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Frankfurt verhilft Hansa zum Punkt

FC Hansa Rostock 1:1 FSV Frankfurt Frankfurt verhilft Hansa zum Punkt

Rostocker überzeugen nur in der Anfangs- und Schlussphase / Enttäuschend: FCH-Stürmer prüfen mit keinem einzigen Schuss den Torhüter der Gastmannschaft

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Fabian Holthaus in Aktion. Mit einem Freistoß bereitete der Verteidiger den Ausgleich vor.

Quelle: Andy Bünning

Rostock. Eigentlich hätte Christian Brand mit dem 1:1-Unentschieden unzufrieden sein müssen. Denn die Chance, mit einem Sieg den Anschluss an die Tabellenspitze der 3. Fußball-Liga zu halten, war vertan. Doch nach der Partie gegen den FSV Frankfurt wollte der Trainer des FC Hansa Rostock vor Mikrofonen und Kameras keine Kritik am Auftreten seines Teams üben. „Die Mannschaft gibt nie auf – erst in der Kabine. Dafür hat sie sich heute belohnt“, lobte Brand und gab sich mit dem Punkt zufrieden. „Wir haben Frankfurt auf Distanz gehalten und sind im Soll. Alles gut.“

Die Team-Leistung lieferte durchaus Anlass für Kritik: Denn die Rostocker überzeugten lediglich in den ersten 20 und den letzten zehn Minuten. Es war ein enttäuschender Auftritt. Enttäuschend auch, dass trotz Top-Fußballwetters nur 8000, anstatt der erwarteten 11000 Zuschauer ins Ostseestadion gekommen waren, um das Duell mit dem Zweitliga-Absteiger aus Hessen live zu erleben.

Das einzig Positive an diesem mauen Fußball-Nachmittag war der Punkt für Hansa. Bezeichnend, dass die Gäste Schützenhilfe leisten mussten, damit Hansa den Ausgleich schaffen konnte. Doch der Reihe nach: Den Hanseaten gehörte die Anfangsphase. Tobias Jänicke vergab nach drei Minuten die erste große Chance. Nach präzisem Zuspiel von Stephan Andrist, der sich auf der rechten Seite durchgesetzt hatte, semmelte der 27 Jahre alte Mittelfeldspieler den Ball über das gegnerische Tor. Nach einer guten Viertelstunde versuchte er ein Anspiel auf Ziemer, statt selbst den direkten Abschluss zu suchen. Alles wie immer bei Hansa in der noch jungen Saison. Zwar tauchten die Hanseaten immer mal wieder vor dem Kasten der Frankfurter auf. Doch FSV-Schlussmann Sören Pirson musste keinen einzigen Schuss eines Rostockers abwehren. Das ist ganz schwach.

Mitte der ersten Halbzeit ebbten die Angriffsbemühungen der Rostocker ab. Statt eines engagierten Spiels erlebten die Fans auf den Rängen Fußball zum Gähnen. Hansa wachte erst auf, nachdem der FSV in Führung gegangen war. Ein Abwehrfehler leitete die Frankfurter Führung ein. Der kurz zuvor eingewechselte Maurice Deville schoss aus Mittelstürmerposition unbedrängt ein (71.). Brand reagierte und brachte mit Aleksandar Stevanovic einen weiteren Offensivmann. Plötzlich stimmte der Einsatz. Die Profis bewiesen Moral, drängten auf den Ausgleich und erzwangen ihn schließlich. Nachdem Heitmeier wegen einer Notbremse gegen Andrist die Rote Karte gesehen hatte, spielte Rostock in Überzahl – und endlich wie entfesselt auf. In der Nachspielzeit flankte Fabian Holthaus einen Freistoß in den Strafraum. Frankfurts Deville verlängerte per Kopf ins eigene Tor. Hansa und seine Anhänger jubelten.

„Nach dem Rückstand haben wir alles in die Waagschale geworfen“, meinte Jeff-Denis Fehr, der sich nicht sicher war, ob er sich mehr über den gewonnenen Punkt freuen, oder über den verpassten Sieg ärgern sollte. „ Es ist bitter, aber wir haben wenigstens einen Punkt“, sagte der 21-jährige Linksaußen, der nach seiner Einwechslung das Spiel seiner Mannschaft beflügelte.

Aufgrund der beginnenden WM-Qualifikation – Deutschland spielt am kommenden Sonntag in Oslo gegen Norwegen – pausiert die 3. Liga eine Woche. Zeit für den FCH, sein Offensivproblem endlich in den Griff zu bekommen – mit gezieltem Training, am kommenden Mittwoch beim Testspiel gegen Verbandsligist Greifswald (18.30 Uhr, Volksstadion Rostock) oder mit neuem Personal.

Statistik

Hansa Rostock: Schuhen – Ahlschwede, Henn, Hoffmann, Holthaus – Andrist, Erdmann (75. Stevanovic), Wannenwetsch, Jänicke (65. Fehr) – Ziemer, Platje (56. Gebhart).

FSV Frankfurt: Pirson – Schachten, Schorch, Heitmeier, Schäfer, – Bahn (82. Burdenski), Streker – Chihi (85. Corbin-Ong), Ornatelli, Schleusener – Jovanovic (65. Deville).

Tore: 0:1 Deville (71.), 1:1 Deville (90.+2/Eigentor).

Schiedsrichter: Martin Thomsen (Kleve) . Zuschauer: 8000.

Gelbe Karten: Ahlschwede, Holthaus, Hoffmann / Schachten, Bahn, Schorch. Rote Karte: Heitmeier (83./Notbremse).

Fehr empfahl sich für mehr

Marcel Schuhen: Solide und ohne Chance beim Gegentor. In Schlussphase mit vorm FSV-Tor. Note: 2,5

Maximilian Ahlschwede: Konnte nicht überzeugen. Kam mehrfach zu spät. Note: 4

Matthias Henn: Mit gutem Stellungsspiel und präzisen Flanken. Note: 3

Marcus Hoffmann: In der Abwehr solide. In der Spieleröffnung mit Schwächen. Note: 3

Fabian Holthaus: Sein Freistoß zum Ausgleich war seine beste Aktion. Spielte viele Fehlpässe. Note: 3,5

Stefan Wannenwetsch: Einsatz- und zweikampfstark. Verdiente sich mit guten Aktionen Szenenapplaus. Note: 2,5

Dennis Erdmann: Unauffällig, aber diszipliniert und unaufgeregt. Note: 3,5

Stephan Andrist: Begann forsch. Brachte einige gute Flanken. Note: 3

Tobias Jänicke: Vor dem Tor fehlt es an Kaltschnäuzigkeit. Note: 4

Melvin Platje: Nur Mitläufer. Keine zwingende Aktion zum Tor. Note: 5

Marcel Ziemer: Kam nicht zum Zug. Hatte Probleme, den Ball zu kontrollieren und verlor ihn zu oft. Note: 4,5

Timo Gebhart: Guter Einstand. Deutete Potenzial an. Note: 3,5

Jeff-Denis Fehr: Eine echte Bereicherung, schnell und mit Zug zum Tor. Empfahl sich fürStartelf. Note: 2

Aleksandar Stevanovic: Der Mittelfeldmann kam in der Schlussviertelstunde zum Einsatz, ohne zu überzeugen. Note: 3,5

Christian Lüsch

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