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Endstation Halbfinale — SSC scheitert an Stuttgart

Endstation Halbfinale — SSC scheitert an Stuttgart

Nach der verdienten 0:3-Heimniederlage fließen bei den Volleyballerinnen die Tränen

Schwerin. Es war das traurigste Bild des Jahres: Mit Bronzemedaillen und kleinen Blumensträußen stellten sich die Spielerinnen vom Schweriner SC zum Foto. Doch zum Lachen war keiner zumute. Stattdessen wischten sich Jennifer Geerties und Janine Völker immer wieder Tränen aus den Augen.

Die 0:3 (22:25, 18:25, 23:25)-Niederlage im dritten und entscheidenden Meisterschafts-Halbfinale gegen Allianz MTV Stuttgart riss die Schwerinerinnen aus allen Träumen: „Wir hatten so sehr gehofft, dass wir ins Finale kommen. Aber wir waren nicht gut genug“, übte Denise Hanke nach dem Ausscheiden Selbstkritik.

Trainer Felix Koslowski trug die Plakette für Platz 3 in der Liga keine 20 Sekunden um den Hals. Dann verschwand sie in seiner Hosentasche. Der 32-Jährige hatte sich viel mehr vorgenommen: „Wir haben daran geglaubt, dass wir ins Endspiel kommen können, aber Stuttgart hat uns dominiert und verdient gewonnen“, sagte der SSC-Trainer mit schmalen Lippen und feuchten Augen, nachdem feststand, dass der Mecklenburger Spitzenklub zum dritten Mal in Folge nicht um den Titel mitspielen darf. Dies erledigt nun Stuttgart ab Sonnabend gegen Dresden.

Bereits der erste Satz machte deutlich, wieviel im Duell der beiden Spitzenmannschaften auf dem Spiel steht. Beide Teams kämpften aufopferungsvoll. Das Schweriner Publikum feuerte in der mit 1980 Zuschauern gut besuchten Palmberg-Arena seine Lieblinge frenetisch an. Das Halbfinale war wild umkämpft. Weder Schwerin noch Stuttgart konnten sich zunächst entscheidend absetzen. Bis zum 13:13 wechselte die Führung, ehe die Schwäbinnen immer besser ins Spiel fanden und sich nach 25 Minuten den ersten Durchgang sicherten.

Der Satzverlust zeigte beim deutschen Rekordmeister Wirkung. Der zweite Durchgang war zum Vergessen: Auch wenn die Mecklenburgerinnen am Ende fünf Satzbälle abwehrten, bestraften die Gäste die vielen Fehler und Unkonzentriertheiten des SSC gnadenlos. Nach dem 18:25-Satzverlust bahnte sich ein Debakel an. Die Körpersprache der Schweriner Spielerinnen und die von Trainer Koslowski verhießen nichts Gutes: Viele Köpfe hingen. Dem Coach war anzusehen, dass dieses Spiel nicht nach seinen Vorstellungen lief.

Und es half auch nicht, dass der Schweriner SC im dritten Satz noch drei Matchbälle abwehrte. Nach Jennifer Geerties‘ Zuspiel landete der Ball zum 23:25 im Netz und Schwerin ganz hart auf dem Boden.

Bei der Ehrung des Teams hatten die meisten Fans die Arena bereits enttäuscht verlassen.

Heute wird Koslowski das Spiel in einer Mannschaftsbesprechung auswerten. Nach Sonsoren- und Fanterminen sowie einem Mannschaftsabend verabschieden sich die Spielerinnen in den Urlaub. Zeit, um nachzudenken und abzuschalten. Zeit, um neue Kräfte zu sammeln.

Schweriner SC: Ziegler, Hroncekova, Geertjes, Turner, Love, Hanke, Wessely, Brandt, Völker, Blom, Schölzel, Holstein

Von Christian Lüsch und Tommy Bastian

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