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Frust statt Gelb für Kittel und Greipel

Cherbourg Frust statt Gelb für Kittel und Greipel

Zum Tour-Auftakt verpassen die Top- Sprinter den Sieg. Erster Bergkönig: ein Rostocker.

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Mark Cavendish (l.) triumphiert auf der 1. Etappe vor Marcel Kittel (2.v.l.), André Greipel aus Rostock (2.v.r.) wird Vierter.

Quelle: Lionel Bonaventure/afp

Cherbourg. Kalte Dusche für die Topsprinter Marcel Kittel und André Greipel, Paul Voss Bergkönig für einen Tag: Für die deutschen Radprofis hat die 103. Tour de France mit Licht und Schatten begonnen. Während der Traum vom Gelben Trikot für Kittel und Greipel bereits am ersten Tag mit einer schmerzhaften Spurt-Niederlage platzte, sicherte sich Ausreißer Voss aus Rostock für 24 Stunden das Bergtrikot.

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Zum Tour-Auftakt verpassen die Top- Sprinter den Sieg. Erster Bergkönig: ein Rostocker.

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Mann des Wochenendes war Weltmeister Peter Sagan, der sich mit seinem gestrigen Etappensieg Gelb und Grün sicherte. „Ehrlich gesagt hat mich der Sieg aber überrascht. Ich dachte, da sind zwei Ausreißer vor mir gewesen“, sagte Sagan. Er setzte sich gestern in einer Regenschlacht bei der giftigen „Mini-Bergankunft“ in Cherbourg souverän durch.

Voss zeigte auch gestern wie bereits am Samstag ein grandioses Rennen. Er fuhr über 180 km in einer Fluchtgruppe, ehe er kurz vor dem Ziel geschluckt wurde. Nach 24 Stunden verlor der 30-Jährige damit das am Vortag erkämpfte Trikot des besten Bergfahrers an den Belgier Jasper Stuyven (Trek).

„Ein Tag Ruhm – das ist doch besser als nichts“, sagte Voss. Sein Glück als erster Bergkönig der Tour de France 2016 konnte er gar nicht richtig fassen. „Ich habe immer davon geträumt, mal da oben auf dem Podest zu stehen, jetzt ist es wahr geworden“, sagte der Rostocker. Praktisch auf der Startlinie war Voss am Samstag mit seinem tschechischen Teamkollegen Jan Barta ausgerissen und wenig später als Einzelkämpfer unterwegs. Ein wenig Muffensausen, gab der 30-Jährige unumwunden zu, hatte er bei dieser Harakiri-Aktion doch.

„Anfangs dachte ich mir, es war eine dumme Idee, gleich vor der ersten Bergwertung zu attackieren und dann 25 km alleine an der Spitze zu fahren“, sagte Voss. „Doch als ich realisiert habe, dass ich das Bergtrikot holen kann, habe ich alles auf eine Karte gesetzt.“

Die erste Bergwertung der Kategorie 4 überfuhr er als Solist, die zweite und letzte ebenso. „Ich bin kein überemotionaler Mensch oder jemand, der die ganze Zeit lacht“, sagte der Mecklenburger: „Ich genieße das innerlich und bin überglücklich.“

Sagan übernahm derweil Gelb vom britischen Ex-Weltmeister Mark Cavendish, der tags zuvor am Utah Beach die erste Etappe vor Kittel gewonnen hatte, in Cherbourg aber chancenlos war. Für die deutschen Topsprinter Kittel (Arnstadt/Etixx-Quick Step) und Greipel (Rostock/Lotto-Soudal), die gestern im schweren Etappenfinale erwartungsgemäß keine Rolle spielten, hatte die Tour mit langen Gesichtern statt des Gelben Trikots begonnen. Kittel musste sich knapp hinter Cavendish mit Platz zwei begnügen, der deutsche Meister Greipel wurde hinter Sagan Vierter.

„Natürlich bin ich enttäuscht“, sagte Kittel: „Es hätte heute alles stimmen müssen, das hat es aber nicht.“ Greipel hatte sich bei den Organisatoren über die Absperrgitter beschwert, die die Zielgerade beengten. Sie waren womöglich am Samstag verantwortlich für den Sturz mehrerer Fahrer 500 Meter vor der Ziellinie. „Ich habe auch die Gitter berührt und wäre fast gestürzt. Mehr als Platz vier war nicht drin“, ärgerte sich der Rostocker. Für beide bietet sich bereits auf der heutigen Flachetappe nach Angers die Chance zur Revanche.

Christoph Leuchtenberg und Ruben Stark

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