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Empor-Klubchef macht Druck: Ultimatum für Trainer Teichert

Rostock Empor-Klubchef macht Druck: Ultimatum für Trainer Teichert

Gienapp fordert vor dem heutigen Auswärtsspiel beim VfL Bad Schwartau vier Punkte aus den kommenden drei Spielen – sonst muss der Coach gehen.

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Wir müssen da unten raus. Mit zwei Siegen wäre die Situation etwas entspannter.“ Empor-Klubchef Jens Gienapp (47)

Rostock. Nach dem Absturz auf den letzten Tabellenplatz erhöht Jens Gienapp den Druck auf Trainer Robert Teichert. Vor dem heutigen Gastspiel des Handball-Zweitligisten HC Empor Rostock beim VfL Bad Schwartau (19.30 Uhr) stellt der Klubchef ein Ultimatum. „Wir erwarten aus den kommenden drei Spielen vier Punkte“, sagt Gienapp. Auf diese Vorgabe habe sich die Vorstandsriege bei einer Krisensitzung am Montagabend verständigt. Bleibt die Kehrtwende aus, ist die Trennung vom Coach beschlossene Sache. „Wir gehen aber davon aus, dass wir die vier Punkte holen“, betont Gienapp.

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Gienapp fordert vor dem heutigen Auswärtsspiel beim VfL Bad Schwartau vier Punkte aus den kommenden drei Spielen – sonst muss der Coach gehen.

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Die Schwartauer befinden sich derzeit im Höhenflug. Mit drei Siegen in Folge stürmten sie auf Rang drei. Mehr als 2000 Zuschauer werden heute in der Lübecker Hanse-„Hölle“ erwartet. „Dort wird es schwer, aber danach haben wir zwei Heimspiele. Die müssen wir gewinnen. Mit zwei Siegen wäre die Situation etwas entspannter“, meint Gienapp mit Blick auf die Partien am Sonntag gegen Aufsteiger HSG Konstanz und am 20. November gegen Nordhorn-Lingen.

Auch Teichert sehnt ein Ende der Erfolglosigkeit (fünf Niederlagen am Stück) herbei. „Dass wir langsam anfangen müssen zu punkten, ist jedem klar“, sagt der 38 Jahre alte Coach, der sein Team gegen Bad Schwartau nicht chancenlos sieht. „Klar sind wir Außenseiter, aber so ein Derby hat immer eigene Gesetze. Ich hoffe, dass wir im Vergleich zum Bietigheim-Spiel noch eine Schippe drauflegen können“, sagt der Coach. „Wir wollen nicht nur davon reden, sondern endlich auch mal Ergebnisse sehen.“

Ende April überraschte Empor gegen Schwartau mit einem 23:19-Auswärtserfolg. „Für uns ist das ein kleiner Motivationsschub“, meint Teichert. Andererseits werde Schwartau alles daransetzen, um sich zu revanchieren, weiß der Coach.

Empor-Kapitän Norman Flödl traut den Schwartauern eine erfolgreiche Saison zu: „Sie sind eingespielt und haben viele erfahrene Leute. Die können oben mitspielen.“ Für die Rostocker geht’s indes einzig ums Überleben.

Empor im Abstiegskampf – diese Situation ist nicht neu. Doch nach dem personellen Umbruch im Sommer ist die Aufgabe nach Ansicht von Flödl diesmal im Vergleich zu den Vorjahren ungleich schwerer.

„Das ist die mit Abstand schwierigste Saison.“ Der Mannschaft fehle es an Erfahrung und Qualität, meint der Kreisläufer. Dennoch hofft Flödl, dass seine Mannschaft das Saisonziel erreicht. „Ich habe keinen Bock darauf, in der dritten Liga zu spielen. Ich möchte das mit Empor schaffen.“

Gienapp ist der Überzeugung, dass die Mannschaft das Potenzial hat, den Klassenverbleib zu schaffen. Verstärkungen schließt er zum jetzigen Zeitpunkt aus.

Als Achillesferse hat der Vereinschef die Defensive ausgemacht. Die Rostocker haben in den ersten zehn Runden 280 Tore erzielt (fünftbester Wert der Liga), aber 315 Gegentreffer kassiert – so viele wie kein anderes Team. „Da fehlen uns Cleverness und die nötige Erfahrung“, meint Flödl. Er macht gleich mehrere Unsicherheitsfaktoren aus. Um diese abzustellen, braucht Empor Erfolgserlebnisse – möglichst schon gegen Schwartau.

Stefan Ehlers

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