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Final-Drama mit Happy End für Hansa

FC Hansa Rostock 4:3 i.E. FC Schönberg Final-Drama mit Happy End für Hansa

Der Favorit verteidigt den Landespokal gegen Schönberg mit viel Glück erst im Elfmeterschießen / Torhüter Schuhen war der Held des Tages / Regionalligist scheitert an seiner Chancenverwertung

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Tommy Grupe, Ronny Garbuschewski, Torhüter Marcel Schuhen, Hasan Ülker, Dennis Erdmann und Matthias Henn (v.l.) jubeln.

Quelle: Lutz Bongarts

Neustrelitz. Am Ende brachen alle Dämme. Als Hansa-Profi Ronny Garbuschewski den letzten Elfmeter in die Maschen drosch und beide Fäuste ballte, stürmten Hunderte Rostocker Fans auf den Rasen des Neustrelitzer Parkstadions, wo sie mit der Mannschaft zu einer riesigen Jubeltraube verschmolzen. Das Final-Drama zwischen dem FCH und dem FC Schönberg war zu Ende – und Hansa hieß der überaus glückliche Sieger. „Wir waren heute nicht gut – aber wir haben den Pokal“, meinte Rostocks Coach Christian Brand kurz und knapp. „Zum Wettbewerb gehört auch das Elfmeterschießen. Und da hatten wir eben einen Marcel Schuhen und einen Ronny Garbuschewski in der Mannschaft.“

OZ-Bild

Der Favorit verteidigt den Landespokal gegen Schönberg mit viel Glück erst im Elfmeterschießen / Torhüter Schuhen war der Held des Tages / Regionalligist scheitert an seiner Chancenverwertung

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Die geschlagenen Schönberger ließen bei der Siegerehrung die Köpfe hängen. „Wir hatten das ganze Spiel über das Gefühl, dass wir obenauf waren. Aber das letzte Quäntchen hat gefehlt“, sagte Angreifer Marcel Kunstmann, einer von 13 Ex-Hanseaten beim Underdog. Auch Trainer Axel Rietentiet konnte es nicht fassen, am Ende eines großen Fights mit leeren Händen dazustehen. „Das ist sehr, sehr bitter.

Wir waren 120 Minuten gleichwertig, haben uns eine Menge Torchancen herausgespielt. Aber Hansa hatte einen bärenstarken Marcel Schuhen im Tor“, so der 46-Jährige: „Riesenkompliment an meine Mannschaft. Das war eine Top-Leistung, aber dafür kann man sich nichts kaufen.“

Mit dem gehaltenen Elfmeter von Daniel Halke wurde Schuhen zu Hansas Retter. Zuvor hatte Schönbergs Keeper Jörg Hahnel den Versuch von Maximilian Ahlschwede pariert und damit bereits an der Sensation gekratzt. Doch dann schoss sein Teamkollege Bastian Henning daneben. Alles war wieder offen – bis Schuhen zuschlug.

„Gott sei dank haben wir einen super Torhüter, der uns den Arsch gerettet hat“, brachte Hansa-Stürmer Marcel Ziemer das Geschehen treffend auf den Punkt. „Manchmal hat man so eine Eingebung. Ich wusste, dass ich einen oder zwei halten muss“, sagte Matchwinner Schuhen: „Es hat schon ein bisschen an mir gekratzt, dass ich letztes Jahr im DFB-Pokal gegen Kaiserslautern keinen gehalten habe.“

Die bärenstarke Leistung des Außenseiters erkannte Schuhen neidlos an. „Schönberg hat einen sehr, sehr guten Job gemacht, großes Kompliment. Bei uns passte das Elfmeterschießen ein bisschen zu unserer Saison. Erst geht’s schlecht los, und dann reißt man den Karren aus dem Dreck.“

Schon die ersten Spielminuten standen symbolisch für das gesamte Finale. Nach zwölf Minuten traf Schönbergs Hansa-Leihgabe Lukas Scherff die Latte. Auf der Gegenseite ging Christian Dorda nach einem Kopftreffer k.o. und musste mit Verdacht auf Gehirnerschütterung raus. Doch auch die anderen Rostocker wirkten angeknockt, während sich die mutigen Schönberger Chance um Chance erspielten. Die größte vereitelte Schuhen, der einen Kopfball von Kunstmann aus dem Eck fischte (31.).

So viele Tormöglichkeiten, wie der FCS produzierte, so viele Stockfehler unterliefen den Profis des Drittligisten. Die Rostocker retteten sich mit Mühe in die Verlängerung. Erst dort wurden sie stärker, aber ein Tor gelang auch ihnen nicht. „Es soll keine Entschuldigung sein, aber eine Erklärung: Die Saison hat brutal viel Kraft gekostet. Irgendwann sind die Reserven aufgebraucht“, konstatierte Christian Brand, der die Mannschaft gestern in den Urlaub verabschiedete – ohne Trainingsplan. Bis zum Neustart am 23. Juni sollen alle Spieler ausgiebig regenerieren.

Der Trainer wird bis dahin die Kaderplanung weiter vorantreiben. Ein Teil der rund 200 000 Euro Einnahmen durch den Start im DFB-Pokal wird seine Suche erleichtern. Für die 1. Cup-Runde (19. bis 22.

August) wünscht sich Brand einen namhaften Gegner, aber lieber noch einen schlagbaren: „Toll wäre es, wenn wir mal die erste Runde überstehen würden.“

Kai Rehberg

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