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Biathlon-Bundestrainer Kirchner holte vor 26 Jahren Gold am Holmenkollen

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Biathlon-Bundestrainer Mark Kirchner (45)

Quelle: Imago

Oslo. . Vor 26 Jahren ging der Stern von Mark Kirchner bei der Biathlon-Weltmeisterschaft in Oslo auf. Im Sprint düpierte der Debütant damals die Weltelite, gewann den ersten seiner insgesamt zehn WM-Titel und begründete seinen Ruf als „Außerirdischer“. Die Augen des Bundestrainers leuchten auch heute noch, wenn der mittlerweile 45-Jährige über seine erste WM am legendären Holmenkollen spricht. „Es wäre schlimm, wenn ich mich nicht daran erinnern würde.“

„Es war ja auch eine politisch bewegte Zeit. Wir sind in Oslo immer noch für die DDR gestartet, die Wende war noch nicht vollzogen“, erinnert sich Kirchner an die Monate nach dem Mauerfall und gestattet einen Einblick in die Gedankenwelt eines Spitzensportler. „Ich war als junger Kerl total auf den Sport fixiert, von all den politischen Umwälzungen habe ich wenig mitgekriegt.“

Auch der Biathlon-Sport hat sich stark verändert. „Damals haben wir konditionell auch schon gescheit hingelangt“, sagt Kirchner. Ansonsten sind die Unterschiede gewaltig. „Allein wenn man die Schießzeiten betrachtet, in der Zeit, in der heute zweimal geschossen wird, waren damals die meisten gerade einmal mit dem Liegendschießen fertig.“

Kirchner hat seine Skier noch selbst präpariert. „Wir hatten keine sechs Techniker. Da bin ich abends im Keller gestanden und habe meine vier Paar Ski gewachst, habe sie am nächsten Tag getestet und einen davon genommen.“

Kirchner hat alle Höhen und Tiefen erlebt, vielleicht schwört sein Team auch deshalb so auf ihn. „Das Wichtigste ist, dass man absolut ehrlich und auf Augenhöhe auch mit seinen Athleten umgeht — und andere Meinungen zulässt“, beschreibt er sein Credo. Vom Servicemann über den Athleten bis hin zum Trainerstab — er hat einen verschworenen Haufen geformt. „Entscheidend ist, dass alle mit Herz dabei sind. Das ist das, was ich verlange.“

1998, als er die Qualifikation für die Winterspiele in Nagano verpasste, beschäftigte sich der dreimalige Olympiasieger erstmals „ernsthaft“ mit dem Gedanken, Bundestrainer zu werden. Einen Job im Ausland schloss Kirchner aus. „Ich stehe für Deutschland. Ich stehe für den deutschen Biathlon-Sport. Das Land hat mir ermöglicht, diesen Sport zu betreiben und soweit zu kommen“, sagt er.

 



OZ

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