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„Für oben nicht gut genug“

Wiesbaden/Rostock „Für oben nicht gut genug“

Hansa-Coach Brand ist genervt von der Unentschieden-Serie

Wiesbaden/Rostock. „Ich bin total abgenervt. Wir hätten letzte Woche gewinnen müssen und diesmal auch. Da gibt es kein Wenn und Aber.“ Je länger Christian Brand über das 1:1 in Wiesbaden redete, umso mehr kam der Frust durch beim Hansa-Trainer. „Man muss ja nur auf die Tabelle gucken, wo man mit einem Sieg gewesen wäre.“

Seine Mannschaft hat zwar von den vergangenen neun Drittliga- Spielen nur eines verloren. Doch vor allem die letzten vier Unentschieden, die alle 1:1 endeten, fühlen sich angesichts der nachlässigen Chancenverwertung und der dadurch liegen gelassenen Punkte für die Rostocker fast wie Niederlagen an.

„Ich bin ein Typ, der immer gewinnen möchte. Deshalb bin ich natürlich mit vier Punkten aus vier Spielen nicht zufrieden“, moniert Torhüter Marcel Schuhen. „Es fehlt ja auch nicht viel, dass wir die Spiele gewinnen. Aber es ist das alte Lied: Wir müssen die Chancen machen und die Partien ziehen. Das fehlt im Moment.“

In Wiesbaden ließen sich die Rostocker nach dem Blitz-Rückstand nach 22 Sekunden und dem Verletzungs-Aus von Erdmann nur kurzzeitig vom Kurs abbringen. „Wir sind volles Brett nach vorn gegangen, sind marschiert ohne Ende. Mehr kann man nicht machen“, resümierte der Coach: „Wenn man anrennt und keine Lösungen hat, ist das was anderes. Aber wir haben ja die Chancen – und zwar Tausendprozentige.

Mehr kriegt man auswärts nicht.“

Ob Stephan Andrist, Stefan Wannenwetsch, Melvin Platje oder Marcel Ziemer – keiner brachte die Kugel nach Timo Gebharts Ausgleich im Wiesbadener Tor unter. „Das ist der Vorwurf, den ich der Mannschaft machen muss“, erklärt Brand und kommt zu dem Schluss: „Wir sind für ganz oben nicht gut genug, weil es genau daran fehlt.“

Eine Frage der sportlichen Qualität? „Die gleichen Spieler haben den Ball vor drei Wochen noch reingehauen“, entgegnet Brand. Dass die Rostocker sich schon seit der Sommerpause nach Verstärkung für die Offensive umschauen, ist bekannt. Damals kamen sie nicht zum Zuge. Nun läuft die Suche erneut. Denn Ziemer (2 Tore), Platje (0) und der gerade erst nach seinem Unterschenkelbruch zurückgekehrte Benyamina (0) blieben bisher vieles schuldig. Für Brand ist ein Winter-Transfer allerdings nicht „die Lösung aller Probleme. Wir müssen aus allen Positionen Tore erzielen, das mache ich nicht allein an den Stürmern fest.“

Zumindest Timo Gebhart hat in Wiesbaden nach abgesessener Gelb-Rot-Sperre sein Soll erfüllt. Viertes Tor im siebten Spiel, dazu bisher drei Vorlagen – eine starke persönliche Bilanz. „Ich würde lügen, wenn ich sage, das interessiert mich nicht“, sagte der 27-Jährige, der immer mehr zum Leader des Teams wird. „Aber wenn wir gewonnen hätten und ich kein Tor mache, wäre es trotzdem besser gewesen. Das sind drei Punkte, darüber würde ich mich mehr freuen“, sagte Gebhart.

Auch er ärgert sich maßlos über die zuletzt verschenkten Punkte. „Jeder will mehr. Ich spiele nicht die Saison, um nicht abzusteigen. Jeder für sich hat seine Ziele, auch wir als Team. Und man sieht ja, was in dieser Liga möglich ist“, sagte der gebürtige Memminger, der ein verlängertes Wochenende bei seiner Familie in Bayern verbringen durfte.

Ab morgen wird Christian Brand mit der Mannschaft aufs Neue versuchen, die Erfolgsquote vor dem Tore auf Drei-Punkte-Niveau zu bringen. Am Samstag kommt Holstein Kiel ins Ostseestadion. „Wir müssen uns einfach noch mehr zwingen, die Dinger reinzuhauen“, fordert der Coach: „Das Motto bleibt gleich: Weiter üben – bis wir uns belohnen.“

Kai Rehberg

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