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Goldener Tag für Deutschland: Rydzek und Vogt jubeln

Falun Goldener Tag für Deutschland: Rydzek und Vogt jubeln

Kombinierer Johannes Rydzek überrascht mit WM-Gold, wenig später triumphiert Olympiasiegerin Vogt im Skispringen.

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Geschafft! Johannes Rydzek (r.) gewinnt. Alessandro Pittin freut sich über Silber.

Quelle: Matthias Hangst/Getty Images

Falun. Erst stürmte Kombinierer Johannes Rydzek völlig überraschend zum WM-Titel, keine zwei Stunden später zog Skispringerin Carina Vogt nach: Der Deutsche Skiverband hat bei der nordischen WM in Falun einen ebenso goldenen wie traumhaften Freitag erlebt. Zwei Weltmeister-Titel bedeuten für das deutsche Team schon nach zwei Wettkampftagen eine bessere Bilanz als während der gesamten WM 2013, als es einmal Gold gegeben hatte.

Für den ersten Paukenschlag sorgte Rydzek. Nicht Topfavorit Eric Frenzel, sondern sein Kronprinz bescherte dem deutschen Team das erste Gold der Titelkämpfe in Schweden. „Im Ziel habe ich gedacht: Zwick mich bitte jemand, ich glaub, ich träume. Das war so ein bewegender Moment, ich konnte es erst gar nicht glauben“, sagte der 23-Jährige. Auf dem letzten Kilometer hatte Rydzek den starken Italiener Alessandro Pittin gnadenlos abgekocht und im Zielsprint alt aussehen lassen. „Ich habe gemerkt, dass ich noch etwas zulegen kann, habe eine Attacke gesetzt, und es hat gereicht.

Heute ist einfach alles für mich gelaufen“, sagte Rydzek und sorgte bei Bundestrainer Hermann Weinbuch für ein breites Lächeln. „Das freut mich so sehr für ihn“, sagte der Weltmeister von 1985: „Vor einem Jahr in Sotschi ist er kurz vor dem Ziel gestrauchelt, jetzt ist er Weltmeister. So ist das im Leben, manchmal kriegt man etwas zurück.“ Dritter wurde Titelverteidiger Jason Lamy Chappuis (Frankreich), Frenzel (Oberwiesenthal) blieb als Viertem nur Blech.

Die deutsche Nationalhymne war kaum verklungen, da gab es wenige Meter entfernt schon das nächste Gold. Ein Jahr nach der Sensation von Sotschi fuhr Carina Vogt auch den WM-Titel ein.

„Es ist wieder etwas fast Unmögliches passiert, das ist einfach unglaublich“, sagte die 23-Jährige, die mit Tränen in den Augen auf das Podest hüpfte. Vogt flog 374 Tage nach ihrer historischen Goldmedaille auf starke 91,5 und 92,0 Meter und siegte mit 236,9 Punkten knapp vor der Japanerin Yuki Ito (235,1). Bronze ging an die Österreicherin Daniela Iraschko-Stolz (233,8), die nach dem ersten Durchgang noch in Führung gelegen hatte. „Ich hatte nach dem ersten Durchgang vier Punkte Rückstand auf Dani und hätte nicht gedacht, dass es noch reicht“, sagte Vogt nach ihren beiden Traumflügen.

Kaum zu glauben: Die Schwäbin hat in ihrer Karriere erst vier Skispringen gewonnen — zwei im Weltcup, bei Olympia und nun bei der WM. Bundestrainer Andreas Bauer freute sich dann auch mit seinem Schützling. „Das ist ein unglaublicher Tag für uns. Es freut mich für Carina, dass sie hier ihren Olympiasieg bestätigt hat“, sagte Bauer.

Ergebnisse
Nordische Kombination: Gold: Rydzek (SC Oberstdorf) 26:38,9 Minuten; Silber: Pittin (Italien) 1,3 Sekunden zurück; Bronze: Chappuis (Frankreich) 5,0; 4. Frenzel (Oberwiesenthal) 6,1; 9. Rießle (Breitnau) 58,7, 20. Edelmann (Zella-Mehlis) 1:39,6 Minuten zurück.

Skispringen Frauen (Normalschanze): Gold: Vogt (Degenfeld) 236,9 Punkte (91,5+92,0 Meter); Silber: Yuki Ito (Japan) 235,1 (89,0+93,0); Bronze: Iraschko-Stolz (Österreich) 233,8 (92,5+89,0); 14. Seyfarth (Ruhla) 212,5 (85,0+90,0); 17. Althaus (Oberstdorf) 210,2 (85,0+88,0).

 



Erik Roos und Christoph Leuchtenberg

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