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Dreimal Gold und einmal Silber für Deutschland

Rio de Janeiro Dreimal Gold und einmal Silber für Deutschland

Das deutsche Team erlebt den bislang erfolgreichsten Tag bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro. Gleich viermal gibt es Edelmetall, drei davon in Gold. Doch es gab auch bittere Momente.

Rio de Janeiro. Die deutschen Olympia-Asse sind am sechsten Wettkampftag der Sommerspiele in Rio de Janeiro kaum aus dem Jubeln herausgekommen. Nach dem goldenen Start durch die deutschen Ruderer und Gewehrschützin Barbara Engleder gab es auch noch Silber für Bogenschützin Lisa Unruh.

Damit erhöhte das deutsche Team seine Rio-Ausbeute auf acht Medaillen (4 Gold, 3 Silber, 1 Bronze).

Binnen zehn Minuten fuhren die Doppel-Vierer der Männer und Frauen am Donnerstag jeweils zum Olympiasieg. Die Männer wiederholten in der Besetzung Philipp Wende, Lauritz Schoof, Karl Schulze und Schlagmann Hans Gruhne den Erfolg von London 2012. Silber ging an Australien, Bronze holte sich das Boot aus Estland.

„Wir wollten eine Medaille. Einfach irre, dass es Gold geworden ist. Unglaublich“, sagte Schoof. Bei den Frauen siegten Annekatrin Thiele, Carina Bär, Julia Lier und Lisa Schmidla nach einem unwiderstehlichen Endspurt vor den Niederlanden und Polen.

Danach sorgte Engleder in ihrer Spezialdisziplin Dreistellungskampf mit dem Kleinkalibergewehr für die erste Goldmedaille der deutschen Sportschützen seit Ralf Schumanns Triumph 2004 in Athen. Im Finale verwies die 33-Jährige mit dem olympischen Rekord von 458,6 Ringen die Chinesinnen Zhang Binbin und Du Li auf die Plätze zwei und drei. „Ein Wahnsinn. Das ist der krönende Abschluss meiner Karriere.“

Pure Freude herrschte auch auf der Bogenschießanlage, wo Lisa Unruh mit Silber die erste deutsche olympische Einzelmedaille in dieser Disziplin gewann. „Das hätte ich mir nicht träumen lassen. Das ist der größte Moment in meinem Leben.“ Erst im Finale stoppte die Südkoreanerin Chang Heyjin den Siegeszug der Hallen-Weltmeisterin.

Doch es gab auch bittere Momente: Die erfolgsverwöhnten deutschen Teamsprinter erlebten gleich zum Auftakt der Bahnrad-Wettbewerbe eine Pleite, verloren in der ersten Runde gegen Neuseeland, verpassten die Finalläufe und wurden nur Fünfter.

Die Handball-Europameister kassierten gegen die Gastgeber ihre erste Turnier-Niederlage. Gegen die wie entfesselt aufspielenden Brasilianer gab es mit 30:33 (16:17) die erste Niederlage überhaupt. Deutschland kann aber mit einem Erfolg am Samstag gegen Slowenien die K.o.-Runde erreichen.

Auf der Judo-Matte gab es kein weiteres Edelmetall für Deutschland. Karl-Richard Frey und Luise Malzahn verloren ihre Kämpfe um Bronze.

Auch bei den Slalom-Kanuten erfüllten sich die Hoffnungen nicht. Die Weltmeister Franz Anton und Jan Benzien paddelten im Canadier-Zweier als Vierte knapp an einer Medaille vorbei. Im Kajak-Einer der Frauen wurde Melanie Pfeifer Siebte. Die Slalom-Spezialisten blieben ohne Rio-Medaille.

Tennis-Ass Angelique Kerber zog mit einem 6:1, 6:2 gegen Johanna Konta als erste Deutsche seit Steffi Graf 1992 ins olympische Halbfinale ein. Eine herbe Pleite setzte es für Laura Siegemund. 1:6, 1:6 hieß es im Viertelfinale gegen Monica Puig aus Puerto Rico.

Im Turn-Mehrkampf wurde Elisabeth Seitz Zehnte, Sophie Scheder fiel auf Platz 23 zurück.

Einen gelungenen Start legten die deutschen Golfprofis Martin Kaymer auf Rang elf und Alexander Cejka auf Platz vier hin. Kaymer spielte zum Auftakt eine 69er Runde, Cejka benötigte sogar nur 67 Schläge.

dpa

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An Tag drei wartet das deutsche Olympia-Team weiter vergeblich auf eine Medaille. Paul Biedermann schafft in Rio nicht den erhofften Podestplatz, Fahnenträger Timo Boll scheidet sogar im Achtelfinale aus. DOSB-Chef Hörmann zieht ernüchtert Zwischenbilanz.

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