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Greipel hat noch Großes vor: Siege bei Tour und WM geplant

Greipel hat noch Großes vor: Siege bei Tour und WM geplant

Der Radprofi aus Rostock ist in dieser Saison schon sieben Mal auf Platz 1 gesprintet / Im OZ-Interview spricht er über seine Form, sein Team und seine Pläne

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André Greipel bei einem seiner vier Tour-Etappensiege 2015. Mindestens einen Erfolg strebt der Rostocker in Frankreich in diesem Jahr an.

Sie haben schon sieben Saisonsiege gefeiert, darunter drei Etappensiege beim Giro d’ Italia. Ist es die beste Saison Ihrer Karriere?

Solange Peter Sagan bei der Tour antritt, ist das Grüne Trikot unerreichbar.“

Radprofi André Greipel (33)

André Greipel: Das würde ich nicht sagen, denn das Jahr hat für mich alles andere als optimal begonnen. Nach meinem Sturz und der Verletzung im Februar musste ich pausieren und danach den Anschluss schaffen. Dass es so gut gelaufen ist, ist erfreulich, war aber nicht zu erwarten.

Haben Sie in der Vorbereitung in diesem Jahr etwas anders gemacht als vorher?

Greipel: Nach dem Sturz musste ich mein Programm notgedrungen umstellen. Ich musste mich bremsen, was mir nicht leichtgefallen ist. Nachdem ich wieder in Form war, habe ich dann auf Bewährtes gesetzt.

Am 2. Juli beginnt die Tour de France. Wollen Sie die vier Etappensiege aus dem Vorjahr toppen?

Greipel: Auf die Siege des Vorjahres bin ich sehr stolz, die kann mir keiner nehmen. Ich kann und werde aber nicht zur Tour fahren und sagen: „Ich will vier Etappen gewinnen“.

Natürlich möchte ich wieder eine Etappe gewinnen. Dafür werde ich gemeinsam mit der Mannschaft hart arbeiten.

Rechnen Sie damit, dass Sie von der Konkurrenz noch strenger bewacht werden?

Greipel: Ich denke nicht. Jeder fokussiert sich auf sich und sein Team und versucht alles richtig zu machen.

Sie sind im vergangenen Jahr bei der Tour ein paar Tage im Grünen Trikot des besten Sprinters unterwegs gewesen. Können Sie der nächste Deutsche nach Erik Zabel sein, der es nach Paris trägt?

Greipel: Solange Peter Sagan bei der Tour antritt, ist das Grüne Trikot unerreichbar. Dazu ist er einfach in allen Teilen des Rennens zu stark.

Mit welchen Sprintern werden Sie es zu tun bekommen?

Greipel: Wie die Form der anderen ist, wird man bei der Tour sehen. Ich denke aber, dass Sagan, Marcel Kittel, Mark Cavendish und Alexander Kristoff vorn dabei sein können.

Wie versuchen Sie Ihre Form zu halten?

Greipel: Weil das letzte Jahr für mich so erfolgreich war, versuche ich es zu kopieren. Da bin ich abergläubisch.

Bestreiten Sie vor dem Tour-Start noch Rennen?

Greipel: Nach „Rund um Köln“ am vergangenen Wochenende starte ich in dieser Woche bei einer Rundfahrt in den Niederlanden, und danach werde ich noch bei den Deutschen Meisterschaften antreten.

Sie haben Ihren Vertrag beim belgischen Lotto-Soudal-Team bis 2018 verlängert. Warum?

Greipel: Bei Lotto habe ich eine Mannschaft, auf die ich voll zählen kann – ob Fahrer, sportlicher Leiter oder das Management – alles passt zusammen. Ich habe bewiesen, dass ich nicht auf einem absteigenden Ast bin, meine Ambitionen verdeutlicht und will mit dieser Mannschaft weiter erfolgreich sein.

Die Saison ist lang. Schon Urlaub geplant?

Greipel: Nach der Tour werde ich das Rad sicherlich drei, vier Tage in die Ecke stellen. Für einen längeren Urlaub wird aber vor der WM keine Zeit sein. Ich will dennoch versuchen, nach der Tour mit meiner Familie ein paar Tage in der Heimat an der Ostsee zu verbringen.

Im Oktober findet in Doha/Katar die WM statt. Denken Sie schon daran?

Greipel: Ja. Zu diesem späten Zeitpunkt war ich noch nie in Topform, aber ich traue mir zu, das zu schaffen. Denn ich würde in diesem Jahr gern den Titel gewinnen und möchte als Kapitän der deutschen Mannschaft starten.

Verfolgen Sie die Fußball-EM?

Greipel: Na klar. Das Trikot der deutschen Mannschaft, der ich viel zutraue, habe ich immer dabei. Ich habe auch die Belgier gesehen, drücke aber zuallererst dem DFB-Team die Daumen.

Interview von Christian Lüsch

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