Volltextsuche über das Angebot:

13 ° / 9 ° Regen

Navigation:
Feinschliff in Fernost: Schweriner SC trainiert in Japan

Schwerin Feinschliff in Fernost: Schweriner SC trainiert in Japan

Auf Einladung von Spitzenklubs reist der deutsche Volleyball-Rekordmeister heute nach Asien und setzt dort für knapp zwei Wochen seine Saisonvorbereitung fort

Schwerin. Gut 9000 Kilometer von zu Hause entfernt geht die Saisonvorbereitung von Volleyball-Bundesligist Schweriner SC in die erste heiße Phase. In einem elftägigen Trainingslager in Japan will sich die neu formierte Mannschaft von Trainer Felix Koslowski den Feinschliff für die kommende Saison holen. „Wir haben bewusst Japan ausgewählt. Die Mannschaften und die Trainingsbedingungen dort sind hochprofessionell, davon kann man in Deutschland nur träumen“, sagte der Coach vor dem Abflug der 18-köpfigen Schweriner Reisegruppe (zwölf Spielerinnen, sechs Trainer und Betreuer) heute von Hamburg über Frankfurt nach Osaka.

„Zwei, drei offizielle Spiele mit Publikum“, werde sein Team bestreiten, erklärt Koslowski, der schon reichlich Japan-Erfahrung gesammelt hat und begeistert ist: „Volleyball hat dort einen sehr hohen Stellenwert, es ist absoluter Volkssport – gerade auch der Frauen-Volleyball.“ In Japan würden die Spielerinnen gefeiert wie hierzulande Fußballstars, sagt der 32-Jährige: „Wenn unsere Nationalspielerinnen in Japan sind, werden sie von Fans regelrecht belagert. Sie warten vor den Hotels oder in den Lobbys, um an Autogramme zu kommen.“

Das mit zahlreichen Nationalspielerinnen gespickte SSC-Team ist auf Einladung von drei japanischen Klubs im Raum Osaka/Kobe und abschließend in Nagoya unterwegs und trifft dort unter anderem auf den amtierenden Asien- Cup-Sieger Hisamitsu. Neben den offiziellen Partien stehen zudem Trainingsspiele, gemeinsame Einheiten mit den Klubs und eigene Trainingszeiten auf dem Programm des deutschen Rekordmeisters, der lediglich die Flüge selbst bezahlen musste.

Angeschoben wurde der nicht alltägliche Trip von Koslowski, der als Bundestrainer gute Kontakte zum japanischen Volleyball-Verband hat. „Ich habe die Vizepräsidentin im Juni beim Grand Prix in Los Angeles getroffen und darauf angesprochen. Sie hat dann geholfen, die Kontakte herzustellen.“

Willkommener Nebeneffekt der Vorbereitung in Fernost: „Die Spiele finden nicht auf dem Präsentierteller der Bundesliga statt“, betont Teammanager Michael Evers. Man wolle sich zwar nicht verstecken, ergänzt Koslowski, „aber natürlich wollen wir auch ein paar Sachen nicht gleich nach außen bringen“.

Zumal er seine Mannschaft auf einigen Positionen verändert hat. So musste der SSC u.a. Topspielerin Tabitha Love nach Südkorea ziehen lassen. „Das widerfährt uns jedes Jahr: Wenn Spielerinnen bei uns Topleistungen bringen, kommen die großen Vereine mit ihren üppigen Budgets und kaufen sie uns einfach weg. Das müssen wir so akzeptieren“, sagt Koslowski.

Dennoch will er mit seiner Mannschaft auch in dieser Saison in allen Wettbewerben vorn dabei sein. „Wir haben es wieder geschafft, Top-Spielerinnen und Top-Talente nach Schwerin zu holen“, meint er mit Blick auf die Verpflichtungen von Libera Lenka Dürr („Auf ihrer Position eine der besten fünf der Welt“) oder Louisa Lippmann und US-Talent Lauren Barfield. „Eigentlich sind unsere Personalplanungen abgeschlossen“, erklärt Evers. „Ich schließe aber nicht aus, dass wir uns noch mal auf dem Transfermarkt orientieren.“

Zwischen der Japan-Rückkehr (25.9.) und dem Saisonstart (23.10. in Potsdam) wartet auf die Schwerinerinnen noch ein hochkarätig besetztes Dreier-Turnier in Polen und ein Gastspiel des polnischen Spitzenteams Chemik Police in Schwerin (6.-8.10.). Aber erst mal überwiegt die Vorfreude auf die Reise nach Fernost. „Sportlich, kulturell und auch menschlich wird das eine tolle Erfahrung“, sagt Felix Koslowski, „besonders für die jungen Spielerinnen“.

Sönke Fröbe

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
OZ-Bild
mehr
Mehr aus Mehr Sport
Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Physik,Kernphysik,Wendelstein,Plasmaphysik,Atome Teaser der den User auf die Themenseite führen soll image/svg+xml Image Teaser Wendelstein 7-X 2015-09-23 de Sonderseite Golfen in MV Immer mehr Menschen schwingen im Nordosten den Golfschläger. 16 000 Mitglieder hat der Landesverband inzwischen – zehn Mal mehr als Anfang des Jahrtausends. Lesen Sie auf unserer Sonderseite Geschichten über die Golfszene, Spieler aus dem Land und Prominente, die gern in MV golfen.
Die besten Wettquoten der Ostsee gibt es im Bundesliga-Quotenvergleich von SmartBets.