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Drachenboot-EM: Sieben Rostocker hoffen auf Edelmetall

Rostock Drachenboot-EM: Sieben Rostocker hoffen auf Edelmetall

Bei den kontinentalen Titelkämpfen in Rom wollen die deutschen Teams an die Erfolge aus dem Jahr 2014 anknüpfen

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Florian Glamann, Kira Liebau, Stefanie Höfer, Laura Tamms, Gabriele Karstens, Friederike Lange und Klemens Schiffner (v.l.)

Quelle: privat

Rostock. Drachenboote sind ein Hingucker – und werden meist als unterhaltsames Hobby für Freizeitteams und Betriebsmannschaften wahrgenommen. Doch seit Anfang der 1990er Jahre sind die aus China stammenden Boote auch in Deutschland mehr und mehr im Leistungssport unterwegs. Mittlerweile gibt es Welt- und Europameisterschaften im Zwei-Jahres- Rhythmus. Ab Donnerstag treffen sich Aktive aus 17 Ländern in Rom zu ihren kontinentalen Titelkämpfen. Mit von der Partie sind auch sieben Rostocker.

„Wir wollen an die Erfolge von 2014 anknüpfen, als die deutschen Boote acht Gold- und zwei Silbermedaillen holten“, gibt Klemens Schiffner vor. Der 27-jährige Student für Verkehr und Logistik ist Regionalleiter Nord der deutschen Drachenboot-Nationalmannschaft und wird neben Kira Liebau, Stefanie Höfer (beide SV Breitling), Gabriele Karsten, Laura Tamms, Friederike Lange und Florian Glamann (alle Kanusportfreunde Greif) die Rostocker Farben in Italiens Hauptstadt vertreten. Insgesamt gehen dort nicht weniger als 100 deutsche Paddler an den Start. Hinzu kommen Steuerleute und Trommler.

Während Drachenbootrennen im Ursprungsland China – die Anfänge gehen bis ins Jahr 500 v.Chr. zurück – noch heute reine Männersache sind, gibt es international Männer-, Frauen- und Mixedboote.

Gefahren werden Strecken von 200, 500 und 2000 Metern.

Auf die EM freut sich Schiffner besonders. „Die Sprintdistanzen werden in einem Stadtpark ausgefahren. Da hoffen wir natürlich auf viele Zuschauer“, sagt er. Die Verfolgungsrennen über 2000 Meter finden auf einem Bergsee vor den Toren Roms auf der olympischen Ruderstrecke von 1960 statt.

Dabei haben die Sportboote mit ihrem Ursprung – kunstvolle Drachenköpfe und -schwänze – nicht mehr viel gemeinsam. Lediglich der Riss basiert noch auf dem Hongkong-Drachenboot, die dekorativen Elemente finden nur bei Veranstaltungen Verwendung. Die genormten Männerboote mit 20 Paddlern sind ohne Kopf und Schwanz 12,49 Meter lang, 1,16 Meter breit und 250 Kilogramm schwer. Der Rumpf wird meist aus glasfaserverstärktem Kunststoff gefertigt. Darüber hinaus gibt es ein sogenanntes Kurzboot mit zehn Paddlern (Frauen/Mixed) und einer Länge von 9,60 Metern.

Klemens Schiffner und seine Mitstreiter – u.a. fahren auch Sportler aus Neubrandenburg und Schwerin zur EM – haben sich den letzten Schliff in einem viertägigen Trainingslager in München geholt.

Jetzt hoffen sie auf ein ähnlich erfolgreiches Abschneiden wie vor zwei Jahren. „Das wäre der schönste Lohn für unser tägliches Training“, sagt Schiffner, der ebenfalls bei den Kanufreunden Greif beheimatet ist.

Rennen seit 40 Jahren

In Hongkong fand 1976 das erste internationale Drachenbootrennen statt, vier Jahre später gab es in London die Europa-Premiere. 1989 wurden Rennen als Teil des 800. Hafengeburtstags in Hamburg ausgetragen. Dort wurde 1990 auch der Deutsche Drachenboot-Verband (DDV) gegründet. Es folgten im selben Jahr die European Dragon Boat Federation (EDBF) und 1991 der Weltverband IDBF.

Drachenbootrennen werden auch vom Internationalen Kanu-Verband (ICF) organisiert, der 2005 seine erste Klub-WM in Schwerin ausrichtete. Eine ursprünglich vereinbarte Kooperation zwischen IDBF und ICF scheiterte. Seither streiten IDBF und ICF über einen Alleinvertretungsanspruch.

Burkhard Ehlers

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