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Empor bricht nach der Pause ein

Lübeck Empor bricht nach der Pause ein

Rostocker Handballer kommen beim VfL Bad Schwartau mit 23:30 unter die Räder. Druck auf Trainer Teichert wird größer.

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André Meuser vom HC Empor zieht ab gegen Martin Waschul (l.) und Rickard Akermann. In der Mitte: Norman Flödl.

Quelle: Felix König

Lübeck. Als der Schlusspfiff ertönt, klatscht Robert Teichert mit den Ersatzspielern ab. Der Trainer des HC Empor versammelt seine Mannen um sich, spricht kurz mit ihnen und macht sich zusammen mit seiner Truppe auf den Weg zu den rund 50 mitgereisten Fans. Es war ein bitter Gang. Die erhoffte Überraschung blieb aus. Die Rostocker Handballer zogen gestern Abend beim Tabellendritten VfL Bad Schwartau nach einer desolaten zweiten Hälfte mit 23:30 (11:12) den Kürzeren und bleiben Schlusslicht der 2. Bundesliga.

Trainer Teichert wollte sich nach dem Abpfiff nur zu sportlichen Dingen äußern. „Die erste Halbzeit war noch sehr gut. Nach der Pause war aber alles wie weggeblasen“, meinte der Coach. Durch das Ultimatum der Klubführung, die aus drei Spielen vier Punkte gefordert hat, wird der Druck auf den 38-Jährigen immer größer.

Die Trainer-Diskussion ging nicht spurlos an der Mannschaft vorbei. Die Gäste, die kurzfristig auf ihren erkrankten Top- Torjäger Papadopoulos verzichten mussten, benötigten zehn Minuten, um die nach fünf Niederlagen aufgetretene Verunsicherung abzuschütteln.

Die 2114 Zuschauer in der ausverkauften Hanse-Halle sahen zunächst eine zerfahrene Partie, in der Empor früh mit 2:5 in Rückstand geriet, ehe Meuser in Unterzahl zum 3:5 (11.) traf. Teichert ballte jubelnd die Faust und sorgte mit taktischen Umstellungen für neuen Schwung. Für den schwachen Konsel kam Heil. In der Abwehr stellte er den Kontrahenten mit verschiedenen Formationen vor neue Aufgaben. Torhüter Malitz steigerte sich und hielt Empor mit mehreren Paraden im Spiel.

Als der VfL seinen Schlussmann Klockmann zu Gunsten eines weiteren Feldspielers auswechselte und den Ball verlor, schaltete Heil am schnellsten und traf mit einem Fernwurf zum 6:7 (16.) ins verwaiste Tor. Zemlin besorgte wenig später den Ausgleich. Teichert klatschte mit dem Torschützen ab. Bis zur Pause blieb Empor dran. Doch nach dem Wechsel ging nichts mehr. Die Gäste patzten am laufenden Band und luden den Kontrahenten zu Tempogegenstößen ein. Die Schwartauer zogen auf und davon. Teichert versuchte mit personellen Umstellungen und Auszeiten, sein Team wieder auf Kurs zu bringen – vergeblich. Das kollektive Versagen hielt an.

„Wir haben eine starke erste Halbzeit gespielt – die Abwehr war gut, im Angriff haben wir die richtigen Entscheidungen getroffen“, bilanzierte Geschäftsführer Sven Thormann. Den folgenschweren Einbruch nach der Pause konnte sich der 34-Jährige kaum erklären. „Ich weiß nicht, was mit den Jungs los war. Vorne haben wir reihenweise die Bälle weggeschmissen, hinten fehlte die Aggressivität.“

Für Empor beginnen am Sonntag mit dem Heimspiel gegen Konstanz die Wochen der Wahrheit. Ein Sieg wäre das richtige Signal – auch in Richtung Klubführung.

Statistik

Bad Schwartau: Klockmann, Mallwitz – Glabisch 9/3, Milde 1, Akermann 5, Hansen 2, Ranke 1, Zimmermann 1, Waschul 1, Schult 3, Damm 2/1, Fuchs 2, Wischniewski 3, Bruhn.

Empor: Malitz, P. Porath, Massaro – Meuser 2, Iliopoulos, Heil 4, Prüter, Jaeger, Flödl 2, Höwt 6/2, Lux, Zemlin 4, Trupp 3, Konsel 2.

Siebenmeter: Schwartau 4/4, Empor 3/2. Strafminuten: Schwartau 14,

Empor 8.

Stefan Ehlers

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