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Empor lust- und kopflos ins Verderben

Rostock Empor lust- und kopflos ins Verderben

Blamage vor 1241 Zuschauern: Rostocks Handballer verlieren vorletztes Heimspiel gegen Aue mit 18:24.

Rostock. So deutlich wie in seinem vorletzten Spiel auf der Trainerbank des HC Empor ist Aaron Ziercke lange nicht geworden. „Ich bin maßlos enttäuscht über den Auftritt.

So darf man sich vor heimischem Publikum nicht präsentieren“, machte der Coach der Rostocker Zweitliga-Handballer aus seinem Herzen keine Mördergrube. Zuvor hatte sich seine Mannschaft vor 1241 Zuschauern in der Stadthalle beim 18:24 (5:12) gegen den EHV Aue bis auf die Knochen blamiert.

Ziercke musste mit ansehen, wie sich seine Mannschaft mit Ausnahme von Florian Zemlin und Jan Kominek lust- und konzentrationslos in die Niederlage fügte. Dass das Resultat im Kampf gegen den Abstieg nicht mehr von Bedeutung war, konnte keine Entschuldigung für einen über 50 Minuten desolaten Auftritt der Einheimischen sein. Dabei stellten sie im ersten Abschnitt mit fünf Treffern in 30 Minuten einen Negativrekord für die laufende Zweitliga-Saison auf.

Das lag aber keineswegs an einer überragenden Leistung des Tabellensiebten aus dem Erzgebirge, sondern zu 90 Prozent an den haarsträubenden Fehlern der Hausherren in der Offensive. So wurden Fehlwürfe und Pässe ins Niemandsland in Serie produziert. „Ich weiß auch nicht, woran das lag“, war Kevin Lux ratlos. „Nach dem feststehenden Klassenerhalt wollten wir eigentlich Gas geben und dabei Spaß haben“, sagte der Youngster. Eigentlich!

Warum dieses Vorhaben komplett in die Hose ging, konnten auch erfahrene Akteure nicht erklären. „Die Auer Abwehr war schon stark, aber wir haben unsere Fehler selbst provoziert“, hatte Marc Pechstein erkannt. Leider ging der 1,98-Meter-Recke, der in der kommenden Saison für den EHV auf Torejagd gehen wird, dabei einmal mehr mit schlechtem Beispiel voran, war aber nicht allein.

Erst als die Sachsen nach ihrer 20:10-Führung (48.) meinten, jetzt zaubern zu müssen, nutzte Empor die Schlussphase zu einem 8:4- Lauf, ohne dabei irgendwelche spielerischen Akzente setzen zu können.

So nutzten die Gäste die Gunst der Stunde und feierten den vierten Auswärtssieg der Saison, wobei insbesondere Regisseur Arni Sigtryggsson und Linkshänder Ladilav Brykner für Handball-Leckerbissen sorgten.

Noch unattraktiver wurde die ohnehin schon recht glanzlose Partie durch die Leistung der international erfahrenen Robert Schulze und Tobias Tönnies aus dem Elitekader des Deutschen Handball- bundes (DHB). Die Pfiffe der beiden Magdeburger waren oftmals nicht nachzuvollziehen, so dass es zum Beispiel in einer fairen Partie 24 Strafminuten hagelte.

Die am kommenden Wochenende spielfreien Rostocker haben zum Saisonabschluss am 4. Juni gegen die SG BBM Bietigheim die Gelegenheit, bei den Fans Wiedergutmachung für die gestrige Vorstellung zu betreiben. Bereits am kommenden Mittwoch (19.30 Uhr) empfängt der HC Empor in der Fiete-Reder-Halle die deutsche Polizeiauswahl, die sich als Titelverteidiger auf die EM vorbereitet.

Burkhard Ehlers

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