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Erstmals Beratung für Doping-Opfer im Nordosten

Schwerin Erstmals Beratung für Doping-Opfer im Nordosten

. Die Beratung für ehemalige DDR-Sportler, die wissen oder vermuten, dass sie gedopt wurden, ist auf Mecklenburg-Vorpommern ausgedehnt worden.

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Hilft Doping- Opfern: Ex-Sprinterin Ines Geipel.

Quelle: dpa

Schwerin. . Die Beratung für ehemalige DDR-Sportler, die wissen oder vermuten, dass sie gedopt wurden, ist auf Mecklenburg-Vorpommern ausgedehnt worden.

Gestern gab es in Schwerin einen ersten Beratungstag mit der Vorsitzenden der Doping-Opfer-Hilfe (DOH), Ines Geipel. Sieben ehemalige Athleten hatten sich dafür angemeldet, teilte die Landesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen, Anne Drescher, mit. Die Beratung ist – wie die für DDR-Heimkinder – bei ihrer Behörde angesiedelt. Sie trete dafür ein, die Beratung durch den Verein DOH zu dezentralisieren, sagte sie. Bisher habe es die Beratung nur in Berlin gegeben. 120 Betroffene aus MV hätten sich dort bereits gemeldet. Beratungen sind auch in Rostock und Neubrandenburg geplant.

Wie Geipel berichtete, sagten frühere Athleten: „Gut, dass Ihr Euch bewegt. Wir können uns nicht mehr bewegen.“ Viele seien durch Krankheiten schwer geschädigt und frühverrentet. Geipel, die als ehemalige Weltklassesprinterin selbst staatlich anerkanntes Dopingopfer ist, bezeichnete das Doping an DDR-Sportlern als einen der „größten Menschenversuche“. Die Spätfolgen reichten auch in die nächste Generation, sagte sie auf einer Veranstaltung in Schwerin.

30 Fälle seien bekannt, in denen Kinder von Athleten mit Deformationen von Organen, Wasserköpfen oder Klumpfüßen geboren wurden. Den Sportlern seien schon im Kindesalter Medikamente etwa zum Muskelaufbau verabreicht worden. Offiziell seien diese Mittel Vitamin- oder Energie-Drinks genannt worden. Bis heute wüssten viele ehemalige Aktive nicht, was sie damals geschluckt hätten.

Die ehemalige Schweriner Volleyballerin Katy Pohl berichtete von einer Vielzahl von Krankheiten, aufgrund derer sie mit Mitte 40 berentet wurde. Erst 2012 habe sie erfahren, dass sie gedopt wurde. „Vorher war ich ahnungslos“, bekannte sie. Dabei habe sie nur drei Jahre beim Sportklub trainiert und sei mit 17 aus politischen Gründen entlassen worden. „Wir waren damals nicht nur gedrillt, sondern hochmotiviert“, sagte Pohl: „Sie haben uns verschlissen.“ Insgesamt sollen 12000 bis 15000 DDR-Athleten gedopt worden sein.

OZ

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