.): „Aber die Saison ist noch lang und der Zug ist noch nicht abgefahren, obwohl wir inzwischen auch wieder nach unten schauen müssen.“

Pavel Dotchev erlebte das 1:2 schon nicht mehr auf der Trainerbank. Referee Patrick Ittrich (Hamburg) hatte den Coach wegen dessen wegwerfender Handbewegung auf die Tribüne geschickt. Eine Entscheidung, die Steffen Baumgart – ihm hatte der Unparteiische schon nach wenigen Minuten mit der Tribüne gedroht – nicht nachvollziehen konnte: „Irgendwann ist auch mal Feierabend!“

Sönke Fröbe und Dirk Harten

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