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Für Grübler Greipel steht viel auf dem Spiel

Bagneres-de-Bigorre Für Grübler Greipel steht viel auf dem Spiel

Der Rostocker will bei der Tour de France unbedingt eine Etappe gewinnen / Es geht für ihn auch darum, im Oktober als Kapitän zur WM nach Katar zu fahren

Bagneres-de-Bigorre. . Der Himmel über den Pyrenäen war so trübe wie die Stimmung bei André Greipel. Für den deutschen Meister war die erste Woche der Tour de France mit einer unglücklichen und drei krachenden Niederlagen in den Massensprints eine zum Vergessen. Der 33-Jährige, der bei der Frankreich-Rundfahrt abräumen wollte, gibt Rätsel auf. „Es ist schon enttäuschend. Wir müssen ihm aber jetzt seine Ruhe lassen“, sagte Marc Sergeant, General-Manager von Greipels Team Lotto-Soudal, nachdem sein Kapitän im Sprint der sechsten Etappe erneut chancenlos gewesen und danach wortlos im Mannschaftsbus verschwunden war.

Sergeant, 1987 selbst Tour-Etappensieger, gab unumwunden zu, dass der Umgang mit dem manchmal extrem introvertierten Sprintstar für ihn und das Team kein leichter ist. „Die ersten Momente nach einer solchen Niederlage sind sehr hart für André. Er kann nicht akzeptieren, dass er nicht mit seiner ganzen Kraft um den Sieg sprinten konnte“, sagte der 56 Jahre alte Belgier: „In solchen Momenten ist er ein geschlossenes Buch, das ist schwierig für das gesamte Team.“ Nach Etappen wie jener am vergangenen Donnerstag, als er frühzeitig das Tempo rausnahm und auf Platz 15 ins Ziel rollte, kommt selbst sein „Buddy“ Marcel Sieberg nicht an den Käpt’n ran. „Ich habe eine sehr professionelle Einstellung, das zahlt sich im Laufe der Karriere aus“, sagte Greipel vor dem Tour-Start. Diese Haltung, so sehr sie seinen sportlichen Erfolgen wie den zehn Etappensiegen bei der Tour zuträglich ist, so sehr lässt sie den Mecklenburger unnahbar erscheinen. Ein Sonnyboy wie sein Rivale Marcel Kittel ist Greipel nicht, er ist Analytiker, Grübler. Am Wochenende hatte Greipel viel Zeit, darüber nachzudenken, was schiefgelaufen ist. Teilhaben lassen wird Greipel die breite Öffentlichkeit möglicherweise nicht an seiner Analyse. Bis zur Tour fuhr der Rostocker eine starke Saison, gewann drei Giro-Etappen, holte den deutschen Meistertitel.

Und auch bei der Tour war er schon ganz dicht dran: Im schweren Bergauf-Sprint der dritten Etappe in Angers, als er um einen Hauch gegen Mark Cavendish unterlag. Einen Tag später nach Platz 19 in Limoges sprach Greipel selbst davon, „einfach keine Power“ gehabt zu haben.

„Die schwere Kost der letzten Tage muss ich in Bergen erst mal verdauen. Ich hätte das Team gern für die harte Arbeit belohnt. Wir kämpfen weiter für unsere Ziele“, schrieb Greipel auf seiner Facebook-Seite. Die nächste Chance für den Sprinter bietet sich vielleicht heute und morgen bei den Ankünften in Reve und Montpellier. Gestern am ersten Ruhetag der Tour ging es für Greipel vor allem darum, zu sich selbst finden und die Beine zu pflegen. „Im Moment ist das hart zu verdauen, aber kein Grund zur Panik“, sagt Sergeant. Für Greipel steht bei der Tour noch mehr auf den Spiel: Es geht auch um die Kapitäns-Rolle bei der Weltmeisterschaft im Oktober in Katar, einer seltenen Chance für Sprinter auf das Regenbogen-Trikot. Der Rostocker hatte schon vor der Tour im OZ-Interview seine Ambitionen bekundet, als WM-Kapitän starten zu wollen.

Ruben Stark, Christoph Leuchtenberg und Christian

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